Bürgerbegehren und Bürgerentscheid Lachwald Stutensee
Bürgerinitiative für den Erhalt der Natur in Wäldern, Landschaftsschutzgebieten und Grünzäsuren

AKTUELLES – Informationen zur Waldkrise u. a.

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04.04.2020  

FORSTMÄRCHEN – 5. Teil : 

"Einsatz von Rückepferden ist Tierquälerei"


FORSTMÄRCHEN – 5. Teil :

Der Kommunalwald von Stutensee wird vom zuständigen Forstamt des Landratsamts Karlsruhe bewirtschaftet. Im Februar 2020 wurde ein Teil der Büchiger Hardt durchforstet. „Naturnah“, wie es dem zuständigen beschließenden Ausschuss der Gemeinde Stutensee vor dem Beschluss zur Waldbewirtschaftung für das Jahr 2020 durch die Anwesenden des Forstamts vermittelt wurde. Stattdessen wurden schwere, waldbodenzerstörende Erntemaschinen wie Harvester und Forwarder eingesetzt. Bereits bei der Lachwaldbegehung am 22.12.2018 wurde von einer Mitbürgerin auf den möglichen Einsatz von Rückepferden hingewiesen. Was andernorts problemlos möglich ist, wurde von einem der Förster als Tierquälerei abgetan. Obwohl es sich gerade auch in kleineren Waldstücken anbietet.

Besonders interessant: der Stadtwald Büchiger Hardt ist seit 20 Jahren Teil des Landschaftsschutzgebietes „Blankenlocher Wiesen“. Laut der entsprechenden Verordnung des Landratsamtes Karlsruhe ist im dortigen Landschaftsschutzgebiet eine ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung festgeschrieben. Das Forstamt, Teil dieses Landratsamts, kümmert es offensichtlich nicht. Entlang des Hauptweges wurden links und rechts ca. alle 20 m Gassen für die schweren Erntemaschinen angelegt. Der Waldboden ist für Jahrzehnte geschädigt.
Update: wir wurden informiert, dass die Büchiger Hardt im Landschaftsschutzgebiet "Bruchwaldgebiet der alten Kinzig-Murg-Rinne" liegt. Eigentlich noch schlimmer, denn damit liegt die Waldfläche bereits seit dem Jahre 1965 in einer Schutzzone, wird aber nicht schutzwürdig bewirtschaftet.


Harvester-Schäden: Bilder aus der Büchiger Hardt nach der Durchforstung im Februar 2020


weitere Fotos hier


Wurden dadurch die Stadt und deren Bürgerinnen und Bürger auch geschädigt? Selbstverständlich! Es handelt sich bei der Büchiger Hardt um einen Teil des Stadtwaldes, der allen Bürgerinnen und Bürgern gehört. Er ist Naherholungsgebiet. Wochenlang war er wegen Forstarbeiten gesperrt. Noch heute ist der Waldweg durch die Art und Weise der Durchführung dieser Forstarbeiten schlecht begehbar und es entstand der Gemeinde auch ein finanzieller Schaden.

Hierzu Peter Wohlleben und sein Wunsch nach mehr Pferdeeinsatz



Wie stark der Waldboden durch Harvester unter Druck steht und geschädigt wird, beschreibt Autor Daniel Schwenk von der ARD (BR):


ARD: Waldboden durch Harvester unter Druck ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze
ARD: Waldboden durch Harvester unter Druck ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze


Es würde auch anders gehen,       

denn „wirkliche“ naturnahe Waldbewirtschaftung sind Einzelbaumentnahmen durch motormanuelle Fällungen zusammen mit dem Einsatz von Rückepferden. Rückepferde werden im Wald für das Bewegen von Holzstämmen eingesetzt. Die Kaltblüter sind Umweltschoner, sie belasten den Boden weniger als maschinelle Forstschlepper. Der Einsatz von Rückepferden ist keine Tierquälerei, wenn die Arbeitsbedingungen für die Tiere erfüllt und die Pferde bei der Arbeit beobachtet werden. Bei dem im nachfolgenden Video gezeigten Pferd Joke stellte sich bald heraus, dass er für die anspruchsvolle Arbeit nicht geeignet war. Für ihn verrichtet inzwischen Eiko zusammen mit Indigo den Rückedienst.



In vielen Wäldern Deutschlands ist der Einsatz von Rückepferden Tradition. Dort wurden niemals Maschinen eingesetzt. In anderen Wäldern kehrt man nach der Umstellung auf Maschinen teilweise zum Einsatz von Rückepferden zurück. So auch in unserer Nachbarstadt Karlsruhe, die im Gegensatz zu Stutensee ein eigenes Forstamt betreibt. Ein richtungsweisender Weg zur Minderung von Bodenschäden.

Über die tierische Unterstützung durch Filou und Tamino berichteten die KA-News am 18.02.2020:


KA-News berichtete über Pferdestärken im Wald ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze
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29.03.2020  

FORSTMÄRCHEN – 4. Teil : 

"Holzverwendung ist Klimaschutz"


Holzverwendung ist Klimaschutz ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze

Das Gegenteil ist der Fall. Beim Klimaschutz sind die Wälder die besten Verbündeten. Sie binden das klimaschädliche Kohlenstoffdioxid (CO2), ebenso wie der unbefahrene Waldboden. Der deutsche Wald entlastet das Klima jährlich um etwa 50 Millionen Tonnen CO2. Im Grundsatz gilt: je natürlicher ein Wald ist, desto größer ist seine klimaschonende Wirkung. Neben der Speicherung von Kohlenstoff bilden Bäume jede Menge Sauerstoff, regulieren das Mikroklima und sind gleichzeitig Lebensraum von zahlreichen Tier- und Pflanzenarten. Der Verlust und die Schädigung von Wäldern tragen jedes Jahr erheblich zum Artensterben und Klimawandel bei.


Peter Wohlleben: Wald – unser Verbündeter im Klimawandel



Holz ist ein nachwachsender, doch nur begrenzt verfügbarer Rohstoff. Er sollte daher bewusst und sparsam eingesetzt werden.
Die Lösung: Um den im Holz gespeicherten Kohlenstoff möglichst dauerhaft zu binden, ist die Verwendung in langlebigen Produkten, zum Beispiel als Baustoff oder hochwertiges Möbelstück, sinnvoll. Weiteres über Klima, Mensch und Natur von Greenpeace hier


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21.03.2020  

"TAG DES WALDES" – in Zeiten der Corona-Krise


Gedanken zum „Tag des Waldes“ am 21.03.2020 von Peter Wohlleben:



Pressemitteilung der BBIWS zum "Tag des Waldes":

Warum sich Hänsel und Gretel nie mehr im Wald verirren

Wer kennt es nicht - das Märchen von Hänsel und Gretel, die sich einst im dichten, dunklen Wald verliefen und „Zuflucht“ im Hexenhaus fanden - bis sie erkannten, dass sie in die Irre geführt wurden.


Märchenhafte Baumgestalten - in Deutschlands Wäldern selten geworden ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der WaldgesetzeMärchenhafte Baumgestalten - in Deutschlands Wäldern selten geworden. Foto: BBIWS, S. Ecker


In heutigen Zeiten dürfte es kaum noch möglich sein, sich im Wald zu verlaufen, denn aus einst dichten dunklen Wäldern sind fast überall in Deutschland lichte Orte geworden, die durch dünne Bäumchen hindurch den Himmel erblicken lassen – ein fast gläserner Wald mit breiten Forststraßen und einem dichten Netz von Rückegassen, wo schwere Forstmaschinen das ganze Jahr über mit hohen Kollateralschäden an Bäumen und Böden wüten...

weiterlesen auf der Homepage der BBIWS



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13.03.2020

FORSTMÄRCHEN – 3. Teil : 

"Fällungen wegen der Verkehrssicherungspflicht"

 

FORSTMÄRCHEN – 3. Teil :

Dieses Forstmärchen hört man seitens vieler Förster im Zusammenhang mit der Erholungsfunktion in den Wäldern immer wieder, wenn es darum geht, Baumfällungen zu rechtfertigen. Kommunen werden falsch informiert, den Waldspaziergängern wird vorgegaukelt, sie vor Schaden bewahren zu müssen. Krankheiten einzelner Bäume werden aufgeführt, um aus rein wirtschaftlichem Interesse geplante Durchforstungen zu begründen. Teilweise werden mit ähnlichen Argumentationen sogar Kahlschläge durchgeführt, denn ein großer Holzeinschlag ist kostengünstiger, als mehrere kleine.

Außerhalb des Waldes gibt es eine Verkehrssicherungspflicht z. B. im öffentlichen Verkehrsraum auf allen öffentlich gewidmeten Plätzen, Straßen und Wegen. So auch auf Straßen, Fuß- oder Radwegen entlang des Waldrandes.

Im Wald gibt es eine Verkehrssicherungspflicht für nicht waldtypische Gefahren. Das sind z. B. Gefahrenstellen, die durch (Forst-) Arbeiten entstehen oder entstanden sind. Das auf dem Bild sichtbare „Grab“ wurde von Bediensteten der Forschungs- und Versuchsanstalt Freiburg im Oberwald Karlsruhe Ende Januar 2020 ausgehoben und in diesem Zustand zurückgelassen. Hier würde bei einer Unfallverletzung ein Haftungsrecht wegen mangelhafter Verkehrssicherungspflicht entstehen.

Stolpergrube im Oberwald Karlsruhe ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der WaldgesetzeStolperloch im Oberwald Karlsruhe


Im Wald gibt es grundsätzlich keine Verkehrssicherungspflicht für waldtypische Gefahren, auch wenn das immer wieder so dargestellt wird. § 14 Bundeswaldgesetz gestattet Spaziergängern, Radfahrern und Reitern ein Betretungsrecht „auf eigene Gefahr“.

Details darüber im Video von Peter Wohlleben:


Hinweis: Im Stafforter Lochenwald ist es verboten, östlich der Pfinz die Wege zu verlassen.


Durch die Einschränkung auf eigene Gefahr wird ein Haftungsrecht des Waldbesitzers für waldtypische Gefahren grundsätzlich ausgeschlossen; d. h. jeder Waldbesucher muss für seinen erlittenen Schaden selbst aufkommen, egal, ob er sich auf einem Waldweg oder querfeldein bewegte.

Allerdings wurden Ausnahmen durch die Rechtsprechung entwickelt. Diese beziehen sich nur auf das Schlagen instabiler Bäume. Inwieweit ein Baum dementsprechend eingeschätzt wird, entscheiden die Fachleute.

Dabei gibt es Unterschiede, wie Peter Wohlleben berichtet:



Haftung besteht bei:

1. Besonderen Anziehungspunkten, wie z. B. Waldkindergärten und Spielplätzen im Wald.


Spielplatz im Lachwald ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der WaldgesetzeSpielplatz im Lachwald Stutensee


2. Bäumen in Randlage zu Privatgrundstücken (analog der Haftung im öffentlichen Verkehrsraum, s. o.).

3. Waldwegen, die als offizielle Wanderwege ausgewiesen sind.

Hier ein Link zur detaillierten Aufstellung von Verkehrssicherungspflichten der Gemeinden.



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07.03.2020

FORSTMÄRCHEN – 2. Teil : 

"Wird weniger Holz geerntet, müssen wir mehr importieren"

 

FORSTMÄRCHEN – 2. Teil:

Es würde genügen, die Exporte zu reduzieren, denn der Holzexport nach Asien boomt. Während es in deutschen Sägewerken an Buchenrundholz mangelt, stieg die Ausfuhr nach China im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um weitere 20 % auf 95.000 Kubikmeter. Noch dramatischer zeigt sich die Entwicklung bei Eichenstämmen. Dort hat sich die Exportquote zwischen Januar/Februar 2017 und Januar/Februar 2018 um 173 % (von 6.800 auf 18.500 Kubikmeter) fast verdreifacht. Zitat von Lars Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Säge- und Holzindustrie: „Wir steuern auf eine folgenschwere Fehlentwicklung in der heimischen Forst- und Holzwirtschaft hin. Es ist ökologisch und ökonomisch bedenklich, wenn wir die Möglichkeit vertun, unsere Rohstoffe im eigenen Land zu verarbeiten.“

Quelle: ForstPraxis.de

Bundesweit beklagen derzeit Wald- und Naturschützer den massiven Einschlag von gesunden und massiven alten Buchen und Eichen – zusätzlich zum gefällten Schadholz. Dies wurde von der BundesBürgerInitiative WaldSchutz dokumentiert.

Hier zum Bericht „Trotz Waldsterben – der Ausverkauf der Wälder geht weiter!“

und eine Kurzsatire von Peter Wohlleben:



2007 hatte die Bundesregierung die "Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt" beschlossen. Eines der Ziele lautete, dass der Anteil der Naturwälder bis 2020 fünf Prozent umfassen soll. Dieses Ziel wurde verfehlt. Gerade mal 2,8 Prozent der Wälder in Deutschland dürfen sich bisher natürlich entwickeln. Die Forstwirtschaft weigert sich, aus gewinnorientierten Gründen Flächen zur Verfügung zu stellen. Auch dieses Problem könnte allein durch die Reduzierung des Holzexports gelöst werden.

Peter Wohlleben zum 5%-Ziel der Bundesregierung:

 


Für den Regenwald in Bolivien sind die massiven Eingriffe in die deutschen Wälder vorteilhaft, denn Asien bevorzugt derzeit aufgrund des Preisverfalles Holz aus Deutschland.


Auch das Holz aus Stutensee wurde nach Asien exportiert. Darüber berichteten die Badischen Neuesten Nachrichten am 28.11.2018:

Holz aus Stutensee wurde nach Asien exportiert ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze

Laut dem obigen Artikel in den BNN, kündigte der zuständige Förster den Kahlschlag einer Eschenfläche, die Fällungen der von Borkenkäfer geschädigten Nadelhölzer, und dadurch die Erzielung eines kleinen Plus von etwa 200 Euro für die Stadt  an.

War das erforderlich? 

Zum Schutz benachbarter Fichten ist die Fällung der von Borkenkäfer befallenen Fichten fast alternativlos. Zumindest noch besser, als der Einsatz der vielen Liter Pestizide, wie das flüssige Karate Forst, das von den Forstbewirtschaftern in den Stadtwäldern anderer Kommunen im Landkreis Karlsruhe eingesetzt wurde.

Völlig unverständlich dagegen ist der Kahlschlag der in den BNN erwähnten Eschenflächen. Die Eschen waren einst die Lieblinge der Förster. Heute sind sie wegen eines aus Asien stammenden Pilzes vom Aussterben bedroht. Das Eschentriebsterben beeinträchtigt keine anderen Baumarten. Heilmittel gibt es nicht. Kahlschlag ganzer Flächen ist ökologisch nicht sinnvoll, denn auch Totholz dient dem Artenschutz. Ein Kahlschlag ist kostengünstig, denn mehrere kleine Eingriffe sind teurer als ein großer.

Der Kahlschlag erfolgte im Lochenwald des Stadtteils Staffort. Sogar in einem Bereich des Lochenwalds, der als sogenannter Schonwald besonders geschützt ist.


Kahlschläge gelten allgemein als der ökologische GAU (größter anzunehmender Unfall). Bisher haben naturschutzrechtliche Bestimmungen für den Schutz der Wälder kaum eine Rolle gespielt. Der besondere Artenschutz hat in der Rechtsprechung in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Die artenschutzrechtlichen Verbote aus § 44 Bundesnaturschutzgesetz gelten nun auch für Eingriffsvorhaben im Wald und erfordern im Rahmen der Planungen entsprechende Ermittlungs-, Prognose- und Bewertungsansätze. Was Kahlschläge im Wald bewirken, steht in der Auflistung von Franz Josef Adrian.



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28.02.2020       

FORSTMÄRCHEN – 1. Teil : 

"Cluster Forst und Holz, der große Wirtschaftszweig"



Forstmärchen – 1. Teil :

Bereits vor 12 Jahren schrieb der ehemalige Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald, Franz Bibelriether,  wegen der bundesweiten Umwandlung der Landesforstverwaltungen in auf Gewinnmaximierung ausgerichtete Forstunternehmen, einen Aufsatz über die Forst- und Holzmärchen. Er griff die Interessenvertreter scharf an und warf den Verantwortlichen „Schönfärberei“, „kaum zu überbietende Falschaussagen“, „reine Erfindungen“, „professionelle Falschinformationen“, „bewusste Unwahrheiten“ und „unglaubliche Volksverdummung“ vor. Sein Aufsatz hat bis heute nichts an Aktualität verloren, nach wie vor werden Märchen erzählt, dass sich die Balken biegen.


Der 1. Teil unserer Reihe informiert über den „Cluster Forst und Holz, den großen Wirtschaftszweig".

Die Forstwirtschaft in Deutschland behauptet, 1,1 Millionen Personen seien im "Cluster Forst und Holz" beschäftigt, die rund 177 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften. Zitat der Fortwirtschaft: „Damit arbeiten mehr Menschen in dieser Branche als beispielsweise im Maschinen- und Anlagenbau oder in der Automobilindustrie!“

Die Forstwirtschaft resultiert daraus, dass der sogenannte „Cluster Forst und Holz“ ein sehr bedeutsamer Wirtschaftszweig sei, der unterstützt und subventioniert werden müsse.

Tatsächlich aber umfasst die Forstwirtschaft lediglich 6 Mrd. Euro Umsatz mit 60 Tausend Beschäftigten. Denn zum Cluster Forst und Holz zählt die Forstwirtschaft (ungefragt) die verarbeitende Industrie wie Papierwirtschaft, Holzhandwerk, Verlage, Druckereien usw. hinzu.


Peter Wohlleben über den "Cluster Forst und Holz":




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22.02.2020

Stadtwald Büchiger Hardt – ein Beispiel für die Ausbeutung unserer Wälder


Stadtwald Büchiger Hardt – ein Beispiel für die Ausbeutung unserer Wälder ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze

Vor 200 Jahren war das Waldstück zwischen Büchig und Blankenloch an der Gemarkungsgrenze zu Karlsruhe noch ca. 25 ha groß. Es liegt an der Ostseite von Stutensee, in der Nähe der Pfinz und ist zwischenzeitlich auf 4,5 Hektar geschrumpft. Nicht nur der Klimawandel, sondern jahrzehntelange falsche Forstbewirtschaftung haben den am Rande liegenden unbeachteten Teil des Stadtwaldes negativ beeinflusst. Hier wird erkennbar, wozu die Forsten in der Lage sind – oder auch nicht. Die wenigen älteren Bäume der Büchiger Hardt befinden sich zum Schutz gegen Stürme am Waldesrand. Im Innern des Waldes stehen nur junge Bäume aneinandergereiht. Man erkennt sofort, wie dieser Wald in den vergangenen Jahren ausgebeutet worden ist.


Greenpeace setzt sich weltweit für den Bestand der Wälder ein; die Forderungen in Stuttg. am 18.2. stehen auf ihren Transparenten


Aufgrund der Vielzahl dünner Stämme entsteht der Eindruck, als würde es sich um einen jungen Wald handeln, der vor ca. 25 – 35 Jahren angelegt wurde. Alte Bäume im Innern sind hier eine Seltenheit. Durch den Wald führt ein einziger Weg, der derzeit wegen umgefallener Bäume nach dem Sturmtief Sabine gesperrt ist. Am Wegesrand liegen heute noch dünne Stämme (Durchmesser unter 25 cm) aus der Holzernte 2017, die vermutlich unverkäuflich waren und vor sich hingammeln. Ökologisch ist es sinnvoller, solches Totholz stehen oder vor Ort auf dem Waldboden liegen zu lassen.



In der Stutensee-Woche vom 20.02.2020 teilte die Stadtverwaltung mit, dass wegen Sturmschadens, des Eschentriebsterbens und der Ahorn Rußrindenkrankheit weitere Bäume gefällt werden müssen.  

Damit wird die Büchiger Hardt das sichtbare Paradebeispiel einer falschen Waldbewirtschaftung; das Video zeigt die Transparenz des Waldstückes vor dem Sturmtief "Sabine".



Das Sturmtief Sabine hat im gesamten Stadtwald, insbesondere in der Büchiger Hardt, seine Spuren hinterlassen. Durch die Freistellung von Bäumen wurden Kronendächer aufgerissen, wodurch für den Wind größere Angriffsflächen entstanden sind. Hier ist sichtbar, wie gleichzeitig mehr Sonnenlicht auf den Waldboden dringt und das Waldbodenklima durch die Forstarbeiten verändert wurde. Nützliche Waldbodenpflanzen vertrockneten und Dornensträucher breiteten sich aus.


Eschentriebsterben. Bei Förstern waren Eschen äußerst beliebt. Waren! Zwischenzeitlich sind sie wegen eines aus Asien stammenden Pilzes vom Aussterben bedroht. Insbesondere die Jungen Eschenplantagen, wie im Stadtwald Stutensee, sind betroffen. Heilmittel gibt es nicht.



Ahorn Rußrindenkrankheit. Ursächlich für die Krankheit ist ein vor wenigen Jahren eingeschleppter Pilz, der aber keine gesunden Bäume schädigt. Erst wenn Bäume durch die Klimaveränderung sowie durch die künstlich erzeugten Veränderungen des Waldbodenklimas geschwächt sind, können sie vom Pilz befallen werden. Die Pilzsporen sind auch für Menschen gesundheitsgefährdend, insbesondere sind Allergiker betroffen.

Zeichen für einen Befall des Baumes sind die aufreißende Rinde an absterbenden Ahornbäumen und die darunter sichtbaren dunklen, rußähnlichen Pilzsporen. Fällungen sind die einzige Möglichkeit. Diese werden teuer, weil besondere Schutzmaßnahmen erforderlich sind. Das Holz ist unverkäuflich, es ist auch nicht als Brennholz geeignet. Aus Sicherheitsgründen ist eine sofortige Verbringung aus dem Wald erforderlich, eine Entsorgung durch Verbrennen vor Ort empfehlenswert. Beim gleichzeitigen Einsatz der Feuerwehr kann der gesundheitsschädliche Sporenflug durch Bewässerungsmaßnahmen eingedämmt werden. Wie die Entsorgung in Stutensee erfolgt, ist dem Bericht der Stadt nicht zu entnehmen.



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14.02.2020

Bürgerschaftswahl am 23.02.2020 in Hamburg –

bleibt der letzte Urwald Deutschlands erhalten?


Bürgerschaftswahl am 23.02.2020 in Hamburg – bleibt der letzte Urwald Deutschlands erhalten? ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze

Die nächste Bürgerschaftswahl in Hamburg findet am 23. Februar 2020 statt. Wird sie den letzten Urwald Deutschlands, ein vergessenes und niemals durchforstetes Waldstück, retten? Zwischenzeitlich ist der kleine Wald im Norden so bekannt, wie der kleine Lachwald im Süden.

Videobeschreibung des NDR: Gleich neben Autobahn, Containern, Logistikhallen und Industrie wächst am südlichen Rand des Hamburger Hafens ein märchenhaft verwunschener Wald. Es ist ein Laubwald mit 20 verschiedenen Baumarten - und darunter ein Dschungel aus üppiger Bodenvegetation, völlig wild, ohne Wege und Pfade. Ein vergessener Wald, der 60 Jahre lang ohne menschlichen Einfluss gewachsen ist. Heute eine fast unberührte Wildnis. Als im Sommer 2019 bekannt wurde, dass dieser wilde Wald mit seinen mehr als 20.000 Bäumen im Herbst für den Bau von Logistikhallen gerodet werden sollte, bildeten Bürgerinnen und Bürger aus den nahen Stadtteilen spontan die Klimaschutz-Initiative Vollhöfner Wald, die seither den Erhalt dieser wilden Natur einfordert. Hamburgs Politiker hatten im Vorwahlkampf ein Moratorium angeboten, mit einem Aufschub der Fällungen bis zur Wahl. Im Herbst 2019 bauten junge Aktivisten plötzlich ein Baumhaus wie im berühmten Hambacher Forst. Der Hamburger Senat ordnete sofort die polizeiliche Räumung an. Und der Wald wurde danach für alle Bürgerinnen und Bürger gesperrt. Betreten verboten.



Der NDR "NaturNah" zeigt den wilden Wald und beobachtet die Menschen, die sich schützend vor ihn stellen und hoffen, dass diese kleine Wildnis am Ende doch erhalten bleibt.


 

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28.01.2020 

incl. Update 08.02.2020    

PETER WOHLLEBEN auf Kino Tour in Karlsruhe – 

beantwortet Fragen und thematisiert LACHWALD


PETER WOHLLEBEN auf Kino Tour in Karlsruhe – beantwortet Fragen und thematisiert LACHWALD ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze

Seit dem 23.01.2020 läuft der Dokumentarfilm zum Bestsellerbuch „Das geheime Leben der Bäume“, das in 41 Sprachen übersetzt wurde, in den Kinos. Förster und Buchautor Peter Wohlleben, der somit auch außerhalb der Landesgrenzen für ein neues Verständnis für den Wald, für eine schonendere Bewirtschaftung und eine Abkehr von Monokulturen plädiert, war zwischen den beiden Vorstellungen im Filmpalast am ZKM persönlich anwesend, gab Presseinterviews und signierte den Zuschauern und Fans ihre mitgebrachten Bücher.


Vor Beginn der Filmvorführung beantwortete Peter Wohlleben im vollbesetzten Kinosaal – unter der Moderation des Radiosenders „neue welle“ – die Fragen der Kinobesucher. So wurden u.a. von einer Bewohnerin der Waldstadt die vielen Baumfällungen dort im vergangenen Jahr hinterfragt. Völlig überraschend sprach Peter Wohlleben darauf hin auch den LACHWALD und das Engagement der Bürgerinitiative Lachwald-erhalten an. Das Publikum reagierte mit Beifall. Was wiederum gezeigt hat, dass der LACHWALD längst über die Stadtgrenzen von Stutensee hinaus bekannt ist und mittlerweile sogar bundesweit beispielhaft großes Interesse erfuhr – wie zuvor auch bei der bundesweiten Tagung der Waldbürgerinitiativen in Peter Wohllebens WALDAKADEMIE.



Der Film „Das geheime Leben der Bäume“ beruht auf Erkenntnissen der waldökologischen Forschung aus dem 21. Jahrhundert und begeistert die Kinobesucher mit beeindruckenden Naturszenen. Er lässt auf der großen Leinwand die Faszination Wald erleben, Zusammenhänge verstehen und einen Kämpfer für natürliche Wälder begleiten. Die Botschaft ist:  weg von Monokulturen und Plantagenwirtschaft der vergangenen Jahrzehnte. Dafür hagelt es zunehmend Kritik von den Waldexperten der FORSTWIRTSCHAFT, die gerne so weiter wirtschaften möchten wie bisher – immer mehr Holzeinschlag mit immer größeren und bodenverdichtenden Erntemaschinen (Harvestern).



Das Thema passt in die aktuelle politische Situation – die Menschen erkennen, dass etwas passieren muss. Über 300 Besucher in nur einer Vorstellung von vielen, zeigt das sehr hohe Interesse der Menschen für den Wald. Kinobesucher stehen Schlange, auch Wissenschaftler und Forstbedienstete aus der Region zeigten durch ihre Anwesenheit ihr Interesse. Ein Ziel von Peter Wohlleben ist, die längst überfällige Walddebatte anzustoßen. MeinKA führte ein Interview mit Peter Wohlleben.



Das Interview des Stadtportals von Karlsruhe finden Sie auf meinKA


Peter Wohlleben pocht nicht auf den völligen Verzicht auf Holzwirtschaft, sondern auf einen schonenden und naturnahen Umgang mit dem Wald. Sein Millionenpublikum wächst stetig weiter. Hinter ihm stehen anerkannte Waldexperten wie Dr. Lutz Fähser, namhafte Wissenschaftler sowie die bundesweiten Waldbürgerinitiativen unter dem Dach der BundesBürgerInitiative WaldSchutz.


Foto P. Ludwig-Sidow ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der WaldgesetzeFoto P. Ludwig-Sidow

Die NATURWALD AKADEMIE fordert eine offene gesellschaftliche Diskussion zum Wald; die Politiker sind angesprochen, demokratisch zu handeln. Vom Bund, den Ländern bis hin zu den Gemeinden. Über die Zukunft des Waldes entscheiden wir alle. Hier zum Film-Statement der Naturwald Akademie.

Ein Kommentar aus der BBIWS zum Film "Das Geheime Leben der Bäume" mit dem Titel "Verschaukelt im Wald"  hier



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Update

ARD ttt berichtete über den Kinofilm – "Das Geheime Leben der Bäume"

Die ARD Sendung "titel thesen temperamente" berichtete mit vielen Ausschnitten über den Kinofilm



Übrigens: in der ersten Woche über 120.000 Kinobesucher. Wir gratulieren! Dadurch werden Bäume in gleicher Anzahl neu gepflanzt, denn jede verkaufte Eintrittskarte fördert ein Baumprojekt.


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23.01.2020

Förster Peter Wohlleben´s Bestseller-Buch kommt ins Kino – ab 23.01.2020


23.01.2020 Trailer von Wohlleben´s Kinofilm "Das Geheime Leben der Bäume"



★ FSK: ab 0 Jahre ★ Filmlänge: 101 Minuten ★Vorführungen in unserer Umgebung★ Verleih: Constantin Film Verleih


Filmvorführungen in der Region Termine, Karten und Resiervierungen: 

Kalrsruhe, Filmpalast am ZKM: https://www.filmpalast.net

Bruchsal, Cineplex: https://www.cineplex.de/programm/bruchsal/


23.01.2019 ZDF: Peter Wohlleben bei Markus Lanz – Ausschnitt nur mit Peter Wohlleben




23.01.2019 ZDF: Peter Wohlleben bei Markus Lanz, Folge 1344  komplette Sendung

Zu Gast: Politiker Andreas Scheuer, Journalistin Helene Bubrowski, Moderator Ranga Yogeshwar und Autor Peter Wohlleben


23.01.2019 ZDF: Peter Wohlleben bei Markus Lanz, Folge 1344 – komplette Sendung ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze



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RÜCKBLICK 2019 – 2. Halbjahr


RÜCKBLICK 2019 – 2. Halbjahr ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze

28.07.2019

Sterbende Buchen nach Dürresommer

Die BBIWS und die unter ihrem Dach versammelten Waldbürgerinitativen sind mit ihrer Meinung nicht allein. Der ehemalige Forstdirektor des Stadtwaldes Lübeck, Dr. Lutz Fähser, der sich vor Jahrzehnten schon von der alten Schule der "Waldpflege" abgewendet hatte, kritisiert schärfstens die Ein­griffe der staatlichen Forsten in 100 Jahren zur "Erziehung", "Zuwachssteigerung" und "Wertholzbildung". Er benennt Sünden, die zur Schwächung unserer Wälder führten und die Widerstandskraft gegen Extremereignisse zerstört haben. Weiteres hier.


10.08.2019

Offener Brief an BM Julia Klöckner

Führende Waldexperten und Waldbürgerinitiativen der BBIWS warnen in offenem Brief an Bundesministerin Julia Klöckner vor Aktionismus in der Waldkrise und fordern ein Ende von Holzfabriken.


17.09.2019

Stuttgarter Waldbeirat

Beim Stuttgarter Waldbeirat referierten die Sachverständigen Dr. Lutz Fähser, ehemaliger Forstdirektor des Lübecker Stadtwaldes und Prof. Ulrich Kohnle von der forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg. Sie stellten ihre unterschiedlichen Modelle der Waldbewirtschaftung vor.



Herr Kohnle zeigte die Forstmethoden aus der Sicht von Forst-BW auf, wie man Holzernte effizient betreibt und verglich dies zutreffend mit der Schweinemast. Dr. Lutz Fähser berichtete aus seiner jahrzehntelangen Praxiserfahrung über das Lübecker Konzept, eine naturnahe und schonende Waldbewirtschaftung, die bereits in vielen kommunalen Wäldern praktiziert wird und mehrfach ausgezeichnet wurde. Er plädierte für einen dichteren Baumbestand und auch dafür, mehr ältere Bäume stehen zu lassen. Aus den gravierenden Unterschieden der verschiedenen Auffassungen soll jetzt konstruktiv und konzentriert ein „Stuttgarter Modell“ entwickelt werden.

★ Link: www.wald-stuttgart.de/waldbeirat

Im Anschluss an den Waldbeirat hatten wir noch die Gelegenheit, Dr. Lutz Fähser persönlich kennen zu lernen und uns zusammen mit der BI Stuttgarter Wald auszutauschen.



25.09.2019  

Waldgipfel der Bundesregierung

Dem Wald geht es schlecht. Das ist eine Folge des Klimawandels. Aber nicht nur. Denn unser Wald steht auch unter zusätzlichem Druck. Viel zu lange war er in weiten Teilen Deutschlands eher Holzfabrik als Ökosystem, wurde und wird durch Forstwege, Rückegassen, Straßen in kleinste Einheiten geteilt. In der Summe führte das nach nur zwei Dürre-Sommern in Folge zu einer Waldkrise in großem Ausmaß.

Julia Klöckner´s Waldgipfel wurde zum Holzgipfel mit völlig falschen Reaktionen aus Politik und Waldwirtschaft. Denn in ganz Deutschland wurden und werden geschädigte Bestände im Namen der Waldgesundheit kahlgeschlagen, wird das sogenannte Schadholz wie gefährlicher Müll aus dem Wald entsorgt. Dies geschieht selbst in Naturschutzgebieten. So wird noch mehr Schaden angerichtet, als ohnehin schon vorhanden. Die Aktionen der Politik, aber auch der Waldwirtschaft erscheinen hektisch, ja teilweise panisch. Blinder Aktionismus ist in der Politik und der Ökonomie gefährlich. In der Ökologie ist er fatal.


07.10.2019  

Herbstdurchforstungen

Trotz Klimawandel und massivem Trockenstress in unseren Wäldern startete bundesweit die Durchforstung der Staats- und Kommunalwälder mit hohen Einschlägen wie in all den Jahren zuvor.


Auch im Lachwald wurde die im Frühjahr begonnene Durchforstung fortgesetzt.



Laut Angaben des noch bis im letzten Jahr zuständigen Försters, war Schwerpunkt der Maßnahmen die Förderung von Eichen, indem man gesunde benachbarte Buchen für Brennholz entfernte. Der 11 Hektar kleine Wald wurde durch die weitere 140 Festmeter Holzentnahme überdimensional ramponiert.


22.10.2019  

Erfolg im Nationalpark Bayrischer Wald – Naturzonenerweiterung beschlossen

Wegen der „Borkenkäferbekämpfung“ im Nationalpark Bayerischer Wald war eine große ökologische Schäden verursachende Entwaldung beabsichtigt. Aufgrund von Bürgerprotesten und Forderungen unter Beteiligung der BBIWS u.a. hat der kommunale Nationalparkausschuss in seiner Sitzung – trotz kontroverser Positionen seiner Mitglieder – den Vorschlag der Nationalparkverwaltung für eine außerordentliche Naturzonenerweiterung um ca. 870 Hektar (8,7 km²) einstimmig angenommen. Damit wurden Großteile des Falkensteins sowie die um die Urwaldreste Mittelsteighütte und Hans-Watzlik-Hain noch bestehenden Entwicklungszonen in den Tallagen in die Naturzone eingegliedert und von jeglicher Borkenkäferbekämpfung befreit.
Details hier.


09.11.2019  

Bürgerbegehren & Bürgerentscheide

MEHR DEMOKRATIE führte in Esslingen zum Thema Bürgerbegehren & Bürgerentscheide einen Workshop durch. Landesvorstandssprecher Dr. Edgar Wunder führte durch das Programm. Teilnehmer waren mehrere Bürgermeister, Kommunalpolitiker und Bürgerinitiativen.


Es erfolgte ein Erfahrungsaustausch über die durchgeführten Bürgerbegehren und Bürgerentscheide aus unterschiedlichen Perspektiven. Weiter zum Praxisworkshop von MD hier.


11.12.2019  

Leipziger Auwald

Trotz Protesten von Nukla (Naturschutz und Kunst – Leipziger Auwald e.V.), Fridays for Future, der BBIWS u. a. hat der Stadtrat von Leipzig den Forstwirtschaftsplan 2020 verabschiedet. Ohne Rücksicht auf den Wissensstand des 21. Jahrhunderts sollen somit in einem FFH-Schutzgebiet 6.500 Festmeter Holz in Altholzbeständen eingeschlagen werden. Darunter sind über 1000 alte ökologisch wertvolle Eichen und Eschen. Die Vorgänge um den Leipziger Auwald und der Forstwirtschaftsplan, zu dem in der Sitzung die kritischen Stimmen von Bürgern und Fachleuten einfach ausgeblendet wurden, sind aber noch nicht abgeschlossen. Nukla hat Klage eingereicht.

Details zur Entscheidung des Stadtrates zum Forstwirtschaftsplan und dazu ein Videokommentar von Förster Peter Wohlleben auf der Homepage von Nukla.


Videokommentar von Peter Wohlleben



12.11.2019  

Treffen mit Peter Wohlleben in Karlsruhe

Förster und Autor Peter Wohlleben berichtete in Karlsruhe über sein neues Buch „Das geheime Band zwischen Mensch und Natur“ nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und seinen eigenen jahrzehntelangen Beobachtungen.




16.12.2019  

Tagung der Waldbürgerinitiativen

Im Rahmen der bundesweiten Tagung der Waldbürgerinitiativen waren wir zu Gast bei Peter Wohllebens WALDAKADEMIE in Wershofen.



Die Waldschützer waren aus verschiedenen Bundesländern und sogar aus Luxemburg in die Eifel gereist, um von Peter Wohlleben persönlich fachlichen Input für ihre Arbeit in den Bürgerinitiativen zu erhalten. Darüber hinaus ergab sich die Möglichkeit zum regen Austausch und weiterer Vernetzung. Dank an Peter Wohlleben für die Unterstützung der Wald-BI´s.


Hierzu das Video von Peter Wohlleben´s facebook-Seite



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RÜCKBLICK 2019 – 1. Halbjahr


RÜCKBLICK 2019 – 1. Halbjahr ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze

15.01.2019: Aufgrund unserer Reklamation zur geplanten Waldbewirtschaftung  in der letzten Gemeinderatssitzung 2018 behandelte der Ausschuss für Verwaltung und Soziales (AVS) Stutensee das Thema Lachwald in nicht öffentlicher Sitzung. Obwohl es sich um einen öffentlichen Wald handelt, der allen Bürgerinnen und Bürgern von Stutensee gehört. Wie bereits vor dem Bürgerbegehren zum Erhalt des Lachwalds wurde erneut durch die Verantwortlichen hinter verschlossenen Türen über den Lachwald verhandelt. Geheimniskrämerei statt Transparenz!


22.01.2019  

Gesprächstermin bei OB Becker

Unser Anliegen: Abstand zu nehmen von einer Durchforstung des Lachwalds im Übermaß, mehr Bäume stehen zu lassen, um den Wald nach dem Trockenjahr nicht durch zu starke Auflichtung zusätzlich zu schwächen.


28.01.2019  

Gemeinderatssitzung TOP "Durchforstung im Lachwald“

Im Rahmen der außergewöhnlich gut besuchten Gemeinderatssitzung mit Tagesordnungspunkt „Durchforstung im Lachwald“ hielt unsere BI einen ausführlichen Vortrag vor dem Gremium mit der Bitte um geringeren Holzeinschlag. Dennoch erfolgte ein einstimmiger Beschluss zur Durchführung der überdurchschnittlich hohen Durchforstung. Allerdings verlief die Debatte im Gemeinderat vor der Abstimmung ganz anders, als im entsprechenden Gemeinderatsbeschluss dargestellt. Mehrere Stadträte*innen hatten nämlich angesprochen, mehr Bäume als geplant stehen zu lassen; was schließlich auch Frau Oberbürgermeisterin Becker versprach, jedoch vom Forstbewirtschafter nicht berücksichtigt wurde. Die Aussage der anwesenden Förster, dass eine Waldbewirtschaftung langfristig geplant wird und man nicht kurzfristig umsteuern könne, zeigt die ganze Unflexibilität des Forstamts und dass ForstBW gar nicht gewillt ist, auf natürliche, klimatisch bedingte Ereignisse entsprechend zu reagieren.


Februar 2019  

Massive Durchforstung des Lachwalds

Der jährliche bundesdurchschnittliche Holzeinschlag beträgt 4,7 Festmeter pro Hektar. Dieser Hiebsatz wurde 2017 für den Stadtwald Stutensee festgeschrieben. Das ist etwas weniger Holz, als im Jahr nachwächst. Im Lachwald wurden im Frühjahr 355 Festmeter abgeholzt, nachwachsen werden aber lediglich 52 Festmeter pro Jahr! Ein erboster Mitbürger schickte uns Fotos mit der Bemerkung, "der Wald sieht wie nach einen Bombenangriff aus."

 



04.03.2019  

Windwurf im Lachwald

Das Sturmtief Bennet richtet auch im Lachwald Schäden an. Ursächlich war die Durchforstung, wodurch viele Bäume frei gestellt wurden. So wurde auch ein vom Förster gekennzeichneter Z-Baum (Zukunftsbaum = besonders förderungswürdiger Baum, mit weißem Pukt markiert) vom Sturm umgeworfen, welchem zuvor benachbarte Bäume Platz machen mussten und somit entsprechende Wind-Angriffsflächen vorhanden waren. Auch davor hatten wir gewarnt, denn nach wissenschaftlichen Erkenntnissen des 21. Jahrhundersts sollte u.a. aus diesen Gründen das Kronendach geschlossen bleiben.




28.03.2019  

Petitionsübergabe in Stuttgart

Dr. Jörg Nötzel von der BI Stuttgarter Wald (ebenfalls Mitglied BundesBürgerInitiative Waldschutz – BBIWS) übergab eine „Petition zum Stopp der massiven Baumfällungen im Stuttgarter Wald“ an OB Kuhn. Bereits zwei Wochen danach beschloss der Stuttgarter Gemeinderat die Einrichtung eines öffentlichen Waldbeirats. Details ★ hier.




30.03.2019  

Mitgliederversammlung und Vorstandswahl von MD

Mitgliederversammlung und Vorstandswahl von MEHR DEMOKRATIE Baden-Württemberg in der Stuttgarter Liederhalle. Joachim Heger, Vertrauensperson des Bürgerbegehrens, wird mit 4 weiteren Personen in den Vorstand gewählt. Ziel der ehrenamtlichen Tätigkeit ist die Stärkung von Bürgerbeteiligung und Transparenz bei Behörden. Wiedergewählter Vorstandssprecher ist Dr. Edgar Wunder,  der Bürgerbegehren und Bürgerentscheid in Stutensee begleitete.



★ Links: Zur Mehr Demokratie Vorstandswahl und zum Mehr Demokratie Jahresrückblick


26.05.2019  

Gemeinderatswahlen

Susanne Suhr, ebenfalls Vertrauensperson des Bürgerbegehrens und Mitglied unserer BI, wird bei der Kommunalwahl 2019 in den Stutenseer Gemeinderat gewählt. Die Vereidigung fand in der GR-Sitzung nach der Sommerpause statt.


19.06.2019  

Neue Online-Plattform für Waldschäden: www.waldreport.de

Die BBIWS, Naturwaldakademie und Robin Wood initiieren gemeinsam eine neue Webseite WALDREPORT.de zur Erfassung bundesweiter Waldschäden.

Hier kann jede(r) Bürger*in selbst festgestellte Kahlschläge und Verwüstungen eintragen.




25.06.2019  

Tag der Buchenwälder

Die BBIWS erklärt den 25. Juni zum Tag der Buchenwälder. Schirmherr ist Prof. Hans Dieter Knapp.


                       Bild: Tania Heymann                                            Bild: Petra Ludwig-Sidow                                              Flyer der BBIWS



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