Bürgerbegehren und Bürgerentscheid Lachwald Stutensee
Bürgerinitiative für den Erhalt der Natur in Wäldern, Landschaftsschutzgebieten und Grünzäsuren

AKTUELLES Informationen zur Waldkrise

   

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11.08.2019:

            Offener Brief an Bundesmisterin Julia Klöckner

Waldexperten fordern ein Umdenken statt Aktionismus im Sinne der Holzwirtschaft


Lachwald-Info zur Waldkrise – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze

Der offene Brief von Waldexperten an Bundesministerin Julia Klöckner, den wir mitunterzeichnet haben, fordert eine natürliche Bewaldung. Zu den Unterzeichnern gehören neben Naturwissen­schaftlern Forstexperten mit jahrzehntelanger Erfahrung, Vorsitzende von Umweltverbänden wie etwa dem Deutschen Naturschutzring, Greenpeace, NABU, Naturfreunde und die Deutsche Umweltstiftung, Aktive der BundesBürgerInitiative WaldSchutz (BBIWS) und ihren vertretenen Bürgerinitiativen, sowie namhafte Autoren wie Franz Alt oder Peter Wohlleben.


Nachfolgend die bundesweit über die BundesBürgerinitiative Waldschutz veröffentlichte Pressemitteilung:

Waldexperten und Bürgerinitiativen warnen in Offenem Brief vor Aktionismus in der Waldkrise und fordern ein Ende von ‚Plantagenwirtschaft‘ und ‚Holzfabriken‘

Angesichts der aktuellen Waldkrise fordert eine Gruppe von Waldexperten, Forstpraktikern, Waldbesitzern, Verbändevertretern, die BundesBürgerInitiative WaldSchutz (BBIWS) mit den ihr angeschlossenen Bürgerinitiativen in einem offenen Brief an Bundesministerin Julia Klöckner eine Abkehr von der konventionellen Forstwirtschaft. Die Unterzeichner „fordern die staatliche Forstwirtschaft auf, anstelle teuren Aktionismus endlich eine sachkundige Fehleranalyse des eigenen Wirkens vorzunehmen und dabei alle Akteure mit einzubeziehen. Gefordert wird eine konsequente Abkehr von der Plantagenwirtschaft und eine radikale Hinwendung zu einem Management, das den Wald als Ökosystem und nicht mehr länger als Holzfabrik behandelt“.

Die BundesBürgerInitiative WaldSchutz (BBIWS) hat diese Forderung bereits in ihrer online-Petition „Wald statt Holzfabrik“ erhoben, die schon 98.000 Unterschriften erzielt hat. Das Positionspapier der BBIWS ist das „Manifest zum Wald in Deutschland“, in dem die gegen­wärtige Situation des Waldes und die Forderungen der BBIWS detailliert aufgeführt sind.

Bild von Klaus Borger – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze

„Die Forstreformen im öffentlichen Wald, unserem Bürgerwald, haben eine desaströse Bilanz,“ so Claudia Blank, Sprecherin der BBIWS. „Für kurzfristigen Gewinn wurden nicht nur enorme wirtschaftliche Schäden verursacht. Weitaus schlimmer sind die langfristigen Schäden am Ökosystem Wald. Die Holzgewinnung hatte bisher Vorrang vor dem Schutz des Öko­systems. Dies muss sich endlich ändern! Die BBIWS fordert eine schonende Waldbehandlung und ausrei­chend holznutzungsfreie Schutzgebiete im öffentlichen Wald.“

Mitunterzeichner des Offenen Briefs Wilhelm Bode, ehemaliger Leiter der saarländischen Forst-verwaltung und Autor des Buchs „Waldwende“, betont: „Wir brauchen endlich eine Waldwende, die die natürlichen Produktionskräfte des Waldes stärkt und nicht weiter schwächt. Darum ist zunächst die Forstwirtschaft selbst gefragt, betriebliche Stressoren zurückzunehmen und bei der Wiederbewaldung auf die Natur zu setzen.“

Der Waldökologe Prof. Pierre Ibisch sagt:

Bild von Klaus Borger – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze

„Die derzeitige Waldkrise in Deutschland ist nicht allein eine Folge des Klimawandels - auch die Art der Waldbewirtschaftung trägt eine erhebliche Mitverantwortung. Es gibt zu viele struktur- und artenarme Wälder, die durch zu viele Wege zerschnitten wurden. Waldböden werden zu intensiv befahren, und vielerorts ist das Waldinnen­klima durch Auflichtung und zu starke Holzentnahme geschädigt“.

Kritisiert wird zudem der Plan, die aktuellen Waldschäden aktionistisch durch rasche Beräumung geschädigter Bäume und Aufforstung anzugehen. Mit-Initiator und Waldschützer Norbert Panek betont: „Wir brauchen endlich Ruhepausen für den Wald in Deutschland, der jahrhundertelang ausgebeutet wurde. Wir brauchen ein neues, ökologisch orientiertes Konzept für den zukünftigen Wald, - keinen hektischen „Waldumbau“, sondern schlicht Waldentwicklung – hin zu mehr Naturnähe, die dem Wald als Ökosystem den notwendigen Spielraum belässt, selbstregulierend auf die sich abzeichnenden Umweltveränderungen reagieren zu können.“

Bild von Klaus Borger – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze

Die von allen Bürgerinnen und Bürgern über ihre Steuern zu bezahlenden Hilfen für die Wald­besitzenden seien gerechtfertigt – aber nur, wenn sie genutzt würden, einen zukunftsfähigen Wald aufzubauen. Definitiv sei geboten, Fehler der Vergangenheit aufzuarbeiten und zu vermeiden. László Maraz, Koordinator der AG Wald vom Forum Umwelt und Entwicklung: „Es wäre Steuergeldverschwendung, jetzt Millionen von Bäumen zu pflanzen, wenn diese vom Wild gefressen werden wie bisher. Eine waldverträgliche Verringerung des Wildbestandes ist dringender als je zuvor“.


Dr. Pierre Ibisch ist Professor für Naturschutz an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde.

Hier ein Interview vom 02.08.2019 in der Tagesschau zum Waldsterben 2019




Im Deutschlandfunk sagte er am 24.07.2019 zur Waldkrise: "es sollte uns mulmig werden"    Link:



Offener Brief an Bundesministerin Julia Klöckner:

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Offener Brief an Bundesministerin Julia Klöckner – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze


Die Erstunterzeichner laden Organisationen, Vereine, Verbände und Initiativen dazu ein, unter folgendem Link diesen Appell  zu unterstützen!

https://www.deutscheumweltstiftung.de/waldkrise/


Einzelpersonen können auf der Homepage von European Wilderness Society den Brief unterzeichnen. Hier ist der Brief in 60 weiteren Sprachen für nationale und internationle Zeichnungsmöglichkeit eingestellt:

https://wilderness-society.org/more-than-70-leading-forest-experts-warn-against-actionism-in-the-german-forest-crisis-and-demand-end-of-wood-factories/







Peter Wohlleben rechnet mit Julia Klöckner und der Forstwirtschaft bei Markus Lanz ab.




 


Wo der Wald noch gesund und robust ist - Video zum Lübecker Stadtwald auf unserer Video-Seite



Nachfolgend einige Beispiele zum Medien-Echo:

Frankfurter Rundschau:


Berliner Morgenpost:


Berliner Tagesspiegel:


Leipziger Internetzeitung:


Klimareporter



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03.08.2019:

WALDSCHÄDEN in unserer Umgebung

Teil 2: geplanter "Windpark Lußhardt" bei Waghäusel


Lachwald-Info – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze

Stürmischer Wind in der Rheinebene, denn die Regionalverbände wollen Windkraftanlagen, die Bürger dagegen wollen Natur und Wald erhalten. Nach den Plänen eines ortsansässigen Unternehmens soll im Waldstück zwischen Waghäusel, Kronau, Bad Schönborn und Hambrücken, möglicherweise ein Windpark mit 10 Windrädern entstehen. Dieser Wald zählt – zumindest, wenn man von der mittig hindurch laufenden Autobahn A5 absieht – zu den letzten zusammenhängenden Waldgebieten in der Region. Ausgewiesen wurden die entsprechenden Flächen im Waldgebiet für die Errichtung von Windkraftanlagen durch die landeseigene Gesellschaft ForstBW und in die Fortschreibung des Flächennutzungsplans aufgenommen. Die Betreiberfirma aus Waghäusel hatte vor einigen Jahren eine entsprechende Ausschreibung gewonnen. Seither laufen die notwendigen Verfahren und Untersuchungen.


Hügelhelden.de/Kraichgau Nachrichten



WINDKRAFT NICHT ZU LASTEN DER WÄLDER !!!


Bei ähnlichen Projekten in Waldgebieten haben Umweltschützer bereits in der Vergangenheit die negativen Auswirkungen auf die Natur angemahnt. Der gleiche Investor hat bereits die Windkraftanlage Straubenhardt gebaut (s. Teil 1 unserer Berichterstattung). Dort fehlen jetzt, trotz Aufforstung und Rückbau der Baustellen, für den benötigten Platz der 11 Windräder über 11 Hektar Wald. Die Erfahrungen zeigen also, dass pro Windrad ein Flächenverbrauch von ca. einem Hektar Wald notwendig wird, da auch entsprechende Wirtschafts- und Versorgungswege angelegt werden müssen.


Ende Juni 2019 also in einer Zeit, als man bereits wusste, dass in Deutschland Millionen Bäume wegen der Dürre abgestorben sind und für den Klimaschutz fehlen fand die erste öffentliche Veranstaltung in Waghäusel statt. Begleitet mit Pfiffen und Buhrufen und einer generellen Weigerung der Projektentwickler, Stellungnahmen aus dem Saal zuzulassen. Ein völlig undemokratisches Verhalten seitens des Investors, weshalb nicht nur deswegen mit entsprechendem Widerstand aus der Bevölkerung zu rechnen sein wird.


Wochenblatt/Reporter.de und Hügelhelden/Kraichgau Nachrichten

Hier geht´s zu einem sehr sachlichen Videobericht auf Hügelhelden.de


Normalerweise sollte die Öffentlichkeit möglichst frühzeitig über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung informiert und ihr dabei Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung gegeben werden!


In Zeiten des Klimawandels und dessen Bewusstsein in der Bevölkerung sind Umwandlungen von Waldgebieten in Industrieanlagen nur gegen den Willen der mehrheitlichen Bürgerschaft möglich. Auch wenn hier Schwachwindanlagen errichtet werden sollen, sind die Voraussetzungen nach dem "neuen 19-er" Windatlas BW nicht gegeben. Denn der im Windenergieerlass Baden-Württemberg genannte Grenzwert für einen wirtschaftlichen Betrieb von Windenergie-Anlagen wird auf den vorgesehenen Gemarkungen nicht erreicht. Daran sollten sich Regionalverband und Landratsamt (Genehmigungsbehörde) orientieren.

 

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27.07.2019:

WALDSCHÄDEN in unserer Umgebung

Teil 1: "Windpark" Straubenhardt


Lachwald-Info – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der WaldgesetzeTeil 1: "Windpark" Straubenhardt - Wald wurde zum Industriestandort

Weht der Wind plötzlich stärker in unserer Region? Nein, der Grund für den Bau der neuen Windkraftanlagen liegt in der Höhe der Windräder, die jetzt bis zu 238 Meter hoch sind. In dieser Luftschicht bläst es stärker, bisherige Windräder waren kleiner. Außerdem handelt es sich um eine neue Technik, die mit schwächerem Wind Strom erzeugen kann. Diese Schwachwindanlagen wurden im neuen Windatlas von Baden-Württemberg berücksichtigt, weshalb jetzt auch die  Regionalverbände in den umliegenden Regionen verstärkt auf Windkraftanlagen setzen...


"Windpark" Straubenhardt - Wald wurde zum Industriestandort

Obwohl viele Nachbargemeinden, viele Bürger von Straubenhardt und eine Bürgerinitiative Widerspruch einlegten, wurde die Windkraftanlage Straubenhardt mitten im Waldgebiet zwischen Dobel, Neusatz, Dennach und Straubenhardt mit behördlicher Genehmigung und gerichtlicher Unterstützung gebaut.

11 riesige 200 Meter hohe Windräder machten aus dem Waldgebiet eine Industrieanlage. Pro Windanlage wurde ein Flächenverbrauch von über einem Hektar notwendig, da auch entsprechende Wirtschafts- und Versorgungswege angelegt werden mussten.


Pforzheimer Zeitung


Durch die Baumaßnahmen des Windparks wurden die Landschaft, der Wald, Biotope, Boden und Tiere beeinträchtigt. Im Rahmen des Rückbaus gilt es, die Baustellen zu räumen, Wege wieder zu verschmälern, zugewucherte Biotobe auf Vordermann zu bringen und einige gerodete Flächen aufzuforsten. Allerdings werden Sukzessionsflächen zurückbleiben, auf denen im Falle größerer Reparaturen ein bis zu 130 Meter langer Kranausleger Platz finden kann. 4,5 Hektar bleiben darum als unbefestigte, baumfreie Ebenen bestehen.


Pforzheimer Kurier


Insgesamt verbleibt trotz Aufforstung eine Rodungsfläche von über 11 Hektar Wald, die der Natur und für den Erhalt des Klimas fehlen werden.

Der bleibende Eingriff ins Landschaftsbild ist schnell ausgeglichen – durch Zahlung einer dreiviertel Million Euro an die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg beim Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

Der Park mit 11 Anlagen wird laut Betreiber 33 Megawatt Leistung liefern – das reiche ungefähr für 22000 Haushalte. Ob der Wind immer mitspielt und sich die Baukosten jemals amortisieren, darüber berichtet die Bürgerinitiative Gegenwind aus Straubenhardt.

Wo Monsterwindräder in unserer Nachbarschaft geplant sind und zur Vernichtung weiterer Wälder führen könnte, demnächst im 2. Teil.



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11.07.2019

Bürgerentscheid Heidelberg am 21. Juli

Parallelen im Vorfeld des Bürgerentscheids zu Stutensee


Lachwald-Info – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze

Beim Bürgerentscheid HD wird darüber entschieden, ob das ökologisch sehr wertvolle Gebiet „Ochsenkopf“ für die Verlagerung des Betriebshofes der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH aufgegeben werden soll. Die Frage auf dem Wahlschein lautet:

„Sind Sie dafür, dass auf den gegenwärtig als Grünflächen genutzten Bereichen des Großen Ochsenkopfes kein RNV-Betriebshof gebaut wird?"


Interview der Rhein-Neckar-Zeitung mit Dr. Edgar Wunder von Mehr Demokratie e.V.


Bürgerbegehren Heidelberg – Bericht der RNZ auf der Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie und Transparenz auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze
Bürgerbegehren Heidelberg – Bericht der RNZ auf der Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie und Transparenz auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze



Parallelen zum Bürgerbegehren und Bürgerentscheid Stutensee:

 

  • es erfolgte keine gemeinsame Ausarbeitung der Frage auf dem Unterschriftenblatt und dem späteren Wahlschein, die rechtlich ausgewogene Formulierung und Begründung musste die Bürgerinitiative "Lachwald-erhalten" allein bewerkstelligen.

  • die Verzögerungstaktik der Stadt führte in Stutensee dazu, dass nur noch vier Wochen Zeit für die Unterschriftensammlung übrigblieben.

  • auch in Stutensee wurden der Bürgerinitiative weniger Seiten in der Sonderbeilage im Amtsblatt gewährt. Das Regierungspräsidium Karlsruhe wurde wegen dieser Rechtswidrigkeit eingeschaltet, sah aber keine Veranlassung zum Einschreiten!

  • in Stutensee hatte der OB das Bürgerbegehren nicht zur Chefsache erklärt, sondern seine Mitarbeiter an die Front geschickt.
  • hier wurden von der Stadt Großflächenplakate an den Eingängen der jeweiligen Stadtteile durch Mitarbeiter des städtischen Bauhofs aufgehängt – alles auf Kosten der Steuerzahler. Die Höhe der Ausgaben gab die Stadtverwaltung Stutensee nie bekannt.


Die Rhein-Neckar-Zeitung berichtete auch über einen Vortrag von Dr. Edgar Wunder in dieser Woche, der Empfehlungen über einen fairen Umgang bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden in Eberbach gab.

Update 21.07.2019

Bauvorhaben abgelehnt - aber Quorum nicht erreicht


Bei einer Wahlbeteiligung von 30,4 Prozent haben beim Bürgerentscheid die Gegner des Bauvorhabens der Stadt zwar eine Mehrheit von 57,1 Prozent der Stimmen erzielt, das erforderliche Quorum aber verfehlt. Das "Bündnis für Bürgerentscheid Klimaschutz Heidelberg" erhielt 19019 Stimmen, es wären 22.057 Stimmen nötig gewesen. Nun wird der neu gewählte Gemeinderat über die Angelegenheit beraten und eine demokratisch akzeptable Entscheidung treffen müssen.


Update 25.07.2019

Blitzumfrage der Rhein-Neckar-Zeitung Patt-Situation im Gemeinderat


Verlagerung des Betriebshofs zum Ochsenkopf? Die Bürger lehnten dies ab, der Oberbürgermeister ist dafür, insgesamt ergibt eine Blitzumfrage der RNZ eine Patt-Situation von 24 (einschl. OB) zu 24 Stadträten. Eine Stimme war noch übrig. Nämlich die von "Die Partei"-Stadtrat Björn Leuzinger. Die RNZ schrieb dazu: "Und am Ende entscheidet die Spaßpartei über den Betriebshof"


Update 03.08.2019

In Heidelberg verläßt SPD Fraktionsvorsitzender seine Partei


Der langjährige SPD Fraktionsvorsitzte von Heidelberg, Werner Brants, tritt nach dem Bürgerentscheid aus der Partei aus. Seine Parteigenossen stimmten für die Verlagerung des Betriebshofes zum Ochsenkopf. "Was mich aufregt ist, dass nach der Abstimmung das Ergebnis einfach weggewischt wird." äußerte sich Brants gegenüber der Rhein-Neckar-Zeitung.

Ein echter Demokrat, der den Bürgerwillen berücksichtigt und die politische Auffassung der Genossen nicht mehr akzeptiert.


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04.07.2019

Schweizer Studie: Aufforstung kann Klima retten - wie reagiert Deutschland?


Dürreschäden als Folge des Klimawandels, Stürme, Schädlinge wie Borkenkäfer, Eschentriebsterben, Waldbrände, und schließlich noch die Politik sind bisher die Probleme für die Wälder.

LACHWALD–INFO – Aufforstung kann Klima retten – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze

Dabei sind Bäume - wenn man es so nennen darf, ohne dabei den Ernst der Lage zu verkennen - DAS Zaubermittel im Klimawandel, so das Ergebnis einer Studie der Technischen Hochschule Zürich , die aktuell im Fachmagazin Science veröffentlicht wurde. Sie wachsen - wenn man sie lässt - von alleine, sie verbinden sich selbständig zu dichten Wäldern und diese erhalten sich besser, wenn man sie nicht totpflegt.  Endlich also die von Politik und Behörden hochgeschätzten Berechnungen und Umsetzungsvorschläge für alle, die leider erst dann (und oft zu spät) handeln, wenn Zahlen und Fakten auf dem Tisch liegen.

In der Schweizer Studie wird vorgestellt, dass es durchaus möglich wäre, den Klimawandel durch Aufforstung aufzuhalten. Dafür wäre eine Neubepflanzung von 900 Millionen Hektar nötig. Das entspricht in etwa der Fläche der USA. Heute seien rund 2,8 Milliarden Hektar der Erde bewaldet. Die Forscher halten Aufforstung nicht nur für die effektivste Möglichkeit, das Klima zu schützen, die dafür nötige Menge an Wald aufzuforsten sei auch "zweifellos erreichbar“.

NTV berichtete: Aufforstung kann die Erderwärmung aufhalten



 

Viele Waldschützer fordern seit Jahren regional, überregional und weltweit:


Mehr Bäume = mehr CO2 Speicher = weniger Auflichten und Aufheizen der Wälder = mehr Wasser = mehr Kühlung = mehr saubere Luft = mehr Totholz = mehr Artenschutz = weniger Insektensterben = mehr gesunder Naturhaushalt = sichere Nahrungsmittelerzeugung = mehr Erholungsfunktionen = mehr Gemeinwohl = mehr Zukunftsverantwortung = mehr Vorbildcharakter = weniger Ausbeutung von Ressourcen ...... die Reihe lässt sich beliebig fortsetzen!

Anstatt die Bäume abzuholzen, wäre dies doch mal ein Tun mit echtem Vorbildcharakter. Die Politik muss reagieren, die Förster handeln. Kurzfristiges Denken ist nicht mehr angesagt. Förderprogramme für die Waldbesitzer sind erforderlich, im Rahmen der Strukturumwandlungen der Forstbereiche sind diese auch mit mehr Personal aufzustocken.


Kahle Stellen im Lachwald – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der WaldgesetzeKahlschläge sollten vermieden werden, denn Aufforstungen sind teuer


Ordentliche Waldpflege ist teuer. In Leopoldshafen kostete z. B. ein Hektar eingezäunter Jungwald aus verschiedenen Baumarten einschließlich den erforderlichen Pflegearbeiten 25.000 Euro. Dennoch scheuen viele kommunale Waldbesitzer finanzielle Verluste, lassen so viel Holz ernten, dass zumindest keine Haushaltslöcher wegen des Waldes entstehen. Unsinnige Durchforstungen werden in Kauf genommen, ohne Weitsicht auf eventuelle Kosten hinsichtlich Neuanpflanzungen und des Klimawandels.



Immer mehr heißere und insbesondere niederschlagsarme Monate verursachten in den vergangenen Jahren Dürreschäden in Deutschlands Wäldern. Der Verlust von über 100000 Hektar Wald ist nicht nur auszugleichen, sondern gesunde Bäume müssen jetzt stehenbleiben.

Auch in unserer Region sind die Förster sichtlich betroffen. Im 15000 Hektar großen Hardtwald ist in weiten Gebieten jeder zweite Baum erkrankt und wird – soweit noch nicht vollzogen – gefällt werden. Insbesondere bei Stutensee in den Waldstücken zwischen der Theodor-Heuss-Allee und der Büchiger Allee sowie im Spöcker Wald.

Die BNN berichteten über die Folge des trockenen Sommers 2018 und "Uns rennt die Zeit davon" Im Hardtwald ist jeder zweite Baum krank:



Es ist zu befürchten, dass die Politik mit ihren geplanten Maßnahmen das Klimaziel der maximalen Erhöhung der Temperatur von 1,5 Grad nicht erreicht.

Der weltweite durchschnittliche Temperaturanstieg beträgt 1 Grad Celsius. Die vergangenen vier Jahre waren weltweit die heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, in Europa war es im letzten Juni zwei Grad heißer als gewöhnlich. Bei dauerhaften 2 Grad mehr hätten wir in Stutensee Mittelmeerklima.

Dann hätten sich zumindest die Flüge nach Malle erledigt, was zwangsläufig die CO2 - Produkion reduziert. Ob eine neue Steuer wie die geplante "sozial gerechte" CO2-Bepreisung das Klima rettet, wird die Bürgerschaft ohne Mitsprachebeteiligung anzweifeln. Denn die vor 20 Jahren eingeführten „Ökosteuern“ konnten die heutigen Probleme im Umwelt- und Klimaschutz nicht verhindern. Schon damals wurden Flüge von der Besteuerung ausgenommen, weshalb ein Flug nach Berlin billiger ist als eine Bahnfahrt mit all ihren bekannten Nachteilen.



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Tag der Buchenwälder  - erstmaliger Aufruf am 25. Juni


Tag der Buchenwälder - Alte Buchen Sababurg - Bild von Dr. Petra Ludwig-Sidow – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der WaldgesetzeBild von Dr. Petra Ludwig-Sidow - Alte Buchen Sababurg

Trotz Klimawandel werden nicht nur im verhältismäßig kleinen Lachwald, entsprechend dem Stutenseer Gemeinderatsbeschluss, im kommenden Herbst 20 Festmeter (o. R.) heimische Buchen abgeholzt, sondern sogar ganze Buchenwälder sind der Gefahr der überzogenen Holzernte in ganz Deutschland ausgesetzt. Buchen als heimische Bäume sollten bis zur erreichbaren Altersgrenze von der Holzernte verschont bleiben, zumal derzeit der Bestand ständig schrumpft.


Wie bekannt, sind wir Mitglied der BundesBürgerinitiatve WaldSchutz (BBIWS). Diese wurde am 01.07.2017 gegründet und ist ein überparteilicher Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern und deren Organisationen aus z.Zt. vierzehn Bundesländern. Wir verfolgen gemeinsam das Ziel, Wälder in Deutschland zu schützen und zu bewahren, die praktizierte Bewirtschaftung der Wälder konstruktiv kritisch zu begleiten, Missstände aufzuzeigen, Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten, in Fläche und Zahl ausreichende Schutzgebiete ohne forstliche Nutzung zu fordern und auf eine Gesetzgebung hinzuwirken, die der besonderen Bedeutung unser Wälder für Mensch und Natur gerecht wird. Diesbezüglich erinnern wir an die gestartete Petition zur Reform der Waldgesetze „Wald statt Holzfabrik“.

 

Ganz aktuell informieren wir über die erstmalige Ausrufung des 25. Juni zum

Tag der Buchenwälder

durch die Mitglieder der BundesBürgerInitiative WaldSchutz


Tag der Buchenwälder - Bild von Tania Heymann – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der WaldgesetzeBild von Tania Heymann - Banner zum Tag der Buchenwälder


Unterstützer sind Michael Succow Stiftung, Nationalpark Hainich, Naturwald Akademie, ROBIN WOOD und Wohllebens Waldakademie. Förster Peter Wohlleben hat zum Tag der Buchenwälder eine Videobotschaft veröffentlicht:


Videobotschaft von Peter Wohlleben zum Tag der Buchenwälder


Schirmherr des „Tages der Buchenwälder“ ist Professor Hans Dieter Knapp. Er leitete die Internationale Naturschutzakademie Insel Vilm des Bundesamtes für Naturschutz seit ihrer Gründung im Jahr 1990 bis 2015 und ist ein unermüdlicher Kämpfer für einen besseren Schutz von Buchenwäldern. Professor Knapp hat maßgeblich dazu beigetragen, dass wertvolle Buchenwaldgebiete in Deutschland und Europa heute zum UNESCO-Weltnaturerbe zählen. 


Tag der Buchenwälder - Flyer der BBIWS – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze


ag der Buchenwälder - Flyer der BBIWS – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze


Hinsichtlich weiterer Details zum „Tag der Buchenwälder“ verweisen wir auf den entsprechenden Artikel auf der Homepage der BBIWS:


Hier noch Informationen von Norbert Panek


Auch der Bund deutscher Forstleute (BdF) äußerte sich zwischenzeitlich dahingehend, dass „die Buche einen eigenen Tag auf jeden Fall verdient hat. Sie ist die häufigste und wichtigste Laubbaumart in unseren Wäldern und wird beim weiteren Waldumbau hin zu strukturgleicheren, vielfältigeren und damit klimastabileren Wäldern mit Sicherheit eine sehr große Rolle spielen." Vielleicht ein Grund mehr für unseren neu gewählten Kreistag und das Landratsamt, die Buchen der Region zukünftig altern zu lassen.


Pressestimmen zum Tag der Buchenwälder

Mannheimer Morgen, Main-Post, Nabu, Robin Wood und barkteheideaktuell


 


 

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Wahlerfolge für Klima- und Umweltpolitik - auch in Stutensee


Der Lachwald von Stutensee – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze

Der Trend der Zugewinne der Grünen war nicht nur europa- und deutschlandweit zu verzeichnen, sondern ebenso bei den Kommunalwahlen in großen Städten wie Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe und Tübingen.

Auch im größten Stadtteil Stutensees, nämlich in Blankenloch mit Büchig, bilden die Grünen jetzt die stärkste Partei. Ob hier auch der Lachwald-Effekt zum Tragen gekommen ist, mögen wir nicht zu beurteilen, jedoch spricht der Ausgang der Wahl in den einzelnen Wahlbezirken dafür.

Anders als in Friedrichstal, Spöck und Staffort, durften die Wählerinnen und Wähler des größten Stadtteils Blankenloch/Büchig keinen Ortschaftsrat wählen. Denn bereits vor Jahren wurde dieser abgeschafft und stattdessen der Stadtteilausschuss eingeführt. Die Zusammensetzung erfolgt durch die gewählten Gemeinderätinnen und Gemeinderäte aus Blankenloch und Büchig.

Folgende Grüne erreichten bei der Kommunalwahl in Stutensee die höchste Gesamtstimmenanzahl und 5 Sitze im Stadtteilausschuss:


Die Grünen im Stadtteilausschuss • Ludwig Streib • Kathrin Weisser • Susanne Suhr • Dr. Volker Stelzer • Christine Stemke – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhaltenv.l.n.r.: Ludwig Streib, Kathrin Weisser, Susanne Suhr, Dr. Volker Stelzer und Christine Stemke

              

Das bisher ausgeübte Amt der Stadtteilausschussvorsitzenden Silvia Duttlinger von der CDU steht nun der Partei der Grünen zu.


Die nachfolgend genannten Stadträtinnen und Stadträte sind im Stadtteilausschuss vertreten: 


Grüne (5 Sitze): Ludwig Streib, Kathrin Weisser, Susanne Suhr, Dr. Volker Stelzer und Christine Stemke

Freie Wähler (3 Sitze): Sven Schiebel, Walter Dörflinger und Iris Schlimm

CDU (2 Sitze): Silvia Duttlinger und Ansgar Mayr

SPD (1 Sitz): Wolfgang Sickinger

FDP (1 Sitz): Edith Nagel


In den jeweiligen Ortschaftsrat wurden gewählt:


Friedrichstal:

CDU: Lutz Schönthal, Marcel Konrad und Thomas Hornung

SPD: Reinhard Breyer

Grüne: Luitgard Mitzel-Landbeck

Freie Wähler: Klaus Hofmann

 

Spöck:

Freie Wähler: Klaus Mayer, Manfred Beimel, Karin Vogel, Micha Mack und Jochen Freimüller

CDU: Marius Biebsch

 

Staffort:

Freie Wähler: Ludwig-W. Heidt, Melitta Bernauer und Dirk Fetzner

CDU: Beate Ernst

FDP: Otto Hertäg

Grüne: Renate Beyer


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Die Würfel sind gefallen - Stutensee hat einen neuen Gemeinderat


Allen wieder- und neugewählten Stadträtinnen und Stadträten von Stutensee möchten wir an dieser Stelle sehr herzlich gratulieren und zum Wohle unserer Stadt politisches Geschick und eine glückliche Hand bei allen kommunalpolitischen Entscheidungen wünschen.

Neu gewählte Stadträtin Susanne Suhr von Stutensee und Mitglied der Bürgerinitiative "Lachwald-erhalten" – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten
Besonders gefreut hat uns die Wahl unserer Mitstreiterin Susanne Suhr, die aus dem Stand heraus auf dem 12. Platz mit 4064 Stimmen landete. Sie war eine der drei Vertrauenspersonen des Bürgerbegehrens unserer Bürgerinitiative und hat maßgeblich zum Erhalt des Lachwalds beigetragen.

Das aus 26 Personen bestehende Gremium setzt sich zusammen aus 15 wieder- und 11 neugewählten Mitgliedern im Gemeinderat bei folgender Sitzverteilung:

Freie Wähler - 7 Sitze (vormals 8)
CDU - 6 Sitze (vormals 8)
Grüne - 6 Sitze (vormals 4)
SPD - 3 Sitze (vormals 5)
FDP - 2 Sitze (vormals 1)
Junge Liste - 2 Sitze (vormals 0)


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Kommunalwahlen in Stutensee - Chance für einen Neuanfang


Politische Akteure überbieten sich im Wahlkampf häufig mit Versprechungen, um die Stimmen der Wählenden zu gewinnen. Überzogene Versprechungen können jedoch selten umgesetzt werden. Oft vermeiden es politische Akteure ihre Versprechungen zu korrigieren, da sie den Verlust von Wählerstimmen befürchten, oder sie werden erst gar nicht eingehalten.

Kommunalwahl Gemeinderat - Bild der Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie und Transparenz auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid - Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze

Die DEMOKRATIE steht so immer in der Gefahr, die Bürgerinnen und Bürger zu enttäuschen und deshalb Vertrauen und Zustimmung zu verlieren. So auch in Stutensee. Nach Jahren der vermeintlichen Zufriedenheit endete die 4. und letzte Amtszeit des damaligen OB Klaus Demal bereits 2 Jahre nach seiner Wiederwahl abrupt. Wagte er sich noch zuvor an das Lachwaldprojekt und scheiterte mit Unterstützung der großen Fraktionen im Gemeinderat CDU/FDP, Freie Wähler und SPD. Unvergessen bleibt deren extra gegründete „Allianz für Stutensee“, ein selbsternanntes Bündnis im Wahlkampf des BÜRGERENTSCHEIDS - gegen die eigenen Wähler.

Jetzt stehen nach dem Bürgerentscheid und nach OB-Wahlen die Gemeinderatswahlen an und es besteht die Chance für einen Neuanfang in Stutensee. Denn nur dann, wenn die von uns gewählten Vertreter mehrheitlich den jeweils geplanten Maßnahmen der Verwaltung zustimmen, ist ein Vollzug möglich.


Jetzt vor der Wahl werden wieder BÜRGERBETEILIGUNG und TRANSPARENZ versprochen, zum Teil von den gleichen Stadtratsbewerbern*innen, die das bisher vollkommen ignorierten und hinter verschlossenen Türen Entscheidungen getroffen haben. Manch einer steht sogar für NATUR- und UMWELTSCHUTZ und stimmte in jüngster Vergangenheit noch ohne Bedenken für die Abholzung des halben Lachwalds. Obwohl die Bürgerempfehlung für das Wohnen in Stutensee vom noch amtierenden Gemeinderat begrüßt wurde, vermissen wir entsprechende Umsetzungen. 

Es ist uns nicht eine von der Bürgerschaft empfohlene Konzeption bekannt, die ausgearbeitet und der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Auch wurde den Mitgliedern unserer Bürgerinitiative nach dem Bürgerentscheid - wie bereits davor - eine Kommunikation verweigert. Anschreiben werden weiterhin ignoriert, es gab weder eine Antwort, noch eine Eingangsbestätigung.

Nachfolgend zum Vergleich die letzten Stutenseer Wahlergebnisse:


OB Wahl 2015: Klaus Demal 5658 Stimmen, Mitbewerberin Susanne Enderle 877 Stimmen.

Bürgerentscheid 2018 Lachwald erhalten:  JA-Stimmen = 7267  NEIN-Stimmen = 2733


1. OB Wahl 2018 Bettina Meier-Augenstein 3281, Petra Becker 3074 Stimmen, u. a.

Stichwahl 2018   Petra Becker 4644, Bettina Meier-Augenstein 3425 Stimmen


Petra Becker hat nicht einmal von jedem 4. Wahlberechtigten eine Stimme bekommen. Aber die Mehrheit in der Stichwahl zählt, sie ist somit demokratisch gewählt.

Gut funktionierende Demokratien haben sowohl direkt- als auch repräsentativdemokratische Elemente. In den Gemeinderatswahlen wählen wir unsere Repräsentanten, die uns vertreten. Denn alle Macht geht vom Volke aus, heißt es so schön in unserem Grundgesetz. Das ist auch gut so, denn viele Menschen wollen heute ihre Stimme nicht für Jahre bei einer Wahl abgeben und dann mundtot sein. Denn mit der Wahl des „Repräsentanten“, egal ob Bürgermeister oder Stadtrat, ist noch keine einzige Sachfrage entschieden. Und im Laufe einer Amtsperiode kommen viele Sachfragen auf, die bei der Wahl noch gar nicht bekannt waren. Deshalb hatte unsere BI die Möglichkeit der direkten Demokratie genutzt, um den Lachwald zu erhalten und die Fehlentscheidung des Gemeinderats zu korrigieren.

Immer noch hören wir bei Gesprächen, „die da oben machen sowieso was sie wollen“. Aber Tatsache ist, dass die Letztentscheidung im Zweifelsfall das Volk hat. Die Lage ist doch so: Demokratien, die sich den gesteigerten Partizipationswünschen (z. B. Mitspracherecht) der Bevölkerung verweigern und damit immer mehr Unzufriedenheit mit dem politischen System erzeugen, werden langfristig nicht überleben. Deshalb gab es auch schon Stadträte und Bürgermeister, die nach einem Bürgerentscheid zurückgetreten sind.


Unser Tipp:

Hinterfragen Sie kritisch die Wahlversprechen. Jeder hatte schon einen Wunsch oder ein Anliegen an die Stadt. Und oft ist ein Absegnen des Gemeinderats erforderlich. Wurde dem entsprochen? Wählen Sie entsprechend.

Unser Bürgerentscheid erhielt viel Zuspruch bei der Bürgerschaft.

Mitverantwortlich und sehr aktiv war unsere Vertrauensperson Susanne Suhr.


Susanne Suhr Kandidatin Gemeinderat und Vertrauensperson der Bürgerinitiative "Lachwald-erhalten" – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten-------- 40 Jahre, verheiratet, 2 Kinder, Büchig, Juristin --------

 

Sie ist nicht nur grün, sondern handelt auch grün und setzt sich sehr engagiert insbesondere für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz in Stutensee ein. Ihr gilt als Gemeinderatskandidatin (Liste Bündnis90/die Grünen) uneingeschränkt unsere Empfehlung!


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 Auch im Stuttgarter Wald Holzeinschlag im Übermaß

- Petitionsübergabe an OB Fritz Kuhn führte zum Erfolg

 

Übergabe der Petition durch Dr. Jörg Noetzel von der Bürgerinitiative Zukunft Stuttgarter Wald an OB Kuhn – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze

Am 28.03.2019 fand im Stuttgarter Rathaus die Übergabe der „Petition zum Stopp der massiven Baumfällungen im Stuttgarter Wald“ statt. Der Sprecher der Bürgerinitiative „Zukunft Stuttgarter Wald“, Dr. Jörg Noetzel, übergab Oberbürgermeister Fritz Kuhn ein Forderungspapier, das bis dato von mehr als 2500 Unterzeichnern unterstützt wird. Die Stuttgarter BI ist, wie wir, Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz (BBIWS), weshalb wir als Gäste unserer Waldfreunde bei der Petitionsübergabe teilnahmen.


Übergabe der Petition durch Dr. Jörg Noetzel von der Bürgerinitiative Zukunft Stuttgarter Wald an OB Kuhn – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze


Anlass für den Bürgerprotest war, dass mehrere Waldbestände „durchforstet“ worden sind. Es wurden massive Auslichtungen vorgenommen, die nicht mit der Waldpflege allein zu erklären sind, sondern mit Gewinnstreben. Auch haben die Waldfreunde festgestellt, dass mit schwerem Gerät zum Baumrücken die Böden massiv geschädigt wurden.

Im Rahmen der Petitionsübergabe erhielt OB Kuhn von Jörg Noetzel ein T-Shirt geschenkt mit dem Aufdruck: „UNSER WALD IST CHEFSACHE“. OB Fritz Kuhn richtete anschließend einige Worte an die zahlreich anwesenden Gäste, BI-Mitglieder, Gemeinderäte und Pressevertreter. Er hob dabei die Bedeutung des Waldes für die Naherholung und die Luftqualität hervor und sagte, der Gemeinderat sei offen für einen neuen Waldbeirat.

Gesagt, getan – bereits am 11.04.2019 wurde vom Stuttgarter Gemeinderat einstimmig die Einrichtung eines gemeinderatähnlichen Gremiums, ein WALDBEIRAT beschlossen. Ebenfalls beschlossen wurde, dass es ein öffentliches Gremium wird – ein starkes und gutes politisches Signal!

 

Übergabe der Petition durch Dr. Jörg Noetzel von der Bürgerinitiative Zukunft Stuttgarter Wald an OB Kuhn – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze

Stuttgart liegt in einer Senke und ist bekannt für eine andauernde Luftverschmutzung durch die größte Feinstaubbelastung in ganz Baden-Württemberg. Bäume sind dort zur Anreicherung von Sauerstoff dringend notwendig. Wir drücken unseren Waldfreunden alle Daumen, dass ihr Einsatz von Erfolg gekrönt wird und durch den Waldbeirat die Anliegen der Bevölkerung zukünftig berücksichtigt werden.


Bürgerhaushalt Stuttgart (in Stutensee: Fehlanzeige!): Bürgerwald statt Nutzwald

 

Auch in unserer Region um Karlsruhe ist der Erhalt der Vielzahl von Bäumen zur Sauerstoffanreicherung und Neutralisierung des CO² notwendig.


Ausmaß der Durchforstung im Lachwald – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze


Die Industrie in unserer Nachbarschaft produziert das meiste Klimagift Kohlendioxid (CO2) in ganz Baden-Württemberg. Kohlekraftwerke, wie die im Karlsruher Rheinhafen, sind derzeit die größten Kohlendioxid-Emittenten; im Vergleich dazu produzieren unsere Haushalte und Verkehrsmittel nur einen kleinen Bruchteil.

Auf die Schadstoffbelastung hatten wir Frau OB Becker im persönlichen Gespräch hingewiesen und dass Lösungen zum Schutz unserer Umwelt Aufforstungen und nicht vermehrte Abholzungen sind. Leider glaubt man in Stutensee derzeit noch immer an Forstmärchen, obwohl das Ergebnis in den Wäldern auf Stutenseer Gemarkung bereits sichtbar ist. Offensichtlich spielt der Klimaschutz keine Rolle.


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28.01.2019

Gemeinderatsbeschluss über massive Fällungen im Stadtwald bestätigt

- eine umweltpolitische Fehlentscheidung Stutenseer Lokalpolitiker

 

Die Dieselfahrer von Stutensee wissen es: sie wurden Ende des Jahres 2018 vom Kraftfahrt-Bundesamt darüber informiert, dass Stutensee in einer Region liegt, wo ein Stickstoffdioxid-Jahresmittelwert von mehr als 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft überschritten wird. Sie wurden aufgefordert, laufende Umtauschaktionen zu nutzen und das Fahrzeug auszutauschen.

Auszug der Karte des Statistischen Landesamts BW über CO2-Emissionen.

Ursächlich sind Kraftwerke (rot) der Verkehr (gelb) und Haushalte (blau)

CO2 Emissionen in BW – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze

Bei dem vom Bundesamt mitgeteilten Wert ist ein Fahrverbot für Dieselkraftfahrzeuge jederzeit möglich, denn der festgelegte Grenzwert der EU liegt bei 40 Mikrogramm/Kubikmeter Luft und nach Erlasslage können bei über 50 Mikrogramm/Kubikmeter im Jahresmittelwert Fahrverbote angeordnet werden. Stickstoffdioxide sind nicht nur für die Menschen, sondern auch für Tiere und Pflanzen schädlich. Der Umstieg auf Benziner bedeutet allerdings entsprechende Steigerungen des Umweltschadstoffes Kohlendioxid. Dieses Treibhausgas kann aber von Bäumen aufgenommen und gebunden werden. Gleichzeitig wandeln sie das Gas in Sauerstoff um, den wir zum Leben benötigen. So kann ein durchschnittlicher Baum mit seinem Stoffwechsel Tag für Tag 20 Menschen mit Sauerstoff versorgen.

Die Beschlüsse zeigen, dass die „Entscheider“ unserer Stadt dieses Wissen nicht haben, obwohl derzeit eine bundesweite öffentliche Diskussion über das Schadstoffthema im Gange ist. Noch schlimmer wäre es, wenn die Stadtverantwortlichen dieses Wissen haben und ihre Fehlentscheidung mit allen Konsequenzen in Kauf nehmen. Die Verantwortlichen in Stutensee ignorieren auch, dass in der Nachbarschaft enorm viel CO2 durch die Kraftwerke entsteht - trotz dieser (Er)kenntnisse hat OB Becker entgegen Landes- und Bundesvorgaben diese massiven Fällungen in den Stutenseer Wäldern in den Gemeinderat eingebracht.

Herr Hendel von den BNN hat am 30.01.2019 in der Ausgabe Hardt Nr. 25 auf Seite 17 ausführlich über unsere Einwände berichtet:

 

 

BNN Bericht über die beabsichtigte Durchforstung aufgrund Gemeinderatsbeschluss – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze


Im o. a. Artikel ist aufgeführt, dass Frau Becker deutlich machte, dass die Durchforstung des Lachwalds zum einen im Forsteinrichtungswerk vorgegeben ist. Wir werden über diese Widersprüche separat berichten. Wir waren bei der damaligen Beschlussfassung dabei, sie nicht !

 

Das Umweltbundesamt schreibt über die Auswirkungen der Forstwirtschaft auf die Umwelt:

„Leider hat die weiträumige forstwirtschaftliche Nutzung der Wälder auch Auswirkungen auf die Umwelt. Menschliche Nutzungsformen können sich negativ auf den Waldzustand auswirken und die natürliche Leistungsfähigkeit der Wälder überfordern. Dies trifft umso mehr zu, da viele Wälder einer intensiven Bewirtschaftung unterliegen und einem hohen Nutzungsdruck ausgesetzt sind. Je nach Ernteverfahren (etwa Vollbaumernte) und Verwertbarkeit der Holzbiomasse werden dem Waldökosystem neben Holz auch Äste, Rinde sowie Nadeln oder Blätter entnommen. Diese Entnahme von Biomasse entzieht den Wäldern zum Teil große Mengen an Nährstoffen und stellt an vielen Standorten die Nachhaltigkeit der Nutzung in Frage. Auch das Roden von größeren Beständen kann Schneisen und gestörte Oberflächen in den Wäldern hinterlassen, die nicht nur mit einer erhöhten Windanfälligkeit der benachbarten Kulturen, sondern auch mit Bodenerosion, Störung des Wasserkreislaufs und Biodiversitätsverlust einhergehen können.“

Und hier der Lösungsvorschlag des Umweltbundesamts zur Treibgasminderung: Wald - Aufforstungen im ganzen Bundesgebiet!

Wahlergebnis Bürgerentscheid Stutensee – Bild der Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie und Transparenz auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid - Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze

Die Stadt Stutensee hat es versäumt, sich nach dem Debakel des Bürgerentscheids im Gemeinderat intensiv und ernsthaft mit einer nachhaltigen Waldstrategie zu befassen. Dazu gehören in unserer Schadstoff geplagten Region die Reduktion der massiven Baumfällungen im gesamten Wald im Sinne einer naturnahen Waldbewirtschaftung durch Schutz der unwiederbringlichen Altbaumbestände, mit Bäumen aller Altersstufen, bodenschonenden Rückeverfahren und die Vermeidung von Waldauslichtungen.

Es reicht nicht, in den Gemeinderatssitzungen immer nur die Förster zu loben. Die Gemeinde muss sich aktiv dafür einsetzen, dass in den Forstrevieren dringend der harte Sparkurs zurückgenommen wird. Nur so kann eine schonende Forstwirtschaft ermöglicht werden. Die Reviere müssen mit ausreichendem Personal ausgestattet werden damit gewährleistet werden kann, dass die Revierförster ihren Wald tatsächlich auch pflegen können.

Dies alles sind Voraussetzungen, um überhaupt Wahlversprechen, wie die von Frau Oberbürgermeisterin Becker über Bürgerbeteiligung usw., einhalten zu können. Der Leiter des Forstamts selbst hat in der Gemeinderatssitzung vorgetragen, dass ein von uns vorgeschlagener Bürgerwald wegen fehlender Kapazitäten nicht in Frage kommt. Wenn der Gemeinde die Vorschläge unserer Bürgerinitiative nicht willkommen sind, sollte sie zumindest alle Aussagen der Fachleute aufnehmen und entsprechend handeln. Es genügt nicht, mit Lob, Dank und Anerkennung eine Sache zu beenden, dabei lediglich die Rosinen herauszupicken und unter Missachtung aller Umweltvorgaben nur auf Gewinnausrichtung zu entscheiden.


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Ende 2018/Anfang 2019

Wiederholte Provokationen des Herrn Gompper von der BI Rettet-den-Lachwald

 

Aufgrund von wiederholt verbalen Angriffen auf unsere Bürgerinitiative möchten wir darauf hinweisen, dass ohne  die durch unsere BI durchgeführten Maßnahmen der Lachwald heute gar nicht mehr existent wäre.

Die seinerzeit von der Bürgerinitiative Rettet-den-Lachwald gesammelten und von Herrn Gompper im Rathaus eingereichten Unterschriften, wurden von der Stadtverwaltung Stutensee nicht anerkannt und fanden somit keine Berücksichtigung.

In der Folge sprach sich Herr Gompper sogar gegen die Durchführung eines formellen Bürgerbegehrens aus.

Wir jedoch waren schon damals überzeugt, dass dieses die einzige rechtliche Möglichkeit zum Erhalt des Lachwalds war. Die BI Rettet-den-Lachwald, deren Kritik wir von Anfang an ausgesetzt waren, hatte an den umfangreichen Maßnahmen des Bürgerbegehrens nicht im Geringsten mitgearbeitet. Durch das alleinige Engagement der vielen Mitstreiter*innen unserer Bürgerinitiative „Lachwald-erhalten“ mit Unterstützung von mehr Demokratie e.V. ist es schließlich gelungen, die rechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, dass die Bürgerinnen und Bürger von Stutensee über das Schicksal des Lachwalds entscheiden konnten.

Wir waren schon damals in Sachen Bürgerbegehren und Bürgerentscheid völlig unterschiedlicher Auffassung und sind es auch heute in Sachen Wald-, Klima- und Umweltschutz offensichtlich wieder. Deshalb gibt es in Stutensee zwei BI´s, die unterschiedliche Wege bestreiten. Also kein Grund für ständige Provokationen durch Herrn Gompper.

Die Ausschöpfung rechtlicher Möglichkeiten ist das Recht jedes einzelnen Bürgers; dies anzuprangern ist lächerlich. Uns geht es nicht um das Verhalten der Forstverwaltung oder gar der Förster an sich, sondern um die hohen Holzentnahmen und die Art der Bewirtschaftung. Wir wollen keine neu errichteten Rückegassen für den Einsatz von Harvestern u. a. im kleinen Lachwald!

Denn auch und gerade aus Fachkreisen, kommt heftige Kritik an den Folgen einer zu stark gewinnorientierten Forstwirtschaft. Insgesamt sprechen die Forschungsergebnisse zu einer sanfteren Bewirtschaftung unserer Wälder unter besonderer Rücksicht auf ihre Rolle als enorm wichtiges Ökosystem eine klare und einheitliche Sprache. Nur ein intakter Wald mit Bäumen aller Altersstufen, der sich selbst entwickeln und dem Klimawandel anpassen kann, wird auch als großer CO2 Speicher zu den aktuellen Zielen der Klimapolitik nachhaltig beitragen. Dies gilt für den Lachwald, wie auch für alle anderen Wälder Deutschlands.

Zur Erreichung dieser und weiterer Ziele hat sich im Juli 2017 ein Dachverband der Bürgerinitiativen zum Schutz der Wälder in Deutschland gegründet, die BundesBürgerInitiative Waldschutz (BBIWS). Nicht nur Naturfreunde, sondern auch Förster, Forst-wissenschaftler, Botaniker, Biologen, Insektenforscher und Waldökologen mit teilweise langjähriger (Berufs-) Erfahrung in alternativen Bewirtschaftungsmethoden fordern zum Aufbau, Schutz und der Bewahrung naturnaher Wälder auf.

Aus den genannten Gründen betrachten wir die Kritik an uns als gegenstandslos.

 

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28.01.2019

Bürgerinitiative der Waldfreunde Königsdorf meldet Erfolg im Waldschutz

- keine Harvester mehr im "Königsdorfer Wald"

 

 Die Bürgerinitiative berichtete heute über ihren erfolgreichen Einsatz in Nordrhein-Westfalen.


BI Königsdorf meldet kein Einsatz von Harvester mehr – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze

 

Zuvor entstanden im Königsdorfer Wald durch Einsatz von Harvestern sehr massive Schäden im Wald und auf den Wegen. Mit Hilfe des dortigen Ministeriums ist es nun gelungen, dass jetzt Fällungen nur noch motormanuell und das Rücken mit Pferden durchgeführt werden. Auf den Einsatz von Harvestern wird ganz verzichtet. Mit Rückendeckung und Protest der Bürgerinnen und Bürger wurde die Initiative am Waldpflegeplan beteiligt und konnte zusätzlich erreichen, dass Laubbaume älter als 60 Jahre nicht mehr geschlagen werden! Ein Paradebeispiel für den Umgang in den städtischen Wäldern Stutensees.

 

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Gemeinderatssitzung am Montag, 28.01.2019, 18.00 Uhr im Rathaus Blankenloch

 - werden jetzt die Anliegen der Bürger berücksichtigt?

 

Obwohl der Beschluss des Stutenseer Gemeinderats zur Durchführung von Forstwirtschaftsmaßnahmen erst Gültigkeit vom 1.1.2019 bis zum 31.12.2019 erlangt hat, ist das Forstamt bereits im letzten Jahr ohne entsprechende Genehmigung vorgeprescht und hat laut eigenen Angaben 730 Bäume zur Fällung markiert. Gleichzeitig wurde auf der städtischen Homepage sowie in der Stutensee-Woche und weiteren Medien der Beginn der Durchforstung bereits für Dezember angekündigt. Wer so etwas zuließ, musste aufgrund unserer Reklamation zwangsläufig die Arbeiten unterbinden.

In ganz Deutschland wurden 2017 im Bundesdurchschnitt 4,7 Festmeter (m³) pro Hektar gefällt.

Im Lachwald wurden 2017 nachweislich 15,4 Fm pro Ha (350 Bäume) gefällt, also das 3-fache!

Jetzt entscheidet der Gemeinderat von Stutensee, ob sofort 32 Festmeter pro Hektar (730 Bäume) gefällt werden. Das wären mehr als das 6,5-fache des Bundesdurchschnitts!

Dieser gewaltige Holzeinschlag hat mit nachhaltiger Holzwirtschaft nichts mehr zu tun und wäre respektlos gegenüber dem Bürgerentscheid, der besagt, „dass der Lachwald in seiner jetzigen Form erhalten bleibt“. Nachhaltig ist die Holzwirtschaft nur dann, wenn dem Wald so viel Holz entnommen wird, wie im gleichen Zeitraum nachwachsen kann. Wir haben uns seit Wochen dafür eingesetzt, dass eine behutsame und schonende Holzwirtschaft im Lachwald durchgeführt werden soll. Hierzu gehört auch eine Reduzierung des Holzeinschlags auf das Niveau des Bundesdurchschnitts. Wir haben Briefe ins Rathaus und an alle Gemeinderätinnen und Gemeinderäte geschrieben, Kritik an den beabsichtigten Maßnahmen geäußert, Vorschläge unterbreitet und mit der Oberbürgermeisterin gesprochen. Sie wird, wie auch wir, die Problematik nochmals vor der Entscheidung im Gemeinderat darstellen.

Der Lachwald gehört allen Bürgerinnen und Bürgern von Stutensee und nicht nur den gewählten Vertretern. Wir wollen deshalb ein aktives Mitspracherecht über die weiteren Entwicklungen.

Wir fordern die Verantwortlichen auf, die versprochene Akzeptanz des Bürgerentscheids unter Beweis zu stellen und den Lachwald in der jetzigen Form zu erhalten. Außerdem fordern wir einen respektvollen Umgang mit dem Bürgerentscheid, die Bindungswirkung zu beachten und eine dauerhaft behutsame und naturnahe Waldbewirtschaftung für den kleinen Lachwald.

Die Bürgerinnen und Bürger haben dort ein Wohngebiet abgelehnt und wollen stattdessen auch keine Holzfabrik! 

Es kann doch nicht sein, dass die Bürgerinnen und Bürger von Stutensee sich diese Forderungen abermals in Sachen Lachwald durch ein Bürgerbegehren erkämpfen müssen

– und das noch vor der Kommunalwahl !!!


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24.01.2019 Bericht im BadenTV

Hardtwald Karlsruhe/Stutensee - Kahlschlag angesagt

 

Baden TV Aktuell – Donnerstag, 24.01.2019

Schwere Harvester werden für Baumfällarbeiten im Hardtwald auf Gemarkung Stutensee eingesetzt


Die oben im Video des BadenTV gezeigten eingesetzten schweren Maschinen (Harvester) im Hardtwald (1000 Hektar Fläche), sind auch für den Einsatz im 11 Hektar kleinen Lachwald vorgesehen. Dazu müssen die bestehenden schmalen Wege verbreitert und zusätzlich neue Schneisen, sogenannte Rückegassen, in den Wald geschlagen werden, völlig unabhängig vom Zustand der Bäume.


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20.01.2019

Bindungswirkung von Bürgerentscheiden -

Anspruch auf Beachtung eines Bürgerentscheids

 

Kurz und prägnant:

Bürgerentscheide erhalten die Wirkung eines Gemeinderatsbeschlusses mit dauerhafter Bindungswirkung. Die Bindungsfrist ist kein Verfallsdatum des Bürgerentscheids, sondern bedeutet, dass er innerhalb von drei Jahren nur durch einen neuen Bürgerentscheid abgeändert werden kann. So ein Bürgerentscheid kann nicht nur aus der Bevölkerung über ein Bürgerbegehren initiiert, sondern auch mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen aller Mitglieder des Gemeinderats beschlossen werden. Ein „normaler“ Gemeinderatsbeschluss hat dagegen keine Bindungsfrist und kann deshalb jederzeit geändert oder zurückgenommen werden. Er darf den Inhalt des Bürgerentscheids nicht einschränken, alle Wähler und Wählerinnen der Gemeinde haben gegebenenfalls ein Klagerecht.

 

Nach Feststellungen des Arbeitskreises von Mehr-Demokratie.de im Positionspapier vom 13.08.2018 kann ein Bürgerentscheid wie ein Organbeschluss eine Weiche für alle Zukunft stellen, weil eine bestimmte Gelegenheit sich nicht wiederholt, oder einen Sachverhalt nur für eine Weile regeln, zumal Verhältnisse und Einsichten sich verändern. Der Respekt vor dem Souverän gebietet hier besondere Behutsamkeit. Gesetzliche Bestandsfristen können nur gröbere Verstöße vermeiden. In Baden-Württemberg beträgt diese Bindungsfrist 3 Jahre. Eigentlich könnte auf diese Bindungsfrist verzichtet werden, weil diese allzu oft als Verfallsdatum des Bürgerentscheids missverstanden wird.

Der VGH Baden-Württemberg entwickelte mit Beschluss vom 06.11.2014 - Az.: 1 S 1596/14 amtliche Leitsätze, die auch für den Bürgerentscheid Stutensee Bindungswirkung haben:

1. Der Senat beschloss, dass nur durch die Zuerkennung eines subjektiven Rechts für den einzelnen Bürger die Sperrwirkung eines Bürgerentscheids im Klageweg gegenüber den Gemeindeorganen gesichert und durchgesetzt werden könne. Vergleichbar sei die Rechtslage mit der, dass dem einzelnen Bürger ein Recht auf gerichtliche Überprüfung von Verfahrensverstößen bei der Durchführung eines Bürgerentscheids zustehe. Maßgeblich für die Einräumung eines aus der Bindungswirkung folgenden Individualrechts ist, dass der gültige Bürgerentscheid die Wirkung eines Gemeinderatsbeschlusses hat, die Bürgerschaft aber kein Organ der Gemeinde ist und ihr daher keine Rechtsschutzmöglichkeiten zur Verfügung stehen, wenn Gemeindeorgane oder die Aufsichtsbehörde die Bindungswirkung eines Bürgerentscheids missachten. Die vom Gesetz intendierte Wirkung eines Bürgerentscheids kann daher nur erreicht werden, wenn dem einzelnen Gemeindebürger ein subjektives Recht auf Beachtung der Bindungswirkung eingeräumt wird.

2. Ein Bürgerentscheid entfaltet Bindungswirkung hinsichtlich der Angelegenheit, über die die Bürgerschaft entschieden hat. Für die Bestimmung der Angelegenheit ist der sogenannte Empfängerhorizont maßgeblich, das heißt, entscheidend ist, wie die Bürger aus objektiver Sicht den Gegenstand des Bürgerbegehrens auffassen durften. Die Bindung an einen Bürgerentscheid erstreckt sich auf dasselbe (identische) Vorhaben aber auch auf gleichartige Vorhaben, bei denen das zum früheren Bürgerentscheid gestellte Vorhaben nur geringfügig oder nur im Detail geändert worden ist.

Aus den genannten Gründen erwarten wir, dass der Gemeinderat unter Beachtung des Bürgerentscheids die erforderliche Korrektur des Genehmigungsbeschlusses für die Forstarbeiten vornimmt.


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09.01.2019

Lachwald - nachweislicher Holzeinschlag im Übermaß

 

Die Anzahl der vom Holzeinschlag betroffenen Bäume im Jahr 2019 ergibt sich aus dem Genehmigungsbeschluss des Gemeinderats vom 26.11.2018 für den vom Forstamt aufgestellten Nutzungs-, Kultur- und Bewirtschaftungsplan. Maßgeblich ist die Seite 4 der dazugehörenden Anlage, der „PPV 2a -Übertragungsbeleg: Nutzungsplan nach Sorten“. Für den Laien ist es eine unübersichtliche und unverständliche Tabelle, also trotz Veröffentlichung auf der Homepage der Stadtverwaltung das Gegenteil von Transparenz.

Aufgrund unserer Einwände im Rahmen der Fragestunde in der Gemeinderatssitzung im Dezember sagte Frau Becker zu, dass sie das Thema nochmals Ende Januar im Gemeinderat zur Debatte stellt. Dadurch ergäbe sich die Option, in der Vorbereitungsphase zur Debatte Bürgernähe und Transparenz zu praktizieren.

Grundlage ist der Gemeinderatsbeschluss zur Forsteinrichtungserneuerung vom 22.05.2017, zufällig dem Tag, als auch die Bebauung des Lachwalds beschlossen wurde. Das sogenannte „Forsteinrichtungswerk“ für den Stadtwald Stutensee beinhaltet Zustandsberichte und Planungen von Forstarbeiten über einen Zeitraum von mehreren Jahren.

Unsere BI wurde inzwischen mehrfach gebeten, das Zahlenwerk näher zu erläutern und das Übermaß der Fällungen aufzuzeigen. Dies ist zwar nicht unsere Aufgabe; wir haben es dennoch versucht, obwohl die Vielzahl der zur Fällung rot markierten Bäume im Lachwald deutlich den geplanten Holzeinschlag aufzeigen.

Der Forstbetrieb für den Stadtwald Stutensee umfasst eine Holzbodenfläche von 223 Hektar. Von Forstarbeiten sind 2019 aber nur Teile der dem Stadtwald zugehörigen Wälder betroffen. Die Waldflächen sind in Distrikte gegliedert. Nachfolgend die von Fällungen betroffenen Distrikte:


Distrikt 1: Lachwald mit einer Waldbodenfläche von 11 Hektar

Distrikt 2: Hinterau*, mit einer Waldbodenfläche von 41,5 Hektar

                  *Hinterau setzt sich zusammen aus den Abteilungen 1 bis 4

                   Abt. 1: Auwald mit 9,5 Ha, Abt. 2: An der Schließ 11 Ha,

                   Abt.  3: Lausbuckel mit 11 Ha und Abt. 4: Hasenbruch mit 10 Ha

Distrikt 3: Lochenwald* mit einer Waldbodenfläche von 70 Ha

                   *Das Gebiet des zum Schonwald erklärten Lochenwalds beträgt 84 Ha

                   Davon entfallen rd. 14 Ha auf die Wasserfläche des Stafforter Baggersees,

                   die zur Berechnung abgezogen wurden


Geplante und durch Gemeinderatsbeschluss genehmigte Mengen des Holzeinschlags, unterteilt nach Distrikten, so dass ein Vergleich der Stadtwaldflächen mit dem Lachwald möglich ist:

Lachwald 11 Ha:    350 Fm (Festmeter) sind 730 Bäume = 66,36 Bäume pro Ha

Hinterau 41,5 Ha:  100 Fm entsprechen ca. 210 Bäume  = 5,06 Bäume pro Ha

Lochenw. 70 Ha:    140 Fm entsprechen ca. 294 Bäume = 4,2 Bäume pro Ha


Daraus ergibt sich bei einer Berechnung mit 5 Bäumen pro Hektar auf den Lachwald bezogen (grober Durchschnitt von Hinterau und Lochenwald) eine maximale Fällung von 55 anstatt der beabsichtigten 730 Bäume.

Wir fragen ernsthaft, warum ein derartiger Gemeinderatsbeschluss nach dem Bürgerentscheid sein muss, obwohl der Holzeinschlag im vergangenen 10-Jahresdurchschnitt deutlich darunter lag. Die Wählerinnen und Wähler erwarten Antworten von der Verwaltung und den Fraktionen.


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SPIEGEL -  Bericht  "Auf dem Holzweg"

- Unterzeichnen Sie die Petition Wald-statt-Holzfabrik/Forderung zur Gesetzesänderung  -

Die Petition wird unterstützt von Förster Peter Wohlleben, dem bekannten Buchautor

 

Ende April haben 85.000 Personen unterschrieben, nächstes Ziel ist 150.000

 

 

Der Spiegel berichtet in seiner neuesten Ausgabe Nr. 2 vom 5.1.2019  "Auf dem Holzweg" von Autor Philip Bethge ausführlich über uns Waldschützer, die Aktivität der Bürgerinitiativen, den Zusammenschluss zur Bundesbürgerinitiative Waldschutz (BBIWS) und unsere Forderung, der fortschreitenden Ausbeutung unserer Wälder per Gesetz Einhalt zu gebieten!


Unterstützen Sie uns! Unterzeichnen Sie die Petition entweder online oder zum Ausdrucken:

Online-Petition: Wald-statt-Holzfabrik/Forderung zur Gesetzesänderung


Sie können damit beitragen, dass die Natur in unseren Wäldern erhalten bleibt.

Dafür kämpfen wir! Weitere Infos zum Waldschutz auf der Homepage:

www.bundesbuergerinitiative-waldschutz.de


Spiegelbericht "Mein Wald gehört mir" – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze


Link zum Spiegelvideo:   die Wut der Waldschützer

Link zur Spiegelausgabe: mein Wald gehört mir

 

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22.12.2018

Lachwaldbegehung  -  keine Klärung des Konflikts

 

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger hatten sich zur wiederholten Lachwaldbegehung am 22.12.2018, um 10 Uhr, eingefunden. Dieses Mal erfolgte die Einladung durch Frau Oberbürgermeisterin Becker, die auch die Gäste vor Ort begrüßte.

Warum die Veranstaltung?

Wie von uns erwartet, hat der erneute Rundgang zur Klärung der entstandenen Konfliktsituation zwischen Bürgerentscheid und Gemeinderatsbeschluss nicht beigetragen. Vielmehr erklärte der Vorgesetzte des Försters gleich zu Beginn der Veranstaltung, dass das Forstamt lediglich als Dienstleister auftritt und die Genehmigung der geplanten Maßnahmen durch Gemeinderatsbeschluss erteilt worden sei. Er sei der Meinung, die Verantwortung liege allein bei der Stadt und ein Genehmigungsbeschluss des Rats läge vor. Auf den Bürgerentscheid angesprochen, wies er darauf hin, das Vergangene hinter sich zu lassen und in die Zukunft zu sehen. Genau das wurde vom Forstamt praktiziert. Die jetzige Planung beruht laut eigenen Angaben auf das Forsteinrichtungswerk für den Stadtwald Stutensee, genehmigt durch Gemeinderatsbeschluss im Frühjahr 2017. Allerdings fand im Februar 2018 ein Bürgerentscheid statt, der besagte, dass der Lachwald in seiner jetzigen Form erhalten bleibt. Der Bürgerentscheid erhielt die gleiche Wirkung wie ein Gemeinderatsbeschluss, der auch hinsichtlich des Lachwalds Einfluss auf das Forsteinrichtungswerk für den Stadtwald Stutensee nimmt. Das Forstamt ist Behörde des öffentlichen Rechts und Gemeinderatsbeschlüsse sind verbindlich.

Der „schwarze Peter“ wurde durch das Forstamt der Stadt zugeschoben. Insofern trifft die Hauptverantwortung Frau Oberbürgermeisterin Petra Becker, als Vertreterin unserer Stadt. Sie hat den Forstwirtschaftsplan für den Stadtwald Stutensee, der den Bürgerentscheid nicht berücksichtigte, somit als mangelbehaftete Beschlussvorlage dem Gemeinderat zur Genehmigung vorgelegt. Vor Ort beteuerte sie zwar, den Lachwald während ihrer Amtszeit erhalten zu wollen, war jedoch in der Gemeinderatssitzung im Dezember 2018 trotz den von uns vorgetragenen rechtlichen Bedenken der Ansicht, dass die Verjüngung, wie sie der Gemeinderat im Forstwirtschaftsplan 2019 beschlossen hatte, „angemessen und notwendig“ sei, um den Wald für die nächste Generation zu erhalten. Wir werden dies nochmals zum Anlass nehmen, die Verantwortlichen unserer Stadt ausführlich auf die Konfliktsituation hinzuweisen und im Rahmen einer konstruktiven Kritik Vorschläge unterbreiten.

 Warum plötzlich eine Umbauung des Lachwalds?

Beim Waldumbau werden unzufriedenstellende Bestände (Baumarten und Struktur) verändert. Das Forstamt will neben der Entnahme von geschädigten Bäumen aufgrund der langen Trockenheit zusätzlich auch die Mischbaumförderung sowie die Förderung und Verjüngung der Eichen vornehmen. Dabei ist nicht nachvollziehbar, warum laut Beschlussanlage 10 Festmeter Eichen gefällt werden sollen, obgleich man vorgibt, Eichen fördern zu wollen.
Baumfällungen im Übermaß durch Beschluss Gemeinderat Stutensee Waldumbau Rundgang mit OB Becker zur Inaugenscheinnahme der zur Fällung markierten Bäume – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze
Beim ersten Rundgang erläuterten die Verantwortlichen, dass diese Maßnahmen 700 Festmeter Holz betreffen und über einen Zeitraum von 10 Jahren hinweg erfolgen werden, beim 2. Rundgang wurde auf Nachfrage mitgeteilt, dass als erste Maßnahme inzwischen 730 Bäume für den Holzeinschlag gekennzeichnet wurden.
Beim zweiten Rundgang ergaben zahlreiche Fragen einerseits, dass sich der Lachwald in einem guten Zustand befindet, aber andererseits so viele Fällungen in 2019 und im Folgejahr erforderlich seien die evtl. sogar stellenweise Neuanpflanzungen notwendig machen werden.
Lachwald erhalten Baumfällungen im Übermaß Beschluss Gemeinderat Stutensee Waldumbau Rundgang mit OB Becker zur Inaugenscheinnahme der markierten Zukunfstbäume – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze
Der neue Rundgang führte auch an einem Baum vorbei, der mit einem großen „B“ gekennzeichnet war. Der Förster erläuterte, dass das „B“ für Biotopbaum stehe, der zwar für die Holznutzung weniger interessant sei, doch für das Leben im Wald von großer Bedeutung ist. Das Forstamt hat in diesen Bäumen besondere Bruthöhlen oder ähnliches gefunden. Leider haben wir danach bei einer planmäßigen Suche nach solchen Bäumen nur noch zwei weitere gefunden, die aber gleichzeitig mit der roten Abholzmarkierung versehen waren! Folglich würde es nach Ansicht der Forstleute nur einen Baum geben, der für die Brut erhaltenswert sei und es wären keine weiteren Brutstätten vorhanden.
Auch ist es nicht vorgesehen, weitere Totholzbäume stehen zu lassen. Totholz an sich werde jedoch im Wald zum Teil belassen. In welchem Umfang wurde nicht näher erläutert. Für das Ökosystem sind abgestorbene Bäume und Totholz in größerem Umfang als hier geplant jedoch sehr wichtig.

Jetzt plötzlich in kurzer Zeit so viele Bäume zu fällen würde bedeuten, dass schützende Kronendächer des Waldes aufreißen, der Boden austrocknet, das im Klimawandel überlebenswichtige feucht-kühle Waldklima schwindet und ungeliebte Pflanzen wie z. B. Dornenhecken sich im zukünftigen Sonnenlicht ausbreiten. Gleichzeitig werden die Angriffsmöglichkeiten für Sturmschäden gefördert und die Waldbrandgefahr steigt. Letzteres ist nicht unerheblich, weil Wohnhäuser im Süden und Osten direkt an den Lachwald grenzen. Hinzu kommt, dass der Verlust von Bäumen in diesem geplanten Maße gerade dazu beträgt, dass die verbliebenen Bäume der kommenden Dürren und Stürme nicht mehr standhalten könnten. Die Natur wird möglicherweise damit andere Bäume zum Sterben bringen, als die Forstwirtschaft zunächst herausgeschlagen hätte.

Was erwarten wir von den Verantwortlichen der Stadt?

Die Bürgerinnen und Bürger haben im Bürgerentscheid festgelegt, dass der Lachwald so bleiben soll, wie er ist. Die Planungen der Stadt zur Entwicklung des Lachwalds sind hieran zu orientieren. Angesichts des Bürgerentscheids sind die ökologischen Ziele deutlich in den Vordergrund zu setzen. Jetzt nach dem entstandenen Rechtskonflikt erwarten wir von den Verantwortlichen, dass eine Überarbeitung des Konzepts des Forsteinrichtungswerks für den Lachwald vorgelegt wird. Denn auch unter Berücksichtigung des Erholungszwecks, ist es in Erwägung zu ziehen, den Lachwald als sog. Schonwald zu definieren. Auf Nachfrage, welche Auswirkung eine solche Definition hätte, wurde erläutert, dass es für Schonwälder in der Regel besondere Schutzziele geben sollte. Also konkreten Artenschutz z.B. für Fledermäuse, Vögel, Flechten, Pilze, Pflanzen, etc. Für den Lachwald müsste dies zunächst ermittelt werden. Bevor also Maßnahmen durchgeführt werden, welche eine erhebliche Anzahl von Bäumen zerstört, ist es somit erforderlich, gemeinsam mit Fachleuten aus dem Naturschutz und der Forstwirtschaft das Ziel der Entwicklung des Lachwalds neu zu erarbeiten und zu definieren

 

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20.12.2018

BNN Artikel vom 20.12.2018 zum Konflikt Bürgerbegehren - Forstarbeiten

 

BNN Bericht zur geplanten Durchforstung des Lachwalds – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze

 

Im o. a. Artikel der Badischen Neuesten Nachrichten vom 20.12.2018, Ausgabe Hardt, wurde falsch zitiert: seitens unserer Bürgerinitiative "Lachwald-erhalten" wurde der Ausdruck "Bannwald" nicht verwendet, sondern der Begriff "Schonwald". Frei erfunden ist auch die Aussage, "er wünschte, dass dort (wie in einem Bannwald) gar nicht eingegriffen würde". Vielmehr wurde der Gemeinderat darauf hingewiesen, sich Gedanken zu machen, wie vor 11 Jahren bereits beantragt worden ist, den Lachwald als Schonwald einzustufen.

Bannwald ist ein sich selbst überlassenes Waldreservat. Pflegemaßnahmen sind nicht erlaubt; anfallendes Holz darf nicht entnommen werden. Die Forstbehörde kann Bekämpfungsmaßnahmen zulassen oder anordnen, wenn Forstschädlinge oder Naturereignisse angrenzende Wälder erheblich gefährden. Die Anlage von Fußwegen ist zulässig, aber auch ist eine Umzäunung möglich.

Schonwald ist ein Waldreservat, in dem eine bestimmte Waldgesellschaft mit ihren Tier- und Pflanzenarten, ein bestimmter Bestandsaufbau oder ein bestimmter Waldbiotop zu erhalten, zu entwickeln oder zu erneuern ist. Die Forstbehörde legt Pflegemaßnahmen mit Zustimmung des Waldbesitzers fest.

Unser Ansinnen ist nach wie vor der Erhalt des Lachwalds in seiner jetzigen Form. Wir werden uns weiterhin bemühen, der Stadtspitze und dem Gemeinderat Lösungen vorzutragen, die wir für den Lachwald für sinnvoll halten.

Wer dies als Aktionismus bezeichnet, kann sich nicht im Geringsten vorstellen, wieviel Engagement, Arbeit und Zeit unsere Bürgerinitiative, die Aktivisten sowie die vielen freiwilligen Helfer*innen bis zum Erreichen des Bürgerentscheids aufgebracht haben.

Herr Gompper distanzierte sich bereits im Frühjahr letzten Jahres, als er sich gegen das Bürgerbegehren aussprach; weshalb unsere BI "Lachwald-erhalten" extra zwecks dessen Durchführung mit dem Ziel eines Bürgerentscheids gegründet worden ist.


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20.12.2018

Zum Thema "nachhaltige Forstwirtschaft" -

Ist die Forstwirtschaft auf dem Holzweg?

 

Trotz neuesten Erkenntnissen und 25-jährigen Erfahrungen von Förstern in wissenschaftlicher Begleitung werden diese auch in Baden-Württemberg immer noch außer Acht gelassen.

Ursächlich ist die weltweite Nachfrage nach Holz. In den letzten 10 Jahren wurde in Deutschland ca. 25 Prozent mehr Holz geerntet als in den Jahren zuvor. Noch nie war der Holzpreis so hoch wie momentan. Der Kommerz steht im Vordergrund. Durch massive Holzeinschläge verschwinden immer mehr Bäume. Diese werden unabhängig von Alter und Krankheit gefällt, und das unter dem Deckmantel der sogenannten „nachhaltigen Holzwirtschaft“. Tatsächlich toleriert die Bundesregierung den doppelten Holzeinschlag in Deutschland, als nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen im gleichen Zeitraum an Holz nachwachsen kann. Es gibt bereits eine Gemeinschaft von Bürgerinitiativen aus ganz Deutschland, welche für eine ehrlich nachhaltig naturnahe Waldwirtschaft steht: die BundesBürgerInitiative WaldSchutz.

Homepage: www.bundesbuergerinitiative-waldschutz.de

Gemeinsam wird gegen die zunehmende Ausbeutung unserer Wälder gekämpft. Momentan läuft eine Waldschutzpetition zur Änderung des Bundeswaldgesetzes, um mehr Schutz für unsere Wälder zu erreichen. Die Waldschützer fordern für die öffentlichen Wälder eine sanfte und naturnahe Bewirtschaftung, damit der Wald wieder vorrangig ein natürlicher Lebens- und Erholungsraum wird, wie es im Urteil des Bundesverfassungsgerichtes festgelegt ist.

(Urt. v.31.05.1990, NVwZ 1991, 53).

Online-Petition: change.org/wald-statt-holzfabrik

Es ist immer schwierig und umfangreich, gegen den Strom zu schwimmen. Unserer Initiative ist es dennoch gelungen, dass die Stutenseer Wähler*innen über das Schicksal des Lachwalds in seiner jetzigen Form entscheiden konnten. Das Wahlergebnis beeindruckte allemal. Es zeigt deutlich, wie vielen Menschen es in Stutensee ganz wichtig ist, Wald zu erhalten. Jetzt liegt es an unserer Stadt mit Taten zu zeigen, dass die versprochene Akzeptanz des Bürgerentscheids entsprechend umgesetzt wird.

Als Eigentümer des Waldes wäre die Stadt in der Lage, in Anlehnung an das Lübecker Modell selbst zu bestimmen, wie zukünftig die Waldpflege erfolgen soll. Nach dem Motto: weniger ist mehr, bedeutet dies für den Wald weniger Eingriffe und mehr Naturschutz.

Das nachfolgende Youtube Video über das Lübecker Modell zeigt Alternativen deutlich auf. So zum Beispiel, dass viele Pflegeeingriffe durch Förster in der Vergangenheit nicht förderlich waren; wie auch das Herausnehmen von jüngeren Bäumen im Umkreis eines besonders erhaltenswerten Baumes im Rahmen der Durchforstung. Sowohl aus ökonomischer, als auch ökologischer Sichtweise sind solche Eingriffe z.B. bei ausgewachsenen Buchen völlig sinnlos. Es ist viel vorteilhafter, hier nicht einzugreifen und Störungen im Wald zu vermeiden.

Forst BW hat eigene Ansichten, aber über die Zukunft der Stadt und die Natur auf Gemeindeflächen entscheidet der Gemeinderat.

Video über die Waldwirtschaft im Stadtteil Lübeck:


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 17.12.2018

Öffentliche Gemeinderatssitzung

 

Bei der letzten Gemeinderatssitzung hat Joachim Heger als Sprecher der BI dem Gemeinderat die Konfliktsituation zwischen dem Bürgerentscheid und den geplanten übermäßigen Durchforstungsmaßnahmen vorgetragen. Hierbei wurden auch zwei Fragen an die Gemeinderatsvorsitzende und die Stadträte*innen gestellt:

1. "War Ihnen nach dem Vortrag der beiden Herren vom Forst das Ausmaß der geplanten Abholzung bewusst?"

Die Frage wurde mit folgendem Dreisatz ergänzt:Im vergangenen Jahr wurden 170 Festmeter im Lachwald abgeholzt, das waren ca. 350 Bäume;wenn jetzt 700 Fm abgeholzt würden, wären knapp 1500 Bäume betroffen, die ersatzlos gefällt werden würden.

2. "Wie viele Bäume wurden im Jahresdurchschnitt in den vergangenen zehn Jahren gefällt?"

Diese Frage ist von besonderer Bedeutung, denn durch die Beantwortung wird erkennbar, ob das Forstamt in seiner jetzigen Planung  der Durchforstung den jährlichen Durchschnitt einhält, leicht oder gravierend übertrifft. Ferner wurde auf die neuesten Erkenntnisse der Bürgerinitiative Lachwald-erhalten hingewiesen, dass die Streitigkeiten zwischen Bürgern und Verantwortlichen der Stadt sowie dem Forstamt seit Jahren andauern. Deshalb wurde darum gebeten, dauerhafte Lösungen noch vor der anstehenden Kommunalwahl zu finden und dabei auf einen vor 11 Jahren zurückliegenden Bürgerantrag auf die Einstufung des Lachwalds zum Schonwald verwiesen.

Frau Oberbürgermeisterin Becker hatte bereits aufgrund der Bitte unserer BI, den geplanten Beginn der Durchforstungsarbeiten in der 50. Woche ausgesetzt. Sie sagte in ihrer heutigen Antwort spontan zu, dass sie dem Gemeinderat die Angelegenheit im Januar  nochmals zur Debatte vorlegen werde.

Herzlichen Dank dafür!

Eine Antwort auf die 2. Frage werden wir vielleicht am 22.12.2018, 10.00 Uhr erhalten, wenn die Herren vom Landratsamt/Forstamt die geplanten Maßnahmen vor Ort im Lachwald vortragen werden.

Treffpunkt: Eingang Lachwald, Ende Akazienweg, Altglas Container


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13.12.2018

Waldfreunde melden weitere Erkenntnisse

 

Immer mehr Bürger stellen die unzähligen Markierungen im Lachwald fest. Sie berichten uns deshalb Details aus der Vergangenheit, die selbst uns überraschen:

  • Ein ehemaliger Revierleiter des Forstamts soll sich aufgrund von damaligen Beschwerden dahingehend geäußert haben, dass in Sachen Lachwald erst Ruhe einkehren wird, wenn er seitens der Behörden als kleiner Stadtwald besonders geschützt wird.
  • Ein Waldbesucher beobachtet und verfolgt seit Jahren die Waldpflege im Lachwald. Er hatte sich die Daten der Baumeinschläge notiert und berichtete uns per E-Mail über seine Feststellungen in den vergangenen Jahren. Seine Sorgen begründet er u. a. mit dem heute schon stark geschädigten Waldboden:
  1. Massive Baumfällungen 2003
  2. Massive Baumfällungen 2007
  3. Massive Baumfällungen im vergangenen Jahr (2017).


Hierzu wurden die nachfolgenden Bilder von 2017 zur Verfügung gestellt:



Der Fotograf, Mitglied unser BI, befragte zu Beginn der Forstarbeiten im Frühjahr 2017 einen der Hauptverantwortlichen vom Forstamt (Name liegt uns vor), welches Ausmaß die Baumfällungen haben werden. Er bekam die Auskunft, dass ca. 80 bis 100 Bäume betroffen seien. Entsetzt stellte der Waldfreund danach die vielen Holzbeigen fest und fertigte fotografische Aufnahmen. Tatsächlich können darauf ca. 350 Stämme gezählt werden. Es sind nicht nur Kiefern, sondern auch Buchen und Eichen gefällt worden.
Solche Aussagen von Amtsträgern verunsichern die Bürger*innen und führen zu einem Vertrauensverlust


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Unsere Einschätzung und Gründe, die für eine behutsame Waldpflege sprechen

 

Offensichtlich wurde bei der Vorbereitung der Beschlussvorlage der Inhalt des Bürgerentscheids nicht berücksichtigt. Die Stadtspitze hat versäumt, den Lachwald separat zu behandeln. Anstatt dessen wurde das Landratsamt/Forstamt beauftragt, eine Konzeption/Plan für den gesamten Stadtwald Stutensee zu erstellen. Erhielt dieser Auftrag nicht den Hinweis auf Berücksichtigung des Inhalts vom Bürgerentscheid, wird eine Gesamtkonzeption erstellt. Die Forstverwaltung ist dabei an das Forsteinrichtungswerk gebunden. Es stehen laut Forst BW ökologische Gesichtspunkte im Vordergrund, aber auch kommerzielle Gründe müssen berücksichtigt werden.

Das heißt, je mehr Holzeinschlag erfolgt, desto größer wird der Gewinn.

In der Literatur wird übermäßiger Holzeinschlag oft kritisiert. Die Waldpflege sollte behutsam vorgenommen werden:

  • denn wenn zu viele Bäume auf einmal gefällt werden, ist der Wald dort, wo sich bisher dicht an dicht stehende Bäume gegenseitig gestützt haben, über Jahre hinweg besonders anfällig für Sturmschäden.
  • greift man in Wälder zu intensiv ein, werden die einzelnen Bäume zwar von der Konkurrenz befreit, verlieren aber auch die stützende Wirkung der Nachbarbäume
  • die Argumentation der Ausdünnung fördert insbesondere einen schnelleren Wuchs und folglich einen schnelleren und größeren Ertrag im Rahmen der Forstwirtschaft
  • die Lücken im Kronendach sollten gezielt und nicht zu großflächig geschaffen werden. Sonst besteht die Gefahr, dass lichtliebende Gräser diese sonnigen Plätze besiedeln, junge Bäume überwachsen, sie verdrängen und mit ihnen um Wasser und Nährstoffe konkurrieren. Der erfahrene Forstexperte tastet sich deshalb mit Fingerspitzengefühl in Richtung eines lichteren Waldbestandes, indem er einzelne Bäume zu Gunsten anderer entnimmt. Danach gönnt er dem Wald immer etwas Zeit, um auf die veränderten Bedingungen zu reagieren, bevor er weitere Maßnahmen durchführt.
  • um den Wald zu stabilisieren, sollen im Rahmen der Waldpflege insbesondere kranke, schwache und qualitativ schlechte Bäume entnommen werden.
  • je mehr Bäume gefällt werden, desto größer wird die Gefahr, dass angrenzende erhaltenswerde Bäume durch die Maßnahmen in Mitleidenschaft gezogen werden.
  • nicht zu unterschätzen ist die Verdichtung des Waldbodens sowie Beschädigungen der Wurzeln benachbarter Bäume durch die bei Fällung und Transport eingesetzten schweren Maschinen. Auch Kleinstlebewesen werden dadurch zermalmt.
  • Forst BW favorisiert aufgrund des Klimawandels die "Umbauung" unserer Wälder. Hierunter ist die Umgestaltung von Monokulturen in Mischwälder zu verstehen. Der Lachwald ist seit langer Zeit ein Mischwald, hier müssen keine extremen Maßnahmen vorgenommen werden. Der Vorteil von Mischwäldern ist, dass sie langfristig physikalisch und ökologisch stabil bleiben und für Waldschäden wenig anfällig sind.


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 12.12.2018:

Unsere Antwort an Frau Becker

 

Wir haben bemängelt, dass wir die Wiederholung des Vortrags nicht für sinnvoll halten, weil bereits der Genehmigungsbeschluss für die Forstarbeiten gefasst wurde. Weiterhin kritisierten wir die Festlegung des Termins in die Ferienzeit am letzten langen Einkaufstag vor Weihnachten.

Wir wiederholten nochmals unser Anliegen: die Korrektur des Forstbeschlusses hinsichtlich des Lachwalds, damit die Konfliktsituation mit dem Bürgerentscheid beendet wird, weil dieser die gleiche Wirkung wie ein Gemeinderatsbeschluss erlangt hat.

Ferner haben wir auf die Möglichkeit von Planungs- und Vorbereitungsmaßnahmen wie z. B. das Suchen und Bestimmen von Ausgleichsflächen für eine Aufforstung hingewiesen, falls der Lachwald im Sinne der Forstverwaltung in ein paar Jahren strukturell umgewandelt und schonend ausgedünnt werden sollte.


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11.12.2018:

Antwort aus dem Rathaus führt zur Krisenbesprechung bei der BI

 

Frau Becker teilte uns mit, dass zur weiteren Information am Samstag, 22. 12.2018, um 10.00 Uhr  ein Vor-Ort-Termin im Lachwald stattfinden wird, wo die Herren von Forst BW die geplanten Maßnahmen nochmals erläutern werden und für Fragen zur Verfügung stehen.

Gleichzeitig wurde angekündigt, dass der Beginn der forstwirtschaftlichen Maßnahmen vor dem Begehungstermin nicht erfolgen wird.

Wir hatten keine Wiederholung der Veranstaltung gefordert. Auf unser Anliegen ist Frau Becker mit keinem Wort eingegangen. Dies hat uns veranlasst, eine spontane Krisensitzung der BI einzuberufen.

Nach Prüfung aller Gegebenheiten sowie der Rechtslage herrschte Einigkeit von unserer Seite, den Lachwald weiterhin vor Übergriffen zu schützen. Das erwarten auch die besorgten Bürger, welche uns erneut Unterstützung angeboten haben.


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10.12.2018:

- Eingang weiterer Informationen -

Bereits 2007 Unterschriftensammlung mit Versprechen der Stadtspitze auf Verzicht von Baumfällungen

 

Im Schreiben an OB´in Becker teilten wir folgendes mit (Auszug):"Bisher wurde der Lachwald nachhaltig bewirtschaftet und Stadtverwaltung, Gemeinderat sowie das Forstamt selbst und auch die Bürger, waren offensichtlich immer mit dem Arbeitsergebnis zufrieden – jahrzehntelang war alles gut, jetzt plötzlich sollen übereilt massenhaft Bäume gefällt werden."

Baumfällungen im Übermaß und Unterschriftenliste für Antrag auf Schonwald – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze

Einen Tag nach unserem Schreiben ins Rathaus teilte ein Anwohner des Lachwalds mit, dass es seit Jahren Konflikte wegen Baumfällarbeiten im Lachwald gibt. Er berichtete uns, dass der  Streit um die Baumfällungen  seit Jahren andauert und Versprechungen der Stadtspitze nicht eingehalten wurden. Die Bürger waren also mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Wir erfuhren zum ersten Mal, dass die Baumfällungen seit vielen Jahren ein Streitfall zwischen Büchigern und Stadt bzw. Forstamt sind.

Unterschriftensammlungen und Anträge gab es also bereits lange vor den Bürgerinitiativen. Schon vor 11 Jahren hatte eine Büchiger Gruppe festgestellt, dass durch Holzeinschlag der Waldboden die Grenze der Belastbarkeit erreicht hatte. Sie sammelten 174 Unterschriften und legten sie dem damaligen OB Demal vor. In der Folgezeit gab es auch eine Zusammenkunft mit den Entscheidungsträgern des Landratsamts. Herr Demal äußerte sich dahingehend, dass sich die Holzabschöpfung sowieso nicht lohne. Der Antrag auf Schonwald wurde verworfen mit dem Versprechen, dass es in den nächsten zwanzig Jahren keine Baumfällungen mehr im Lachwald geben werde!


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09.12.2018

Unsere Reaktion: Schreiben ins Rathaus

 

Wir entschlossen uns deshalb, Frau Oberbürgermeisterin Becker anzuschreiben und baten, die Arbeiten unverzüglich zu stoppen und eine Korrektur des Forstbeschlusses hinsichtlich des Lachwalds zu veranlassen.

Unser Anliegen haben wir damit begründet, weil durch den Genehmigungsbeschluss für  Forstarbeiten in diesem Ausmaß eine Konfliktsituation mit dem Bürgerentscheid entstanden ist.

Wir stellten klar, dass  ein derartiger  Holzeinschlag zwecks Umgestaltung in der Tabuzone Lachwald nicht zulässig ist. Hierzu schlugen wir vor, auf Ausgleichsflächen rund um den Lachwald aufzuforsten, damit in ein paar Jahren eine maßhaltige Verdünnung des Lachwalds durchgeführt werden kann. Durch diese Vorgehensweise könnte das ökologische Gleichgewicht einigermaßen erhalten bleiben.


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08.12.2018

Ankündigungen von Forstarbeiten

 

Baumfällungen im Übermaß und Ankündigung entsprechender Forstarbeiten auf meinstutensee.de und der städtischen Hompage von Stutensee – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze

Auf der Homepage der Stadt Stutensee stand der Hinweis, dass mit den Rodungsarbeiten bereits in der 50. Kalenderwoche begonnen werden soll. Auch auf der Internetplattform von meinstutensee.de (s. rechts) war der nebenstehende Artikel als Pressemitteilung der Stadt Stutensee eingestellt.

Warum werden die Baumfällarbeiten im Lachwald noch in diesem Jahr (ab 50 Kalenderwoche, also 10.12.2018) begonnen, obwohl der Gemeinderatsbeschluss für die Genehmigung erst ab 1.1.2019 Gültigkeit erlangt?


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Erkenntnisse werden bestätigt - viele Waldbesucher sorgen sich

 

Viele Bürger*innen meldeten sich bei uns und fragten aufgeregt an, "was wieder los sei".             Sie gingen nach dem Bürgerentscheid davon aus, dass der Wald geschützt ist. Irritationen, Empörung und Befürchtungen machten sich breit.

Beispiele, Bildergalerie Lachwald:

rot gekennzeichnete Bäume = Fällen beabsichtigt         weiße Punkte = erhaltenswerte Zukunftsbäume
                        

Ein Teilnehmer der Exkursion durch den Lachwald am 16.09.2018 berichtete uns über Aussagen, dass ca. 700 Festmeter zur Stärkung der bevorzugten Bäume wie z. B. Eichen entnommen werden. Begonnen werde zuerst im nördlichen Teil des Lachwalds. Grob überschlagen übertrifft diese Menge unsere Einschätzung mit weit über 1000 Bäumen. 


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 07.12.2018:

Erste Erkenntnisse zum Ausmaß einer massiven Rodung

 

Schon im Verlauf der 1. Dezemberwoche wurden immer mehr Baumgruppen und einzelne Bäume von Forst BW mit roter Farbe markiert. Wir erhielten Hinweise, dass im Lachwald insgesamt

über 1000 Bäume

den Rodungsarbeiten zum Opfer fallen sollen.

Die wenigsten davon aus Verkehrssicherungsgründen oder durch Trockenschäden aufgrund des regenarmen Sommers.Der größte Anteil soll weichen, um die Umgestaltung des knapp über 10 Hektar kleinen Lachwalds herbeizuführen. Dies wurde optisch durch weitere Forstzeichen an den Bäumen dokumentiert.


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26.11.2018:

Gemeinderatsbeschluss zur Durchforstung des Lachwalds

 

Im Rahmen der Gemeinderatssitzung am 26.11.2018 bat Oberbürgermeisterin Becker Vertreter des Landratsamts/Forstamts den Nutzungs-, Kultur- und Bewirtschaftungsplan für das Forst-wirtschaftsjahr 2019 (01.01.2019 -31.12.2019) dem Gemeinderat vorzustellen.

Dabei wurde berichtet, dass im Lachwald Holzeinschlag nicht nur aus Gründen der Verkehrssicherheit, sondern auch wegen Trockenschäden aufgrund des regenarmen Sommers erforderlich wären, sowie eine Umgestaltung des Baumbestands beabsichtigt sei. Hierbei wurde eine Verbesserung der Waldstruktur angesprochen, was eine Ausdünnung zur Folge habe. Man könne z. B. den Wuchs nachwachsender Bäume verbessern um mehr Freiraum für die wertvollen Eichen zu gewinnen.

Die Menge des Holzes, welches dem Wald entnommen werden darf, ist im "Forsteinrichtungswerk" geregelt. Im Prinzip gilt der Nachhaltigkeitsgrundsatz. Dieser besagt, dass dem Wald in einem Jahr nur soviel Holz entnommen werden darf wie gleichzeitig nachwachsen kann. Muss mehr Holz entnommen werden, ist das in den Folgejahren auszugleichen. Die Fachvorträge bezogen sich auf die Vorgehensweise von Forst BW. In der Literatur sind oftmals andere Auffassungen über die Waldpflege zu finden. Aufgrund der Vorträge in der Gemeinderatssitzung war das Ausmaß des erwähnten Holzeinschlages nach unserer Auffassung nicht abschätzbar.

Im Anschluss erfolgte die Genehmigung der vorgetragenen Maßnahmen durch Gemeinderatsbeschluss.


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Achtung - trotz Bürgerentscheid sollen im Lachwald über 1000 Bäume fallen

 

Bilder mit rot markierten Baumgruppen. Sie alle sollen nach dem Willen der Stadt gefällt werden


Wir erinnern - auf dem Wahlzettel wurde folgende Frage gestellt:

"Sind Sie dafür, dass der Lachwald in seiner jetzigen Form erhalten bleibt und der Beschluss des Gemeinderats zur Aufstellung eines Bebauungsplans Lachwald II aufgehoben wird ?"

Die Wähler*innen von Stutensee haben im Februar 2018 bei einer hohen Wahlbeteiligung für den Erhalt des Lachwalds in seiner jetzigen Form gestimmt. Gleichzeitig wurde dadurch der bereits gefasste Bebauungsbeschluss des Gemeinderats hinfällig und der Bürgerentscheid erhielt die gleiche Wirkung wie ein Gemeinderatsbeschluss.


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Winter 2018/2019

Schneemann im Lachwald am Jahresende 2018


Weihnachten 2018 mit Schneemann im Lachwald – Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Wegen Waldkrise Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald Natur und Klima mit der Forderung um mehr Beachtung von Naturschutz und Klimaschutz sowie Reform der Waldgesetze