Bürgerbegehren und Bürgerentscheid Lachwald Stutensee
Bürgerinitiative für den Erhalt der Natur in Wäldern, Landschaftsschutzgebieten und Grünzäsuren
Aktuelles Informationen in 2022
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WaldKlimaGipfel 2022 am 4./5. Oktober in BERLIN
Online-Teilnahme gratis für alle Interessierten möglich

Bald ist es soweit - der WaldKlimaGipfel 2022 geht als Nachfolger des erfolgreichen Waldgipfels (im August 2021) in die zweite Runde. Am Dienstag, den 04. Oktober und am Mittwoch, den 05. Oktober werden in Berlin über 30 Gäste erwartet, die in spannenden Diskussionen die Themen Wald und Klima näherbringen und zum Nachdenken anregen.


Was soll der WaldKlimaGipfel bewirken? 

Die Antwort ist eigentlich super einfach: Wir lieben den Wald! Und genau deshalb scheut der Veranstalter keine Mühen, ein solches Event auf die Beine zu stellen. Der Wald braucht einen anderen Umgang - denn sowohl wir Menschen, als auch unzählige Insekten, Tiere und Pflanzen brauchen den Wald. 
Deshalb muss über einige Themen gesprochen, diskutiert, Fragestellungen aufgeworfen und an Lösungen gearbeitet werden. Die Ausrichter sind unendlich dankbar, dass sie die Möglichkeit haben, an einem solch wichtigen Event für den Wald zu arbeiten, dass sie so tolle Diskussions-Teilnehmer*innen gewinnen konnten, dass sie Wissen teilen und möglicher Weise ein Umdenken anregen können.

Ein Auszug der E-Mail unseres Waldfreundes Peter Wohlleben:



Zum Programm

Zur kostenlosen Online-Teilnahme


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Ankündigung für Do, 13. Oktober 2022
Vortrag von Dr. Lutz Fähser: Der Wald – Wie lange noch?

 

Vortrag von Dr. Lutz Fähser: Der Wald – Wie lange noch? ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze

Das Heidelberger Schloss ohne seinen Wald? Der Ort der Romantik mit kahlen Bergen? Am Ende Heidelberg als Glatze mit Schloss drauf? Es gibt einen Film, der diese Dystopie als Warnung an uns alle und zugleich als Möglichkeit des Lebens in der Zukunft zuspielt.

Wald ist vieles, vor allem in Deutschland das Selbstverständliche. Lutz Fähser wurde mit dem Lübecker Konzept für die naturnahe Waldnutzung weithin bekannt. Das Konzept strebt in Wirtschaftswäldern u.a. eine hohe Naturnähe an und verfolgt die betrieblichen Ziele mit einem Minimum an Eingriffen. Schließlich soll ein möglichst gutes ökonomisches, ökologisches und soziales Betriebsergebnis erreicht werden.
Dr. Lutz Fähser hat Forstwissenschaft in Freiburg und München studiert. Im Stadtwald Lübeck entwickelte er ein ökologisch-sozial orientiertes Konzept der Naturnahen Waldnutzung. Bis heute begleitete er waldbezogene Projekte in über 30 Ländern.

Im Rahmen des International Science Festival Geist Heidelberg.

 

 Veranstaltungszeit: Do 13.10.22, 20 Uhr

Veranstaltungsort:  DAI Heidelberg, Sofienstraße 12
Tickets ab 9.90 €:  
https://karten.bz-ticket.de/p/reservix/event/1963788

Quelle: Veranstalter

 

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6. September 2022
Handlungsaufforderung an Umweltministerin Thekla Walker – Antwort steht noch aus


Handlungsaufforderung an Umweltministerin Thekla Walker ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze
Seit Mai 2021 ist Thekla Walker Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft. Ihr umweltpolitisches Engagement begann die Dozentin für Naturpädagogik bei Greenpeace. Von 2009 bis 2014 war Thekla Walker Stadträtin für Bündnis 90/Die Grünen der Landeshauptstadt Stuttgart und von 2011 bis 2016 Vorsitzende des GRÜNEN-Landesverbandes Baden-Württemberg. Wir haben Frau Ministerin Walker vor 3 Monaten angeschrieben, weil die konservative Auffassung von Minister Peter Hauk (CDU) zur Forstwirtschaft nicht mehr akzeptabel ist. Peter Hauk setzt in Baden-Württemberg auf eine multifunktionale Forstwirtschaft, welche die klimatisch veränderten Verhältnisse nicht berücksichtigt.

Nach dem Positionspapier von Diplom Forstwirt Volker Ziesling zum Zustand des Waldes und der Forstwirtschaft in Deutschland vom 01.12.2020 ist dieses Modell schon lange widerlegt. Es unterstellt, dass auf ein und derselben Waldfläche Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen hergestellt werden. 

Dennoch hält Minister Hauk weiterhin daran fest, wie es aus einem aktuellen Brief an uns hervorgeht. Zielkonflikte zwischen den Funktionen des Waldes bleiben ungelöst. Letztendlich entscheidet bei Zielkonflikten der Revierförster vor Ort. In der Regel werden Waldfunktionen außerhalb des Zieles der Holzproduktion zurückgestellt, da die forstlichen Bewirtschafter ihrem Selbstverständnis nach zuerst die einnahmerelevante Holzproduktion bedienen.

Eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Rechtsexpertise kommt sogar zum Ergebnis, dass ungeprüfte Baumfällungen in Schutzgebieten, welche die Schutzziele dieser Wälder gefährden, rechtswidrig seien. Juristisch betrachtet ist das sehr komplex. Bäume dürfen in FFH-Schutzgebieten nur gefällt werden, wenn bestimmte Auflagen erfüllt sind. Dazu gehört laut europäischem Naturschutzrecht eine Verträglichkeitsprüfung aller forstwirtschaftlichen Eingriffe, welche die Ziele zum Erhalt des jeweiligen Waldes beeinträchtigen könnten. Diese Prüfung führen die zuständigen Behörden jedoch in der Regel nicht durch…
Es geht derzeit sogar soweit, dass Kommunen für ihren Dienstleister vereinfachte Eingriffsverfahren zum Holzeinschlag in FFH-Schutzgebieten ohne Verträglichkeitsprüfung im Gemeinderat beschließen.

Unsere Forderung an die grüne baden-württembergische Umweltministerin ist deshalb, zumindest Maßnahmen zum Schutz der hiesigen Wälder analog ihrer rheinland-pfälzischen Kollegin in Angriff zu nehmen. Dort sollen alle forstwirtschaftlichen Maßnahmen in Vogelschutz- und FFH-Gebieten daraufhin geprüft werden, ob erhebliche Beeinträchtigungen eines Schutzgutes drohen.

Nachfolgend unsere E-Mail vom 06.06.2022 an das Umweltministerium unter dem Betreff
„Verträglichkeitsprüfung bei Forstmaßnahmen“.
Der Eingang wurde damals bestätigt, eine Reaktion oder Antwort ist bisher ausgeblieben:




Wir werden die Ministerin an unsere E-Mail erinnern, denn die Forst- und Naturschutzverwaltung ist Ländersache.


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August 2022
Pressemitteilung des Aktionsbündnis
WALDWENDE-JETZT!

Brennholz aus heimischen Wäldern – Wälder viel zu schade zum Verheizen!

Brennholz aus heimischen Wäldern – viel zu schade zum Verheizen!
Der Waldzustand ist dramatisch:

Noch nie haben unsere Wälder so gelitten wie derzeit. Dürreperioden, sommerliche Extremtemperaturen und damit verbunden ein struktureller Wassermangel der Wälder haben zu Absterbeprozessen und schweren Schädigungen des Ökosystems Wald geführt. Verschärft wird die dramatische Lage des Waldes durch einen enormen Druck auf die Rohstoffreserve Holz. Im Bereich der Wärmeenergie entsteht ein teilweise irrationaler Run auf Brennholz, obwohl sich die Preise binnen Jahresfrist etwa verdoppelt haben.



Im Waldschutzgebiet Natura-2000 des Stadtwalds Stutensee wurden beispielsweise alte Eschen und Buchen für Brennholz gefällt, anstatt das Hartholz für eine nachhaltige Holzverarbeitung zu verkaufen.



Weiteres im gesamten Pressebericht (Download unten): 

• Holzverbrennung vs. Waldgesundheit
• Holzverfeuerung ein Klimakiller
• Die künstliche Verknappung des Rohstoffes
• Erhöhte Waldbrandgefahr durch Totholz?
• Brennholz aus dem Stadtwald?
• Brennholz - keine Lösung für die Wärmekrise




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Juli 2022
UPDATE zur fragwürdigen "Waldnaturschutzkonzeption" in Stutensee
– Wirtschaftswald statt Erholungswald beschlossen


UPDATE zur fragwürdigen
Die Wälder sind unsere natürlichen Arten- und Klimaschützer und dienen gleichzeitig der Erholung für die Bevölkerung. Die Bewirtschaftung des Waldes dient der Umwelt- und Erholungsfunktion des Waldes. Sie dient nicht der Sicherung von Absatz und Verwertung forstwirtschaftlicher Produkte oder um Waldpflegekosten auszugleichen. Leider ist dies bei der Mehrheit der Kommunalpolitiker in Stutensee sowie bei der Oberbürgermeisterin noch nicht angekommen.

Am 27.06.2022 hat der Gemeinderat eine in vielen Punkten verbesserungswürdige und konfliktreiche sogenannte „Waldnaturschutzkonzeption“ beschlossen. Die von den Grünen vorgelegten Änderungsanträge wurden von den anderen Fraktionen verworfen.

Durch diese Gemeinderatsentscheidung wird aus dem geschützten FFH-Gebiet (Natura-2000-Gebiet) in Stutensee ein Wirtschaftswald mit lediglich einem kleinen Anteil von Waldrefugien, die verschont bleiben sollen. In der Sitzung hat die Gemeinderatsvorsitzende Becker die Verwendung des Begriffes „Waldbewirtschaftung“ tunlichst vermieden, sie beschönigte die Bewirtschaftung mit dem Wort „Waldpflege“. Warum orientiert sie sich nicht am Wortlaut der eigenen Beschlussvorlage? Ein offensichtlicher Gewissenskonflikt.

Der Inhalt dieser sogenannten „Waldnaturschutzkonzeption“ ist zwiespältig. Einerseits ist der Erhalt und die Förderung der Biodiversität vorgesehen, andererseits will das Forstamt nicht den Rat des Naturschutzes vor beabsichtigten Forstmaßnahmen einholen. Der Erholungswald wird vernachlässigt und der Option von ungeprüften forstlichen Eingriffen wurde vom Gemeinderat zugestimmt.

Im Gegensatz zu Rheinland-Pfalz ist die verpflichtende Verträglichkeitsprüfung nach dem OVG-Urteil von Bautzen vom Landtag Baden-Württemberg (noch) nicht umgesetzt. Dieses Urteil verbietet nicht die Forstmaßnahmen, sondern – aus Gründen des Verschlechterungsverbots nach dem Naturschutzrecht – ungeprüfte Forstmaßnahmen vor deren Durchführung in den FFH- und Vogelschutzgebieten.
Hier stellt sich die Frage: Was haben Stadt und Forst zu befürchten, wenn der Naturschutz ein Auge darauf hat, dass alles vorschriftsmäßig abläuft? Der Gemeinderatsbeschluss verdeutlicht die mehrheitliche Einstellung der Stadträtinnen und Stadträte zum Naturschutz im Stadtwald.

In der Gemeinderatsdebatte wurde angesprochen, dass die Büchiger Hardt und der Lachwald keine Erwähnung in der neuen Konzeption finden. Aus der Sicht der Förster seien diese beiden Wälder nicht schutzwürdig.
Nach unserer Auffassung ist der komplette Stadtwald schutzwürdig. Nicht nur die im Naturschutzgebiet liegenden Waldteile sind schützenswert. Wie auch der eindeutige Ausgang des Bürgerentscheids zum Erhalt des Lachwalds aufgezeigt hat, liegt den Menschen hier sehr viel an ihrem Wald. Wir fordern deshalb seither, den seit Jahren überbewirtschafteten Lachwald sowie die stark erkrankte Büchiger Hardt, zukünftig dauerhaft aus der Bewirtschaftung zu nehmen. Die beiden Wäldchen sollten ausschließlich als Erholungswald gepflegt und erhalten werden.
Hat man im Lachwald vorsätzlich Maßnahmen durchgeführt, um natur- und artenschutzrechtliche Argumente auszuhebeln? In der Amtszeit von OB Becker wurden bereits mehrere Biotopbäume (B) gefällt. Allerdings gibt es darüber bei Stadt und Forst Erinnerungslücken. Bei Wiederholung werden wir im Verdachtsfall Anzeige erstatten. Die nachfolgenden Fotos der BI wurden alle im Lachwald aufgenommen.



Während der Diskussion im Gemeinderat vertrat ein Stadtrat die Auffassung, der Konzeption vorerst zuzustimmen. Sie müsse aber im weiteren Verlauf im Rahmen des Stadtentwicklungsplans mittels Bürgerbeteiligung besprochen und diskutiert werden. Eine Bürgerbeteiligung an der „Waldnaturschutzkonzeption“ lehnte OB Becker spontan mit der Begründung ab, man müsse handlungsfähig bleiben.
Eine Handlungsfähigkeit, welche viele Bürgerinnen und Bürger allerdings bei anderen kommunalen Themen vermissen; beispielsweise die immer noch nicht eingeführte Transparenz, die beschlossene Bürger-App, Konsequenzen anlässlich der wiederholten Kritik durch die Gemeindeprüfanstalt wegen fehlenden sowie überbezahlten Rechnungen u. a., Schul- und Kita-Probleme, Versäumnisse bei der Jugendbeteiligung nach § 41a Gemeindeordnung, der Konflikt zur Rettung der Lindenbäume, als die Bürgerschaft wieder eingreifen musste, die zähe Entwicklung der Wasserentkalkungsanlage, die seit Jahren teilweise schlechten Straßen und mehr. Aber ausgerechnet beim Thema Wald möchte man handlungsfähig bleiben… Wie glaubwürdig ist das denn?

Die Ziele der „Waldnaturschutzkonzeption“ haben wenig Übereinstimmung mit den Grundsätzen des Urteils des Bundesverfassungsgerichtes vom 31.05.1990 über den Wald. Urteile des BVG haben Gesetzescharakter und sind für alle Behörden verbindlich. Lediglich das Ziel „Erhalt und Förderung der Biodiversität im Wald“ steht nicht in Konkurrenz mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Der Erholungswald als Priorität Nummer Eins des BVG´s wird in den Zielen des Forstamts überhaupt nicht erwähnt. Darauf im Rahmen der Bürgerfragestunde vor der Beschlussfassung angesprochen, sah die Juristin, Frau Oberbürgermeisterin Becker, nicht die Gefahr einer verfassungswidrigen Beschlussvorlage.


Positiv zu bewerten ist die Erfüllung einiger unserer langjährigen, berechtigten Forderungen: Laut Aussage der Förster soll auf weitere Kahlschläge verzichtet werden. Ebenso werden die vielen Wuchshülsen aus Plastik entfernt. 700 seien bereits aus dem Wald verbracht worden. Zukünftig soll auf umweltfreundliches Material zurückgegriffen werden. Nach Möglichkeit sollen zum Rücken der Stämme Pferde eingesetzt werden, um den Waldboden zu schonen.




Über die gewissenhafte Einhaltung der Versprechen haben wir allerdings Zweifel. Denn nach der „Waldnaturschutzkonzeption“ erfolgte der Beschluss zur fast üblichen Holzentnahme aus dem Stadtwald für das laufende Jahr. Die Försterin erläuterte, ein „Experiment“ starten zu wollen. Sie möchte Eichentrupppflanzungen ausprobieren. Anstatt der Reihenpflanzung wird auf Freiflächen eine Gruppenpflanzung vorgenommen. Alles auf Kosten der Stutenseer Steuerzahler, anstatt – wir wiederholen uns zum x-ten Mal – auf die kostenlose Naturverjüngung oder bei Eichen erforderlichenfalls auf kostengünstiges Saatgut zu setzen.
Wir fragten die Försterin, wo die Freiflächen im Stadtwald sind. „Diese müssen noch gesucht, bzw. geschaffen werden.“ Wir kombinieren: Kahlschläge werden nicht mehr vorgenommen, dafür werden Freiflächen geschaffen? Wo ist der Unterschied?

Durch den Waldbewirtschaftungsbeschluss ignorieren die Räte von Stutensee, dass es in der Rheinebene von Jahr zu Jahr wärmer und die Sommerzeit länger wird. Die Entnahme von Bäumen reißt das geschlossene Kronendach auf. Eine dadurch verstärkte Sonneneinstrahlung verändert das Waldinnenklima. In der Folge trocknet der Boden aus und führt zum Absterben der Bäume. Gleichzeitig breitet sich dichtes Wachstum von Dornenhecken aus, welche auch die von uns favorisierte, kostenlose Naturverjüngung beeinträchtigt. Wir konnten dies bei der Lachwaldbegehung mit der Försterin am 08.07.2022 in Augenschein nehmen. Teilweise wucherten die Pflanzen bis auf die Wege, sodass die Teilnehmer der Waldbegehung im „Gänsemarsch“ durch den Wald geführt werden mussten. Die Dornenhecken abseits der Wege werden laut Försterin nicht entfernt, sondern „verschwinden, wenn das Kronendach wieder geschlossen ist“. Die Wege habe sie in diesem Jahr „nicht bereinigen können, weil der Gemeinderatsbeschluss noch fehlte.“
Hierzu ist anzumerken, dass im Frühjahr 2022 auch im Lachwald bereits Bäume aus angeblichen Verkehrssicherungsgründen gefällt worden sind. Eine damalige Anfrage bei der Stadtverwaltung ergab zuerst, dass ein entsprechender Gemeinderatsbeschluss vorläge. Tatsächlich aber lag kein Beschluss vor, woraufhin nach Reklamation mitgeteilt wurde, dass hierzu kein Beschluss des Rats erforderlich sei.

Sicherlich meint es die Försterin nicht böse, aber das Handeln von Stadt und Forst ist insgesamt widersprüchlich, nicht nachvollziehbar und inkonsequent.

Der viele Wildwuchs im lichten Wald sowie die ungepflegten Waldwege im Stadtwald sind ein Beweis für die Vernachlässigung zur Nutzung als Erholungswald. All dies ist eine Spiegelung aus der neuen „Waldnaturschutzkonzeption“.

Was die Oberbürgermeisterin für verfassungskonform hält, gefällt sehr vielen Bürgerinnen und Bürgern vor Ort ganz und gar nicht.



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24. Juni 2022
Fragwürdige "Waldnaturschutzkonzeption" für den kommunalen Bürgerwald Stutensee
einseitig vom Forstamt festgelegt, ohne Einbindung der Bürgerschaft


Fragwürdige
Vor einem Jahr beschloss der Stutenseer Gemeinderat die Ausarbeitung eines Waldnaturschutzkonzeptentwurfes durch das Forstamt. Jetzt liegt er vor und soll am 27.06.2022 öffentlich im Gemeinderat vorgestellt werden; dies wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit in einer nichtöffentlichen Sitzung Ende Mai festgelegt.
Vielleicht, vielleicht aber auch nicht, haben sich unsere gewählten Vertreter*innen geistig in die Situation der Bürgerschaft hineinversetzt und darüber nachgedacht, wie sich diese einen Bürgerwald (Kommunalwald) vorstellt.

Hierbei steht sicherlich die Erhaltung des Waldes als ökologischer Ausgleichsraum für Klima, Luft und Wasser, für die Tier- und Pflanzenwelt sowie die Erholung der Bevölkerung im Vordergrund. Die Bewirtschaftung ist zweitrangig und sollte der Umwelt- und Erholungsfunktion des Waldes dienen und nicht der Sicherung von Absatz und Verwertung forstwirtschaftlicher Erzeugnisse.
Eigentlich genau so, wie es bereits vor 32 Jahren das Bundesverfassungsgericht in einem Urteil festgeschrieben hat.

Die Stadt hat eine Institution (Forstamt) mit der Ausarbeitung eines Waldschutzkonzeptes beauftragt, deren Förster ausgebildet wurden, möglichst viel Holz für Bau, Papier und Verbrennung zu erwirtschaften. Das Ergebnis des sogenannten „Waldnaturschutzkonzeptes“ ist deshalb für viele Waldliebhaber und Spaziergänger, aber auch im Sinne des o. a. Gerichtsurteils, der blanke Hohn.

Der Inhalt des Konzeptes zeigt auf, wie das gewichtige Wort „Waldnaturschutz“ missbraucht wird. Anstatt mehr Konkretes zu liefern, viel bla bla bla über alles, was bereits vorgeschrieben ist. Aber im Gegensatz zum Urteil des BVG wurden Ziele aufgeführt, bei denen der Erholungswald als Nummer 1 des BVG vollkommen fehlt. Auch Oberbürgermeisterin Becker kündigte in der Auftaktveranstaltung zur „Zukunftswerkstatt Stadtwald Stutensee“ einen Erholungswald mit Schutzfunktionen an. Selbst dieses Versprechen haben die Förster ignoriert.
Im Vordergrund des Forstamts stehen, neben Erhalt und Förderung der Biodiversität, die Gewährleistung bei der Waldbewirtschaftung mit der Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz im Kontext des Artenschutzes und Rahmenbedingungen für die Gewährleistung der Arbeitssicherheit bei der Waldarbeit und der Verkehrssicherungspflicht. Als letztes Ziel ist als Lockmittel für die Verwaltung und die Räte das Sammeln von Punkten für das städtische Ökokonto aufgeführt. Das ist in kurzen Worten die komplette Zielsetzung der "Waldnaturschutzkonzeption".

Anstatt sich wirklich um die Natur zu kümmern, will man also weiterhin tonnenschwere waldbodenschädigende Vollernter einsetzten. Eine klare Verzichtserklärung und ein Übergang zu Einzelbaumentnahmen und Rücken mit Pferden, erforderlichenfalls auch Seilwinden, wären ein Schritt in die richtige Richtung gewesen. Aber nein, tiefe, wassergefüllte Spurrinnen auf den Waldwegen werden weiterhin den Bürgerinnen und Bürgern im Erholungswald zugemutet. Da kommt keine Freude auf.

Vielmehr beabsichtigt das Forstamt als Dienstleister der Stadt Stutensee mit diesem sogenannten „Waldnaturschutzkonzept“ sein bisheriges, nicht rechtskonformes Vorgehen in den geschützten Wäldern von Stutensee, vom Gemeinderat legalisieren lassen. Zuvor hatte das Forstamt uns gegenüber schriftlich ohne Begründung behauptet, eine Verträglichkeitsprüfung vor den bisher vorgenommenen Forstmaßnahmen in den geschützten Wäldern sei nicht erforderlich gewesen, obwohl der verpflichtende Beschluss des sächsischen Oberverwaltungsgerichts in Bautzen bundesweite Bedeutung hat.
Sind beim Forstamt zwischenzeitlich Zweifel an dieser Behauptung aufgekommen? Denn plötzlich soll der Gemeinderat ein vereinfachtes Verfahren unter dem Deckmantel einer „Waldnaturschutzkonzeption“ beschließen.
Diese schafft die Voraussetzungen für das Forstamt, dass in der Regel keine vorgeschalteten behördlichen Prüfungen bei Maßnahmen der Waldbewirtschaftung in Bezug auf natur- und artenschutzrechtliche Bestimmungen erforderlich werden.

Somit würde durch einen Stutenseer Gemeinderatsbeschluss nicht der Wald geschützt, sondern ein „Weiter so“ der ungeprüften forstlichen Bewirtschaftung im geschützten Stadtwald. Ein Weiterwursteln ganz ohne Daten und Fakten. Denn unser Antrag auf Auskunft nach dem Informationsfreiheitsgesetz bei der Stadt Stutensee ergab, dass keine verlässlichen und aktualisierten Daten zum Natura-2000-Gebiet vorgelegt werden konnten. Diese sind also bei Stadt und Forst unvollständig bzw. gar nicht vorhanden. Dabei ist aber eine sorgfältige Bestandserfassung und Bewertung in einem Umfang notwendig, der es zulässt, die Einwirkungen der Fällungen zu bestimmen und zu bewerten. Wie wollen die Verantwortlichen ohne diese Datenerhebung und -Auswertung feststellen, dass die geplanten forstlichen Maßnahmen nicht zu erheblichen Beeinträchtigungen von Natura-2000-Schutzgütern führen? Deren sichere Vermeidung sollte im Interesse des Waldbesitzers liegen, stellvertretend bei den Stadträtinnen und Stadträten, zumal Verstöße gegen das Verschlechterungsverbot zum Teil strafrechtsbewehrt sind.

Sollen erneut aus wirtschaftlichen Gründen alte, Efeu bewachsene Baumbestände, wie vor Weihnachten 2021, gefällt werden? Laut Auskunft des Forstamts handelte es sich um Eschen, die angeblich wegen des Eschentriebsterbens mit Absegnung des Gemeinderats gefällt worden seien. Das sind jedoch Forstmärchen, die von der Stadt gedeckelt werden und kein Ende finden. Denn vor Ort haben wir frische Knospen festgestellt, die auf die Vitalität der eingeschlagenen Bäume hinweisen und die uns die übermittelten Forstmärchen widerlegen. Das jetzige angebliche Schutzkonzept sieht ähnliches wieder vor.

In Rheinland-Pfalz haben Strafanzeigen zum Umdenken geführt!

Durch einen weiteren Beschluss soll die bisher übliche Abholzmenge durch den Gemeinderat festgelegt werden. Sind die Aussagen aus der Auftaktveranstaltung Zukunftswerkstadt Stadtwald Stutensee bereits vergessen und hinfällig?
Jürgen Bauhus, Professor für Waldbau der Uni Freiburg verwies auf den Klimawandel und sinkende Grundwasserpegel. Störfaktoren, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen und man sich deshalb „bei der Bewirtschaftung vorantasten müsse“.
Johannes Enssle vom NABU forderte u. a., alte Baumbestände stehen zu lassen. Auch warnte er in seinem Vortrag zweimal, die für diesen Sommer angekündigten weiteren Veranstaltungen mit der Bürgerschaft fortzuführen.
OB Becker sah in der Veranstaltung den Wald nicht mehr als Einnahmequelle für den Haushalt, sondern sagte, sie wolle zukünftig einen Erholungswald mit entsprechenden Schutzkonzepten. Warum werden dann der seit Jahren überbewirtschaftete Lachwald und die stark erkrankte Büchiger Hardt im sogenannten „Waldnaturschutzkonzept“ weder erwähnt, noch aus der Bewirtschaftung genommen? Warum findet der Erholungswald im Konzept des Forstamts dann keine Berücksichtigung?

Die Konzeption des Forstamts ist in der Zielsetzung in großen Teilen falsch und entspricht nicht dem übergeordneten Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Sie ist auch lückenhaft, in vielen Teilen korrekturbedürftig, zu konkretisieren und deshalb insgesamt abzulehnen! Eine Beschlussvorlage im Gemeinderat sollte sich nicht an den Vorgaben eines Dienstleisters, sondern an der Gesetzeslage und Rechtsprechung orientieren.

Ferner ist laut Beschlussvorlage vorgesehen, die „Waldnaturschutzkonzeption“ als Baustein in das geplante Leitbild für den Stadtwald Stutensee aufzunehmen und danach erst die Einbeziehung von Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen der Stadtentwicklung.
Verkehrte Welt in Stutensee! Zuerst sollte die geplante Bürgerbeteiligung erfolgen, damit entsprechende Erkenntnisse und Bürgerhinweise in die Konzeption einfließen können. Im kommunalen Bürgerwald müssen die Bürger die Entscheidung über den Waldschutz mitbestimmen können und die Waldziele dürfen nicht einseitig durch das Forstamt festgelegt werden – also in der Reihenfolge genau umgekehrt wie geplant!

Sollte der Rat die Konzeption „durchwinken“, handelt die Stadt jetzt auch beim Thema Wald nach dem Prinzip „Viel vor und nichts dahinter“.


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Juni 2022
Verträglichkeitsprüfung vor Forstmaßnahmen in Naturschutzgebieten –
in "THE LÄND" Fehlanzeige, in Rheinland-Pfalz jetzt Pflicht

Der Beschluss des SächsOVG aus 2020 zur Durchführung der Verträglichkeitsprüfung hat in Teilen der Forstverwaltungen und der Forstpraxis für Aufsehen gesorgt. Dies lässt sich insbesondere damit begründen, weil er konkret auf die Forstwirtschaft bezogen darlegt, welche materiell-rechtlichen und verfahrensrechtlichen Anforderungen in einem Natura 2000-Gebiet gestellt werden und die Forstwirtschaft nicht von vornherein von einer Prüfpflicht befreit ist. Darüber hinaus hat das Gericht entschieden, dass die anerkannten Naturschutzvereinigungen frühzeitig, dies bedeutet bereits im Rahmen der Verträglichkeitsprüfung, zu beteiligen sind.
Hierzu gibt es seit Sommer 2021 "Gemeinsame Empfehlungen der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaften Naturschutz, Landschaftspflege und Erholung (LANA) sowie der Forstchefkonferenz (FCK)" als Konsequenzen des Beschlusses des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts zur Verträglichkeit forstwirtschaftlicher Maßnahmen in Natura-2000-Gebieten.


Weil in der letzten Wintersaison im Stadtwald Stutensee u. a. alte, dicke Eschen, zahlreiche Buchen sowie Nadelbäume in Schutzgebieten eingeschlagen wurden, fragten wir bei der Stadtverwaltung nach und bekamen die Auskunft, eine Verträglichkeitsprüfung im Natura-2000-Gebiet sei nicht erforderlich gewesen.


Der Escheneinschlag im Schonwald Lochenwald erfolgte angeblich wegen des Eschentriebsterbens und sei vom Gemeinderat abgesegnet gewesen. Weiterhin teilte die Stadtverwaltung mit, dass die im Frühjahr durchgeführten forstlichen Maßnahmen zur Verkehrssicherung vom Gemeinderat im Januar 2022 beschlossen worden seien. Nach Reklamation dieser Falschangabe wurde mitgeteilt, für Maßnahmen der Verkehrssicherung sei kein Beschluss erforderlich. Gleichzeitig wurde uns für derartige Auskünfte eine zukünftige Gebührenerhebung angekündigt. Sind wir denn im falschen Film? Schließlich ist es nicht der Wald der Stadtverwaltung, sondern der Wald aller Stutenseer Bürgerinnen und Bürger. Sollen wir keine (nervigen) Anfragen mehr stellen um zu erfahren, was in unserem Wald passiert? Wo bleibt die vielversprochene Transparenz?

Unsere Erkenntnis: das OVG-Urteil Bautzen zur verpflichtenden Verträglichkeitsprüfung wurde verleugnet und die o.g. "Gemeinsamen Empfehlungen" mit Forstbeteiligung vom Sommer 2021 verschwiegen. Die von Stadt und Forst genannten Gründe sind unzureichend und zeigen, dass hier ein erhebliches Vollzugsdefizit besteht, wenn man die neue Rechtsprechung des SächsOVG (2020) und die hierzu Gemeinsamen Empfehlungen zu den Mitwirkungspflichten als Maßstab nimmt (s. PDF-Datei oben). Wiederholt ernten die Förster unser Misstrauen, weil die Bewirtschaftung nicht rechtskonform verläuft.
Ein Fall für das Ministerium!

Offensichtlich einen Schritt weiter als "THE LÄND" ist aktuell Rheinland-Pfalz. Der dortige Landtag beschloss neue Empfehlungen zu Forstmaßnahmen in Wäldern, die zu den europäischen Natura-2000-Schutzgebieten gehören. Nach dem Erlass der Klimaschutzministerin Katrin Eder sollen nun ALLE forstwirtschaftlichen Maßnahmen in Vogelschutz- und FFH-Gebieten daraufhin geprüft werden, ob erhebliche Beeinträchtigungen eines Schutzgutes drohen.
Die Unteren Naturschutzbehörden sind in diesem Falle aufgefordert nach Art.6 der Habitat Richtlinie eine Verträglichkeitsprüfung durchzuführen.


Details der DPA-Meldung aus der Süddeutschen Zeitung




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25. April 2022

Der Tag des Baumes – und überall sind Bäume in Gefahr


Nie war der Wald so schutzbedürftig wie momentan. Trockenheit, Waldbrände und vor allem der Borkenkäfer sowie undurchsichtige forstliche Maßnahmen sind immer größer werdende Gefahren. Der Festtag soll aufzeigen, welche Bedeutung Bäume für Mensch und Umwelt haben.

Unsere Wälder sind gefährdet wie nie, teilt uns Forstexperte Volker Ziesling in einem aktuellen Videobeitrag von RON TV (Rheinpfalz – Odenwald – Neckar) zum Tag des Baumes mit:


Auch in Stutensee wurden in der Saison 2021/2022 alte Laubbäume gefällt – im Gebiet des feuchten Eichen-Hainbuchenwaldes im Schonwald Lochenwald. Das Übel dabei war, dass die dicken Bäume seit Jahrzenten mit Efeu bewachsen waren, dessen dichtes Blattwerk im Winter vor Frost und im Sommer den Stamm vor direkter Sonneneinstrahlung schützt. Außerdem bieten die Efeublätter im Frühjahr Brutmöglichkeiten für Vögel sowie Unterschlupf für Insekten, im Herbst kommt den Efeublüten als Nahrungsquelle für Insekten eine besondere Bedeutung zu, weil in dieser Zeit die meisten anderen Pflanzen bereits verblüht sind.

Wir wollten von der Stadtverwaltung wissen, ob das Forstamt zum Fällen des alten Baumbestandes im Natura-2000-Gebiet autorisiert war. Für die Auskunft haben Stadt und Forst knapp vier Monate im Slow-Motion-Tempo benötigt:
Unser Freiheitsinformationsantrag über die Internetplattform „FragDenStaat“ Ende des Jahres 2021 wurde von der Stadt nicht wie gesetzlich vorgeschrieben unverzüglich und nicht innerhalb eines Monats nach Antragstellung (späteste Frist) beantwortet. Auch wurden wir über eine Fristverlängerung und die Gründe hierfür nicht informiert. Nach unserer schriftlichen Erinnerung erhielten wir Anfang Februar die Mitteilung, dass der Einschlag gemäß der Forsteinrichtungsplanung erfolgte, welche im betroffenen Bestand die Entnahme abgängiger Esche vorsieht. Entsprechende Unterlagen waren nicht beigefügt, die wir daraufhin nachforderten. Mitte April erhielten wir endlich einen entsprechenden Auszug aus der nicht öffentlich zur Verfügung stehenden Forsteinrichtung.

Das zur Verfügung gestellte Dokument zeigt, dass das Forstamt vom Gemeinderat 2017 dazu autorisiert wurde, im älteren Teil der 2. Abteilung des Lochenwalds, abgängige Eschen zu ernten. Das Forstamt nennt als Grund das Eschentriebsterben. Ursächlich ist ein eingeführter Pilz. Dennoch kann durch Fällungen eine Infektion nicht verhindert werden.

Nachfolgend die Erklärung von Peter Wohlleben – Deutschlands bekanntestem Förster – über das Eschentriebsterben:


Gleichzeitig ist im Dokument der Stadt eine Erhöhung des Strukturreichtums durch Totholzanreicherung in der Planung vorgesehen. Es wurde aber die Fällung des alten Baumbestandes bevorzugt, dessen Hartholz vor Ort als Kleinholz bzw. Brennholz verarbeitet worden ist.


Alter Baumbestand, eingeschlagen für Kleinholz bzw. Brennholz im Stadtwald Stutensee, in den Distrikten Lochenwald und Hinterau

Viel sinnvoller wäre der Erhalt der mit Efeu bewachsenen Altbestände gewesen und die Bäume bis zum natürlichen Absterben als Totholz stehen zu lassen. Die meisten Bäume befanden sich abseits von Wegen und stellten überhaupt keine Gefahr für Waldbesucher dar.
Stadt und Forst ignorieren das Urteil des OVG Bautzen zur Verpflichtung einer Verträglichkeitsprüfung vor den Forstmaßnahmen und wären gut beraten, vorschauend integrierte Waldbewirtschaftungspläne in Abkehr von den rein forstlichen Planungen zu erstellen. (Quelle Schumacher, s. nachfolgende PDF-Datei.)


Oberbürgermeisterin Becker verkündigte in der Auftaktveranstaltung zur Zukunftswerkstatt Stadtwald Stutensee, dass sie den Wald nicht mehr als Einnahmequelle für den Haushalt sieht. (S. nachfolgenden Beitrag v. 29. März 2022). Wenn sie es ehrlich meint, wäre eine sofortige Außerkraftsetzung von derartigen Beschlüssen aus der Vergangenheit oder eine entsprechende Weisung an den Dienstleister dringend geboten.


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29. März 2022

Zukunftswerkstatt Stadtwald Stutensee – Auftaktveranstaltung in der Festhalle


Vorab: Leider wurde unsere Waldbürgerinitiative nicht aktiv beteiligt. Deshalb hatten wir Oberbürgermeisterin Becker im Eingangsbereich vor der Festhalle um Aufklärung gebeten. Sie erläuterte, dass diese Veranstaltung erst eine Auftaktveranstaltung sei und weitere Bürgerbeteiligungen folgen werden. So wurden wir auf nachfolgende Veranstaltungen vertröstet.
Info-Bild: In der Wintersaison 21/22 wurde alter, dicker Baumbestand im Lochenwald gefällt.


Hintergrund: Bisher hat sich die Gemeinde an der im Jahr 2017 beschlossenen Forsteinrichtung orientiert. Also zu einer Absichtserklärung zur Waldbewirtschaftung, die vor den vergangenen Trockenjahren erstellt worden war und nicht mehr zeitgemäß ist. Unsere ständige Kritik darüber hat sicherlich dazu beigetragen, dass Frau Becker das Thema jetzt endlich aufgegriffen hat.

Die Veranstaltung war gut besucht. OB Becker stellte in ihrer Begrüßungsrede fest, dass sie schon lange nicht mehr so viele Menschen in der Festhalle gesehen hat.
Danach folgte der Impulsvortrag von Johannes Enssle vom NABU, welcher im Großen und Ganzen die Auffassung einer schonenden Waldbehandlung vertrat. Enssle meinte, „wer den Wald schützen will, muss das Klima schützen“ und forderte Stutensee auf, bis 2030 klimaneutral zu werden. Die Stadt will sich aber mehr Zeit nehmen. Für den Wald forderte er u. a., alte Baumbestände stehen zu lassen sowie der Biodiversitätsstrategie des Bundes zu folgen und 10 Prozent der Waldfläche sich selbst zu überlassen.
Im Anschluss daran knüpfte der Vortrag von Jürgen Bauhus an, Professor für Waldbau der Uni Freiburg. Auch er verwies auf den Klimawandel und sinkende Grundwasserpegel. Störfaktoren, die nicht außer Acht gelassen werden dürfen und man sich deshalb „bei der Bewirtschaftung vorantasten müsse“.

An der anschließenden Podiumsdiskussion nahmen die beiden Redner sowie OB Becker und Forstamtsleiter Moosmayer teil. Die Aussage von Herrn Moosmayer, Stutensee habe einen
 „Naturschutz-Vorzeigewald“,
hat uns allerdings sehr irritiert:


Herr Moosmayer ist Dienstleister einer Vielzahl von Gemeinden im Landkreis Karlsruhe. Wie mag es wohl dort aussehen, wenn mehrere Kahlschläge im Schonwald Lochenwald, waldbodenschädigende Befahrungen mit Harvestern in der Büchiger Hardt, das Fällen von Biotopbäumen im Lachwald und zuletzt Einschläge in alten Baumbeständen als „Naturschutz-Vorzeigewald“ bezeichnet werden? Ebenso hätte es andere Möglichkeiten zum Schutz der Aufforstungen, als das im Wald eingebrachte Plastik gegeben. Dreister geht´s wohl nimmer…

Fazit: Positiv zu bewerten ist, dass die Oberbürgermeisterin das Thema Waldbehandlung aufgegriffen hat. Sie sieht den Wald nicht mehr als Einnahmequelle für den Haushalt, sondern will zukünftig einen Erholungswald mit entsprechenden Schutzkonzepten. Im Sommer soll ein Leitbild erstellt werden. Damit folgt sie dem Vorschlag unseres Beraters, Leitender Forstdirektor Volker Ziesling, der erstmals bei einem gemeinsamen Treffen im Lachwald im vergangenen Jahr die Erstellung eines Leitbildes für den Stadtwald Stutensee für notwendig und erforderlich hielt. Sein Angebot zur aktiven Mitarbeit gilt immer noch!

Hier noch der  ★ Link ★  zum Bericht auf meinstutensee.de



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März 2022

Zukunftswerkstatt Stadtwald Stutensee – letztendlich entscheidet der Gemeinderat

 und ist verantwortlich, wie aktuell in Nußloch festgestellt.

 

Lachwald-Info Zukunfts-Zukunftswerkstatt Stadtwald Stutensee – letztendlich entscheidet der Gemeinderat und ist verantwortlich, wie aktuell in Nußloch festgestellt
Seit Jahren fordern wir die Zulassung diverser Forstmeinungen, weshalb zu begrüßen ist, dass erstmals in Stutensee eine andere Forstmeinung (NABU) als die bisherige klassische und konservative Auffassung des dienstleistenden Forstamts kommuniziert werden soll. Es ist höchste Zeit, dem klimabedingten Waldsterben entgegenzuwirken. Ein „Weiter so“, wie es auch in unseren Nachbargemeinden teilweise praktiziert wird, geht gar nicht!

Höchst bedauerlich ist, dass wir als die einzige örtliche Waldbürgerinitiative von der Stadt nicht in die Planung eingebunden wurden. Mehrfach zuvor hatten wir bereits unsere kostenlose Mitarbeit angeboten.
Wir streben einen schonenderen Umgang mit dem Stadtwald an: 
Ohne den Einsatz von bodenschädigenden Harvestern, ohne das Entfernen von Biotopbäumen, ohne Fällungen alter Baumbestände, ohne Befahrungen des Waldbodens, aber wir sind im Sinne und Rahmen der Biodiversitätsstrategie der Bundesregierung für ein dauerhaftes Ende der Holzeinschläge im bereits überbewirtschafteten Lachwald sowie in der stark erkrankten Büchiger Hardt (zusammen ca. 15 Hektar). Hinzugekommen ist die Überlegung einer Einrichtung eines Bannwaldes von ca. 18 Hektar in Autobahnnähe im Stafforter Stadtwald, zur Erschwerung der Planungsmöglichkeiten der Bahnstrecke und zur Verhinderung der Teilung von Stutensee. Auch haben eine Vielzahl von Initiativen und Maßnahmen unsererseits sicherlich zur Entscheidung der Durchführung der jetzt angekündigten Veranstaltung beigetragen.
Die Kenntnisnahme des Termins haben wir zum Anlass genommen, bei der Stadt eine aktive Beteiligung unserer Waldbürgerinitiative einzufordern. Wir haben Frau Oberbürgermeisterin Becker gebeten, uns aktiv an der Zukunftswerkstatt zu beteiligen und schlugen vor, unseren Berater, Forstwissenschaftler und Klimaexperten Volker Ziesling als Referenten, zumindest als Podiumsteilnehmer einzubeziehen. Aber scheinbar will man uns nicht beteiligen oder sucht noch nach Lösungen. Einen Grund nannte die Stadt nicht. Der Flächenmanager – jetzt wohl auch für Waldflächen zuständig – antwortete im Auftrag von OB Becker. Anstatt auf unseren Antrag auf aktive Beteiligung einzugehen, wurden lediglich der beabsichtigte Verlauf und die Teilnehmer der Veranstaltung mitgeteilt. Das hätten wir auch auf der Homepage der Stadt nachlesen können!
Wer bestimmt eigentlich die Referenten? Nach Auskunft von Dr. Wunder, unserem Berater beim Bürgerbegehren und Vorstandssprecher von Mehr Demokratie BW, entscheidet über die Zulassung eines Referenten der Gemeinderat und nicht die Oberbürgermeisterin oder eine Stabsstelle. 
Letztendlich entscheidet auch über die Zukunft des Stadtwaldes der Gemeinderat, dessen Mitglieder hoffentlich zahlreich erscheinen werden. Quasi eine Pflichtveranstaltung für die Entscheider, die schließlich für die Zukunft des Stadtwaldes verantwortlich sind. Ein jährlicher Beschluss ist sogar gesetzlich vorgeschrieben.
Das nachfolgende aktuelle Video eines Waldspaziergangs in Nußloch zeigt beispielhaft, wie auch dort die Forstmaßnahmen von Bürgerinnen und Bürgern kritisiert wurden und die Forstbediensteten schließlich auf die Legitimation durch den Gemeinderat verwiesen haben.

YouTube Video: Waldspaziergang Nußloch am 12.3.2022



Die Antwort auf unsere E-Mail aus dem Rathaus wirft Rätsel auf. Die Veranstaltung beginnt mit dem Vortrag von Herrn Enssle, dem Vorsitzenden des NABU BW. Der 2. Vortrag erfolgt durch Herrn Bauhus, Leiter der Professur Waldbau an der Uni Freiburg.

Danach schließt sich die Podiumsdiskussion zu dem Thema „Nachhaltigkeitsziele für den Stadtwald Stutensee“ an. Hieran nehmen Frau Oberbürgermeisterin Petra Becker, die beiden Referenten sowie zusätzlich Herr Forstdirektor Martin Moosmayer vom Forstamt des Landratsamts Karlsruhe teil.
Durch die Teilnahme der Herren Bauhus und Moosmayer an der Podiumsdiskussion wird die bisher angewandte klassische Forstmeinung überproportional vertreten sein. Außerdem verliert die Veranstaltung ihre Neutralität, weil der Forstamtsleiter als eigener Dienstleister in die Podiumsdiskussion zur Rechtfertigung seiner Maßnahmen und Vorhaben integriert wird. Deshalb wäre es nur fair, zum Ausgleich Dipl. Forstwirt Volker Ziesling als Fachvertreter unserer Waldbürgerinitiative einzubinden. Nur so könnten sich die anwesenden Bürgerinnen und Bürger, aber auch die Mitglieder des Gemeinderats, eine umfassende Meinung bilden und die Neutralität seitens der Stadt wäre gewährleistet. Ansonsten würde nach unserer Einschätzung eine einseitig gesteuerte Veranstaltung mit manipuliertem Ausgang durchgeführt, weshalb wir wegen der ausgleichenden Gerechtigkeit nochmals eine aktive Beteiligung reklamierten. Eine Antwort steht derzeit noch aus.

 

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UPDATE zum nachfolgendem Artikel:  

Die von Oberbürgermeisterin Becker bisher mehrfach versprochene und immer wieder hinausgeschobene Veranstaltung zur Waldbehandlung findet am Dienstag, 29. März 2022, um 18.00 Uhr in der Festhalle Blankenloch statt.  ★ Details auf meinstutensee.de ★ 


Januar 2022

Waldbehandlung in Stutensee – Transparenz über "FragDenStaat" gefordert

 

Waldbehandlung in Stutensee – Transparenz über

Seit nunmehr 3 Jahren fordert die Bürgerinitiative „Lachwald-erhalten“ aufgrund von Klimawandel und Artensterben, aber auch nach massiven Holzeinschlägen, einen schonenderen Umgang mit dem Stadtwald Stutensee, hin zu einer naturnahen Waldbehandlung ohne den Einsatz bodenschädigender Erntemaschinen.  Deswegen haben wir Oberbürgermeisterin Becker, sowie den Gemeinderat und das Forstamt sowohl mündlich als auch mit zahlreichen Anschreiben kontaktiert.


In ihrer Haushaltsrede für 2022 berichtet Oberbürgermeisterin Becker folgendes über den Stadtwald:

…Vor kurzem konnte sich der Gemeinderat bei einer Waldexkursion mit dem Vertreter des Forstamtes und unserer neuen Revierleiterin selbst einen Eindruck vom Zustand des Waldes in Stutensee machen. Auch für interessierte Bürgerinnen und Bürger wurde und wird ein Waldbegang angeboten. Grundsätzlich kann festgestellt werden, dass die meisten Baumbestände vital sind…

Weiterhin verspricht Frau Becker, dass sie sich „mit der Bürgerschaft über verschiedene Waldwirtschaftsarten austauschen will, bevor sich der Gemeinderat damit beschäftigt“.

Vital?

Das ist fraglich und wohl die Einschätzung des eigenen Dienstleisters. Andere Forstmeinungen wurden bisher von der Stadt nicht zugelassen. Wir sind bundesweit vernetzt und werden von erfahrenen Förstern unterstützt und beraten. Z. B.:

 

Dr. Lutz Fähser, Forstdirektor a.D. und Gründer des Lübecker Waldmodells:

Die Betriebsdaten des Forstes zeigen, dass er sich in einem Notbetrieb befindet. Die Holzeinschläge sind nicht planmäßig, sondern Katastrophenhiebe. Ein Beleg dafür, dass das bisherige Konzept bzw. die Maßnahmen falsch waren. Leider besteht diese Einsicht nicht (Gesichtsverlust), sondern es wird mit noch mehr Intensität und Geld, und damit Schaden, die falsche Konzeption noch intensiver fortgesetzt.


Volker Ziesling, Forstwissenschaftler und Klimaexperte:

Schlägt für den Stadtwald Stutensee die Erstellung eines Leitbildes vor, wo Details für die Zukunft festgeschrieben werden. Sein Angebot zur Mitarbeit offerierte er an OB Becker, den Forstbetriebsleiter und die Försterin.

 

Die Büchiger Hardt

Sie ist nicht voller Lebenskraft, sondern ganz im Gegenteil, viele Bäume sind krank. Selbst für Laien ist erkennbar, dass sich der kleine, lichte Wald, in einem schlechten Zustand befindet. Vermutlich gibt es im ganzen Landkreis keinen Wald in einem noch schlechteren Zustand. Viele kranke Bäume wurden bereits wegen der Rußrindenkrankheit entfernt, ein Teil leidet immer noch daran. Das Forstamt hat vor Ort eine Hinweistafel aufgestellt, wo man sich über die Krankheit informieren kann. Aufgrund von zwangsläufigen Auflichtungen sind die verbliebenen Bäume so sehr durch Sturmwurf gefährdet, dass kein starker Sturm erforderlich ist, um sie in Schräglage zu versetzen. Dies ist gut sichtbar, weil sich der Forst bisher nicht um die halb umgekippten Bäume kümmert.

Auch ist eine nicht unerhebliche Ausfallquote der Neuanpflanzungen festzustellen und war bereits Thema im Gemeinderat, u. a. hinsichtlich der damit verschwendeten Steuergelder.

Die eingesetzten Plastikrohre sind nicht nur hässlich, sondern insbesondere umweltschädlich.



Der Lochenwald

Offensichtlich ist das Forstamt nicht bemüht, auf das Plastik zu verzichten bzw. dieses beizeiten zu entfernen. Ein Grund dürfte sein, weil die Kosten für die Plastikwuchshülsen zu Hundertprozent gefördert werden. Im Stafforter Lochenwald stehen nach mehreren Kahlschlägen hunderte Röhren in Reih und Glied. Sie sollen den Bäumen beim Wachstum helfen und vor Wildverbiss schützen. Werden diese jedoch nicht beizeiten entsorgt, zerfallen sie und das Microplastik reichert sich im Waldboden an. Gut für die Natur ist das nicht. Diese großen Aufforstungsflächen hätten eingezäunt werden müssen, um das viele Plastik einzusparen. Laut Forstamt waren die Kahlschläge erforderlich, um die Vielzahl kranker Eschen (Eschentriebsterben) zu entfernen.

Nicht förderlich für den Schonwald sind die jüngsten Fällungen von alten Eichenbeständen mit dichtem Efeubewuchs. Efeu dient im Frühjahr für Nistplätze, im Herbst der Nektar und im Winter die Früchte als Nahrung. Wer solche Fällungen anordnet, ignoriert nicht nur die Natur, sondern betreibt trotz Klimaveränderungen eine rein konventionelle Forstwirtschaft, wodurch der Wald ausgebeutet wird.



Der Lachwald

Auch die Überbewirtschaftung des Lachwalds führte zu einigen großen Auflichtungen im Kronendach, mit daraus folgend erhöhter Sturmbruch- und Sonnenbrandgefahr; dies zeigte sich bereits in den vergangenen 2 Jahren und wird sich wohl fortsetzen – als Ergebnis einer radikalen Waldbewirtschaftung.

So wurden auch gesunde, blütenweiße Buchen geschlagen; sie nennen es Verkehrssicherung.

 



Die von OB Becker angekündigten Debatten und die Einbindung der Bevölkerung sind überfällig. Denn immer wiederkehrend wurden jährlich im Gemeinderat die Mengen des Holzeinschlags beschlossen. Aber die Nutzung des Stadtwalds beinhaltet weit mehr als den reinen Holzeinschlag. Er liegt zu ca. 95 Prozent im Natura-2000-Gebiet, weshalb Erholung, Biodiversität, Arterhaltung und Gewässerschutz im Vordergrund stehen sollten, was aufgrund vorhandener Vorschriften von der Stadt berücksichtigt werden müsste.

Des Weiteren wurde in der Haushaltsrede mitgeteilt, dass sich der Gemeinderat bei einer vom Forstamt geführten Waldexkursion ein eigenes Bild verschaffen konnte. Unverständlich ist, dass es für die Bürgerschaft separate Veranstaltungen gibt. Eine gemeinsame Veranstaltung wäre sinnvoller, denn es ist nicht der Wald der Stadt, sondern der Bürgerinnen und Bürger. Auch sollte nicht verheimlicht werden, aufgrund welcher Informationen dann Entscheidungen im Gemeinderat getroffen werden.



Bereits in der Haushaltsrede ein Jahr zuvor versprach Frau Becker eine Bürgerbeteiligung zum Thema Wald – und nichts geschah. Die bisherige Geheimniskrämerei zu öffentlichen Themen missfällt nicht nur uns. Da über das Informationsfreiheitsgesetz das Recht auf Auskunft besteht, haben wir den folgenden Fragenkatalog über die Internetplattform FragDenStaat an die Stadt Stutensee übermittelt:

Link:   https://fragdenstaat.de/anfrage/waldbehandlung/ 

1. Wie genau verlaufen die eigentumsrechtlichen Grenzen der in Ihrem Zuständigkeitsbereich befindlichen Wälder?

2. Welche Einschläge sind in den in Ihrem Zuständigkeitsbereich befindlichen Wäldern in 2022/2023 konkret wann und konkret in welchem Umfang geplant? Ich bitte um Aufschlüsselung für die einzelnen Wälder und die jeweiligen dortigen Bestände.

3. Auf welcher Grundlage und mit welcher Begründung sollen die Einschläge jeweils erfolgen? Sofern entsprechende Pläne o.ä. oder Genehmigungen, Befreiungen oder Ausnahmen von gesetzlichen Bestimmungen existieren, bitte ich um Übersendung der einschlägigen Dokumente.

4. Sind in den beabsichtigen Einschlagsgebieten in 2020/2021 Daten über das Inventar und den Zustand erhoben worden? Falls ja, bitte ich um Übersendung der einschlägigen Dokumente.

5. Sind die beabsichtigten Einschläge mit den jeweils naturschutzfachlich zuständigen Stellen abgesprochen? Falls ja, bitte ich um Übersendung der einschlägigen Dokumente.

6. Existiert mit Blick auf die in den vergangenen drei Jahren erfolgten Einschläge ein Monitoring der Auswirkungen der Maßnahmen auf das Ökosystem? Falls ja, bitte ich um Übersendung der einschlägigen Dokumente.

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