Bürgerbegehren und Bürgerentscheid Lachwald Stutensee
Bürgerinitiative für den Erhalt der Natur in Wäldern, Landschaftsschutzgebieten und Grünzäsuren

Aktuelles – Informationen in 2021

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Update – Waldgipfel verpasst?

Nationaler Waldgipfel 2021 – jetzt auf Youtube

Der zweitägige nationale Waldgipfel liegt nun ein paar Tage zurück. Diejenigen, die nicht live dabei sein konnten, können die beiden Tage auf Youtube ansehen. Für Stutensee ist auch besonders die letzte Diskussionsrunde am 1. Tag interessant. Dabei geht es um Holzeinschläge in Natura 2000 Gebieten (im Video 1 ab 05:24). Die Expertenrunde stellt klar, dass derartige Holzeinschläge, wie auch in Stutensee vom Gemeinderat beschlossen – ohne die Öffentlichkeit mit einzubeziehen – illegal sind.





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Donnerstag 05.08.2021 und Freitag 06.08.2021

Nationaler Waldgipfel 2021 – Online-Teilnahme als Zuschauer möglich


Lachwald-Info zum Waldgipfel 2021 ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze

Der Wald stirbt. Doch stirbt er wirklich oder gibt es noch Hoffnung? Sind Klimakrise und Borkenkäfer nicht nur Anlass zur Sorge, sondern vielleicht auch Anstoß dazu, die Art der Waldbewirtschaftung zu überdenken und neu auszurichten?

Der nationale Waldgipfel „Waldsterben 2.0“ bietet verschiedene moderierte Diskussionsrunden rund um diese Themen. Dazu treffen sich am 5. und 6. August Vertreter:innen aus Politik, Forstwirtschaft, Forstwissenschaft, NGOs und angrenzenden Wissenschaftsdisziplinen. Dabei wird die ganze Bandbreite ausgelotet: Von Holz über Waldumbau und Jagd bis hin zu einem neuen Studiengang und dem Umgang mit Nichtwissen möchten wir möglichst vielfältige Meinungen zusammentragen und über Lösungen diskutieren. Um die Öffentlichkeit mit einzubeziehen, wird die Veranstaltung online übertragen. Bisher haben sich bereits über 1000 Zuschauer angemeldet.

Zur Anmeldung für kostenlose Tickets ★ hier




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15.07.2021

Forst-Exzesse im Stadtwald aktuell auch wieder im Lachwald


In der im Mai 2021 hybrid durchgeführten Sitzung des Ausschusses für Verwaltung und Soziales (AVS) von Stutensee war erneut der Lachwald Thema. Schon wieder wurde aus Gründen der Verkehrssicherung angekündigt, dass Bäume gefällt werden.

Während der bisherigen Amtszeit der Oberbürgermeisterin hat inzwischen der dritte Forstrevierleiter für den Bereich des Stutenseer Stadtwaldes den Dienst angetreten. Genauer gesagt, jetzt eine Försterin.

Was bisher im Lachwald geschah:

Förster 1 hat den Lachwald überbewirtschaftet, also vor Jahren schon mehr Holz eingeschlagen, als im Forsteinrichtungswerk bis einschließlich 2026 vorgesehen war.

Förster 2 hat im vergangenen Jahr unter dem Vorwand der Verkehrssicherungspflicht angeblich durch Trockenheit und Fäule erkrankte Buchen abholzen lassen, von denen jedoch nach Feststellung eines von uns beauftragten Sachverständigen ca. 80 Prozent kerngesund waren.

Försterin 3 wurde online zur AVS-Sitzung zugeschaltet, stellte sich vor und berichtete über beabsichtigte Maßnahmen aus Gründen der Verkehrssicherung im Lachwald und in der Büchiger Hardt. Der Vortrag klang einigermaßen plausibel und waldschonend, das Ergebnis im Lachwald ist jedoch niederschmetternd.

Förster*in 4 (Wunschvorstellung) kümmert sich hoffentlich einmal vor Ort um die beauftragten Waldarbeiter, kontrolliert die Durchführung der Forstmaßnahmen und steht Rede und Antwort auf Anfragen der Bürgerschaft.

Ständiger Personalwechsel führt wegen unterschiedlichen Arbeitsweisen bei den Einwohnern zu Verwirrungen, insbesondere dann, wenn die Durchführung entsprechender Forstmaßnahmen nicht plausibel ist. In der Folge haben uns wieder viele empörte Waldbesucher*innen mit Fragen kontaktiert, die auch wir nicht beantworten können. Zur Erörterung der nicht nachvollziehbaren Maßnahmen baten wir bei der Stadt unter nachrichtlicher Beteiligung der Forstrevierleiterin um einen zeitnahen Ortstermin im Lachwald. Leider erfolgte keine Rückkopplung, obwohl in der letzten Landkreissitzung Forstamtsleiter Moosmayer verkündete, auf Bürgerinitiativen zukommen zu wollen.

Auf Wunsch haben wir die forstlichen Maßnahmen dokumentiert und zur Kenntnisnahme als Video auf dem YouTube-Kanal unserer BI eingestellt.


Video-Dokumentation: Forst-Exzesse im Stadtwald - aktuell auch wieder im Lachwald




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25.06.2021

Tag der Buchenwälder Anlass für einen Offenen Brief an die Bundesregierung


Lachwald-Info zum Tag der Buchenwälder: Offener Brief zum Jubiläum des Weltnaturerbes Buchenwälder in Deutschland und dem Tag der Buchenwälder am 25. Juni 2021 an die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Julia Klöckner und die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Svenja Schulze ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze

Anlässlich des Tages der Buchwälder und zum Jubiläum des Welterbes „Alte Buchenwälder“ in Deutschland gibt die BundesBürgerInitiative Waldschutz (BBIWS) einen Offenen Brief an die Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner und die Umweltministerin Svenja Schulze heraus, der auch von uns gemeinsam mit mehr als 60 Umweltverbänden, Waldinitiativen und Waldexperten unterzeichnet wurde. Wir beklagen, dass Deutschland seine globale Verantwortung für substanzielle Bewahrung unserer Buchen­wälder nicht wahrnimmt.

Vor zehn Jahren fügte die UNESCO dem 2007 ernannten europäischen "Welterbe Buchenurwälder der Karpaten" fünf deutsche Buchenwaldgebiete hinzu. Aus Anlass dieses zehnjährigen Jubiläums der deutschen Teilgebiete ziehen die Unterzeichnenden des Offenen Briefes eine Bilanz über die "prekäre Situation der Buchenwälder" in Deutschland, deren Erhebung zum Welterbe der Mensch­heit nicht, wie erhofft, in konkrete Schutzkonzepte für Buchenwälder insgesamt mündeten.

Den "außergewöhnlichen universellen Wert als einzigartige Naturlandschaften" hat zwar die UNESCO in alten deutschen Buchenwäldern erkannt und gewürdigt, die deutsche Politik beschränkt sich jedoch mit einem wirkungsvollen Schutzkonzept im Wesentlichen auf die fünf Teilgebiete der Welterbestätten.

In dem Offenen Brief wird konstatiert, dass der Nutzungsdruck auf Buchenwälder insgesamt erheblich zugenommen hat. Als Defizite beim Schützen wie beim Nützen identifizieren die Unterzeichner vor allem


  • Holzwirtschaft in Naturschutz- und Natura 2000 Gebieten
  • Blockade bei Naturwaldflächenausweisung nach Biodiversitätsstrategie
  • boden- und strukturschädigende Rationalisierung der Holzernte
  • zunehmender Nutzungsdruck für Holz als vermeintlich regenerative Energiequelle
  • Bewirtschaftungsmethoden, die das Ökosystem Wald schwächen


Die Unterzeichner erheben den schweren Vorwurf, dass die Forstwirtschaft sich zu einem "industriemäßigen Wirtschaftszweig" entwickelt hat, der alte Buchenbestände "zu Brennholz verarbeitet", "kaum mehr Schutzräume akzeptiert" und selbst unter den bedrohlichen Auswirkungen des Klimawandels sein "überholtes Betriebsmodell" nicht überarbeitet. Sie fordern einen "Paradigmenwechsel in der Forstpolitik", so dass sich aus "Forsten wieder ökologisch-intakte Wälder" entwickeln und Wald-Ökosystemschutz Vorrang hat vor Ökonomie. Damit dies endlich geschieht, sehen die Unterzeichnenden "eine grundlegende Novellierung des Bundeswaldgesetzes" als unumgänglich an und eine finanzielle Förderung, die "ökologisch- und klimaschutzangepasste Waldbauverfahren" unterstützt, statt wie in der Agrarpolitik nach dem Gießkannenprinzip zu fördern.


Fotos: BBIWS

Die vergangenen Dürrejahre, die Fichtenmonokulturen als Brotbaumäcker erledigten, führten auch zu Schäden und Absterben von Buchen im Laubwald. Die Forstwirtschaft sieht daher schon keine Zukunft mehr für die Buche, verkennt aber, dass vor allem die Methoden der Bewirtschaf­tung es waren, die den ureuropäischen Baum der Austrocknung und Belich­tung auslieferten. Die von der UNESCO gelobte "Anpassungsfähigkeit der Buche, die es ihr ermöglicht hat, sich innerhalb weniger Jahrtausende nach der letzten Eiszeit aus isolierten Gebieten in den Alpen, Karpaten und Pyrenäen auszubreiten", kann im Klima­wandel nur weiter wirken, wenn sie wie der Offene Brief fordert, in einem naturnahen Ökosystem vor Schwächung durch Übernutzung und Standard-Waldbaumethoden geschützt wird.

Der Klimawandel und die Übernutzung der alten Buchenwälder sind bereits so weit fortgeschritten, dass die Forderungen keinen Zeitaufschub mehr dulden, damit Waldökosysteme eine Chance haben, Resilienz und Artenreichtum zurückzugewinnen.


DER   OFFENE   BRIEF


Offener Brief zum Jubiläum des Weltnaturerbes Buchenwälder in Deutschland und dem Tag der Buchenwälder am 25. Juni 2021 an die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Julia Klöckner und die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Svenja Schulze ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze
Offener Brief zum Jubiläum des Weltnaturerbes Buchenwälder in Deutschland und dem Tag der Buchenwälder am 25. Juni 2021 an die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Julia Klöckner und die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Svenja Schulze ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze
Offener Brief zum Jubiläum des Weltnaturerbes Buchenwälder in Deutschland und dem Tag der Buchenwälder am 25. Juni 2021 an die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Julia Klöckner und die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Svenja Schulze ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze
Offener Brief zum Jubiläum des Weltnaturerbes Buchenwälder in Deutschland und dem Tag der Buchenwälder am 25. Juni 2021 an die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Julia Klöckner und die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Svenja Schulze ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze
Offener Brief zum Jubiläum des Weltnaturerbes Buchenwälder in Deutschland und dem Tag der Buchenwälder am 25. Juni 2021 an die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Julia Klöckner und die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Svenja Schulze ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze
Offener Brief zum Jubiläum des Weltnaturerbes Buchenwälder in Deutschland und dem Tag der Buchenwälder am 25. Juni 2021 an die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Julia Klöckner und die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Svenja Schulze ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze
Offener Brief zum Jubiläum des Weltnaturerbes Buchenwälder in Deutschland und dem Tag der Buchenwälder am 25. Juni 2021 an die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Julia Klöckner und die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Svenja Schulze ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze
Offener Brief zum Jubiläum des Weltnaturerbes Buchenwälder in Deutschland und dem Tag der Buchenwälder am 25. Juni 2021 an die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Julia Klöckner und die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Svenja Schulze ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze
Offener Brief zum Jubiläum des Weltnaturerbes Buchenwälder in Deutschland und dem Tag der Buchenwälder am 25. Juni 2021 an die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Julia Klöckner und die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Svenja Schulze ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze



In diesem Zusammenhang erinnern wir an unsere Petition mit der herzlichen Bitte: Unterstützen Sie die BBIWS Petition

"Wälder sind keine Holzfabriken - es reicht! Wir fordern ein neues Bundeswaldgesetz!"

auf der Zielgeraden, damit wir möglichst 200 000 Unterschriften schaffen bis zur Abgabe vor der Bundestagswahl - gemeinsam können wir das erreichen!

Hier der Link http://chng.it/JNcYjRjccf

Helfen Sie mit, dass aus FORSTgesetzen, endlich WALDgesetze werden und die ökologische Waldwende bald kommt.


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24.05.2021

Von der Politik falsch verstandener Klimaschutz riesiges Holzkraftwerk durch Bürgerentscheid verhindert

 

Von der Politik falsch verstandener Klimaschutz – riesiges Holzkraftwerk durch Bürgerentscheid verhindert ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze

Gratulation an die Bürgerinitiative „Stoppt das Kraftwerk" in Kösching. Wenn die Politik „sich täuscht“, ist es immer wieder sinnvoll, wenn die Bürgerinnen und Bürger mitentscheiden und sich durchsetzen können. So wurde das geplante Holzkraftwerk, welches ein Investor bei Ingolstadt bauen wollte, durch einen Bürgerentscheid verhindert. Am 16.05.2021 entschieden sich bei einer Wahlbeteiligung von mehr als 67 Prozent 68,5 Prozent der Wahlberechtigten gegen das überdimensionierte Projekt mit einer Leistung von bis zu 60 Megawatt Wärme und 11,4 Megawatt Strom, hauptsächlich für das Audi-Werk in Ingolstadt.


Bild über das Ergebnis der Bürgerinitiative


Es wurde argumentiert, man wolle damit die Autos, die dort vom Band laufen, klimaneutral produzieren, indem man den immer wieder nachwachsenden Rohstoff Holz verbrenne. Gleichzeitig hätte man ein altes Gaskraftwerk abgeschaltet.

Wer aber so argumentiert, ist vollkommen auf dem Holzweg. Tatsache ist, dass bei der Verbrennung von Holz je erzeugter Kilowattstunde mehr CO2 freigesetzt wird, als bei der Energiegewinnung aus Kohle und anderen fossilen Energieträgern. Richtig umgesetzter Klimaschutz bedeutet deshalb nicht nur den Verzicht auf fossile Energieträger, sondern insbesondere auch möglichst sparsam mit dem Holz umzugehen.

In der Praxis heißt das: den Rohstoff Holz nur noch für langlebige Produkte zu nutzen. Das ungeeignete minderwertige Holz (z. B. Schadholz) nicht zu verbrennen, sondern als CO2-Speicher im Wald zu belassen, denn dort kann es über Jahre hinweg als Totholz im Wald verrotten und zusätzlich Feuchtigkeit speichern. Dies dient der Biodiversität und gleichzeitig bleibt das CO2 lange Zeit gebunden. Die Politik muss endlich kapieren und regeln, dass Holzkraftwerke keine Alternative sind. Deshalb waren die Bemühungen der Bürgerinitiative und die Ablehnung der Köschinger Bürgerschaft absolut richtig.


Bilder: Pixabay

Gleiches gilt selbstverständlich auch für Heizungsanlagen. Holzschnitzel oder Pellets zu verbrennen, entspricht nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. Kommunen, die das für ihre Immobilien beschließen, sind keine zukunftsweisenden Vorbilder und nicht mehr up-to-date. Deshalb hier ein Vergleich, wieviel CO2 bei der Energieerzeugung von einem kWh entsteht.

(Quelle: www.volker-quaschning.de):


Energiequelle                           kg CO2/kWh

Holz                                               0,39

Braunkohle                                    0,36

Steinkohle                                      0,34

Öl                                                   0,28

Gas                                                0,20

Photovoltaik                                   0,00

Wärmepumpe mit Ökostrom         0,00

  

Auch beim Feinstaub sorgt die Holzverbrennung mit einem Viertel für den größten Ausstoß und übertrifft den des Verkehrs (rund 15 Prozent). Die europäische Umweltagentur EFA beziffert die Zahl der vorzeitigen Todesfälle durch erhöhte Feinstaubbelastungen auf 430.000 pro Jahr.

Somit ist es ein fataler Etikettenschwindel, die Verbrennung von Holz als nachhaltig zu deklarieren!


Bereits 2020 warnte Focus online vom Ökoschwindel mit Strom aus Holz:



Seit 2012 wird in landeseigenen Gebäuden erfolgreich das CO2 reduziert. Dabei spielt der Ausbau von Photovoltaik-Anlagen auf den Gebäuden eine wichtige Rolle. Viele Städte, z. B. unsere Nachbarstadt Karlsruhe, folgen diesem Beispiel und suchen Lösungen bei Experten.


Logo KA-News zum Bericht: Karlsruher Bauexperte erklärt: 5 Maßnahmen, um Karlsruher Gebäude nachhaltiger zu machen ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze

In einem Bericht vom 24.05.2020 auf KA-News erklärt Prof. Lützendorf vom KIT, wie die Bauprojekte der Fächerstadt Karlsruhe nachhaltiger werden können. 

Hier der Link:

Karlsruher Bauexperte erklärt: 5 Maßnahmen, um Karlsruher Gebäude nachhaltiger zu machen“



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04.05.2021

Neue Petition zum Walderhalt wegen Kohleausstieg Umbau von Kohlekraftwerken in Holzverbrennungsanlagen?


Petition: Keine Büsche und Bäume in Großkraftwerken verfeuern! ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze

Während in Großbritannien wegen zu viel Feinstaub der Verkauf bestimmter Sorten von Kohle und Brennholz zur Verbesserung der Luftqualität eingeschränkt wird, plant man hierzulande den Umbau von Kohlekraftwerken in Holzverbrennungs- anlagen. Damit wird der Kohleausstieg zwar realisiert, aber unserem Planeten jedoch weiterhin großer Schaden zugefügt. Wichtige Lebensgrundlagen für Menschen, Tiere und Pflanzen gehören geschützt, nicht zerstört und verbrannt!

Zum Schutz der Artenvielfalt und als wichtige und natürliche Kohlenstoffspeicher sind bestehende Ökosysteme wie Wälder und Savannen unerlässlich. Sie dürfen nicht in den Brennkammern von Kohlekraftwerken unwiederbringlich zerstört werden.

Um die Pläne zu stoppen, Holz in Großkraftwerken zu verfeuern, haben die Deutsche Umwelthilfe und ROBIN WOOD die Petition „Keine Büsche und Bäume in Großkraftwerken verfeuern!“ ins Leben gerufen. Wegen des geplanten Öko-Wahnsinns wird diese Petition von Peter Wohlleben unterstützt:



Wer helfen will, sollte diese Petition an die Betreiber der Großkraftwerke und die zuständigen Umweltbehörden unterschreiben, um die Pläne für die Holzverbrennung in Kohlekraftwerken zu stoppen.

Hier geht es zur Petition


Warum diese Petition? Die Deutsche Umwelthilfe und ROBIN WOOD erklären:

Bäume leisten einen wichtigen Beitrag für das Klima, indem sie bei ihrem Wachstum der Atmosphäre CO2 (Kohlendioxid) entziehen. Wälder sind natürliche Kohlenstoffspeicher und als solche unverzichtbar, um die globale Erderhitzung zu begrenzen. Ein Umstieg von Kohle auf Holz in deutschen Großkraftwerken erhöht den ohnehin schon hohen Druck auf globale Waldökosysteme.

Mehr Kahlschläge, der Rückgang der Biodiversität sowie der Anbau anfälliger Monokulturen sind unmittelbare Folgen der zunehmenden Nachfrage nach Holz auf dem internationalen Markt.


Die Bilder zeigen Kahlschläge im Stafforter Wald

Umgerüstete Kohlekraftwerke verbrennen gigantische Mengen an Holz und setzen so über Jahrzehnte eingespeichertes CO2 in die Atmosphäre frei. Durch eine Wiederaufforstung kann Kohlenstoff aus der Atmosphäre zwar wieder gebunden werden, allerdings dauert dies mehrere Jahrzehnte. Nur eine nachhaltige Waldbewirtschaftung garantiert den Erhalt des Waldbestandes und die Artenvielfalt sichert ihre Stabilität. Auf Holzimport ausgerichtete Großverbrennungsanlagen, wie umgebaute Kohlekraftwerke, können eine umweltverträgliche Nutzung von Holz weder gewährleisten noch ausreichend kontrollieren.

Innerhalb weniger Stunden wurde die Petition über 55.000 Mal unterschrieben und die Organisatoren meldeten einen ersten Erfolg:


Erster Erfolg der Petition - Entscheidung vorerst verschoben ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze


Weitere Informationen zu diesem ersten Erfolg gibt es hier auf change.org



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21.03.2021       

Tag des Waldes – Pressemitteilung von BBIWS und Waldwende Jetzt! :


Tag des Waldes am 21.03.2021 ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze

WaldWende oder WaldEnde

Die Angriffe auf den Patienten Wald gehen weiter

Vor genau zehn Jahren riefen die Vereinten Nationen das Jahr der Wälder aus, um die besondere Verantwortung des Menschen für die Wälder zu betonen. Aber noch nie wurde global so viel Wald vernichtet, wie im vergangenen Jahrzehnt, noch nie ging es dem deutschen Wald so schlecht wie jetzt. Der Klimawandel, Grundwasserabsenkungen und Stickstoffeinträge haben den Wald an den Rand seiner Existenzfähigkeit gebracht. Die außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes eingebrachten Fichten und Kiefern werden durch Borkenkäfer und nadelfressende Raupen dahingerafft. Ein völlig unangemessener Umgang mit diesen Insektenkalamitäten verschärft den Stress für den Wald. Die Katastrophe nach der Katastrophe, ein fehlgesteuertes Krisenmanagement der Forstbehörden, fügt dem Ökosystem Wald weiteren Schaden zu.

Waldwende oder Waldende ist die Wahl, vor die der Klimawandel uns stellt.

Hier zur vollständigen Presseinformation


Beispiel Stutenseer Lochenwald:Kahlschläge, Wiederaufforstungen und gammelndes Holz im Lochenwald, alles in der Amtszeit von OB Becker seit 2018


Als Beitrag zum Tag des Waldes veröffentlichte das neu gegründete "Aktionsbündnis Heidelberger Wald" ein Interview mit Dipl. Forstwirt Volker Ziesling. Viele Argumente treffen auch auf den Stadtwald von Stutensee zu.




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 18.02.2021

Exakt 3 Jahre nach dem Bürgerentscheid Landtagsabgeordnete im Lachwald


Landtagsabgeordnet im Lachwald ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze Exakt 3 Jahre nach dem Bürgerentscheid in Stutensee

Die Landtagsabgeordnete der Grünen, Andrea Schwarz, war am Wahlabend des Bürgerentscheids am 18.02.2018 unter den vielen Gästen im Bürgersaal des Rathauses in Stutensee. Sie verfolgte den Wahlausgang intensiv und freute sich damals sehr über den Wahlerfolg unserer Bürgerinitiative. Gegenüber der Presse betonte sie, dass ihr jeder einzelne Baum weh getan hätte, der gefällt worden wäre.

Die Grünen waren die einzige Partei, die sich für den Erhalt des Lachwalds eingesetzt und unsere BI „Lachwald-erhalten“ unterstützt hatten. Der Besuch der Abgeordneten in Stutensee macht deutlich, dass der Lachwald auch nach 3 Jahren im Landtag noch nicht in Vergessenheit geraten ist. Hier die Schilderung von Andrea Schwarz auf Facebook:


Landtagsabgeordnet im Lachwald ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze Exakt 3 Jahre nach dem Bürgerentscheid in Stutensee



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01.02.2021

Täuschungsmanöver in der Stutenseer Waldpolitik

1. Teil: Holzeinschläge im überbewirtschafteten Lachwald


Täuschungsmanöver in der Stutenseer Waldpolitik – 1.Teil: Holzeinschläge im Lachwald ★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze

Die Täuschungsmanöver in der Stutenseer Waldpolitik im Jahr 2019 setzten sich 2020 fort.

Ein Rückblick:

Im Jahr 2019 wurden vom Gemeinderat im Lachwald Holzeinschläge von 350 Erntefestmetern trotz Reklamationen aus der Bürgerschaft von Büchig genehmigt. Das große Bürgerinteresse zeigte sich im vollbesetzten Bürgersaal. Seitdem war eine Sitzung nie wieder so gut besucht. Es blieb jedoch nicht bei dieser beschlossenen Holzmenge, denn die Oberbürgermeisterin duldete einen noch viel stärkeren Einschlag ohne Rats- oder Öffentlichkeitsbeteiligung und ist bis heute der Bevölkerung eine Erklärung darüber schuldig. Mit Vertretern aller Parteien haben wir im vergangen Frühjahr wegen dieser Missstände Gespräche geführt. Antworten oder Konsequenzen sind bis dato ausgeblieben. Mit der Fraktion der Freien Wähler kam trotz mehreren Anfragen kein Gesprächstermin zustande. Auch sie wurde schließlich von unserer Bürgerinitiative schriftlich über die Missstände informiert; eine Resonanz blieb aus.

Die Abholzung im Lachwald führte dazu, dass bereits im 3. Jahr eines Zehnjahreszeitraums die maximal mögliche Holzernte im Sinne der Nachhaltigkeit nach dem Waldgesetz überschritten wurde.

Als Konsequenz brachten die Grünen 2020 einen Antrag auf eine schonende Waldbewirtschaftung in Anlehnung an das Lübecker Waldmodell im Gemeinderat ein. Dieser wurde aufgrund billiger und argumentativ unzutreffender Vorgaben der Stadtverwaltung im Gemeinderat mehrheitlich abgelehnt. Entweder hat man die Folgen der Trockenjahre für den Wald noch nicht wahrgenommen oder priorisiert die Waldbewirtschaftung vor dem Erhalt der Natur. Es fehlt an Transparenz und Bürgerbeteiligung, auch ausdrücklich ein Wahlversprechen der Oberbürgermeisterin.

Insbesondere fand eine von OB Becker angekündigte Informations- und Dialogveranstaltung zur Waldbewirtschaftung bisher nicht statt, sondern wurde mehrfach verschoben. Eine Waldbegehung mit Bürgerbeteiligung war für den Sommer avisiert und hätte zu diesem Zeitpunkt auch Corona bedingt im Freien stattfinden können. Diese wurde jedoch wiederum in den Herbst verschoben und fand daher bis heute nicht statt. Erwiesenermaßen reine Lippenbekenntnisse, die so kein Vertrauen schaffen.

Stattdessen wurden die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt mal wieder mit zahlreichen zum Fällen markierten Bäumen im bereits überbewirtschafteten Lachwald überrascht. Erst danach folgten Informationen auf der Homepage der Stadt Stutensee und in den BNN.

Im Lachwald wurden Aufräumarbeiten voraussichtlich ab 23. November 2020 angekündigt. Aus Gründen der Verkehrssicherung wolle man hauptsächlich die erkennbar von Trockenheit und Fäule gekennzeichneten, absterbenden oder bereits abgestorbenen Buchen entfernen.


★ Homepage der Bürgerinitiative Stutensee Lachwald-erhalten für mehr Demokratie + Transparenz + Bürgerbeteiligung • auch bei Bürgerbegehren und Bürgerentscheid – Mitglied der BundesBürgerInitiative Waldschutz BBIWS zum Schutz von Wald • Natur und Klima in der Waldkrise mit der Forderung um mehr Beachtung von Umweltschutz • Naturschutz • Klimaschutz und Reform der Waldgesetze - BNN vom 12.Novermber 2020, Ausgabe Hardt Nr. 263, Seite 25BNN vom 12.Novermber 2020, Ausgabe Hardt Nr. 263, Seite 25


Anlässlich der Begehung des Lachwalds mit einem Sachverständigen in der Woche vor dem angekündigten Termin wurde festgestellt, dass die Bäume bereits gefällt waren. Eine Rettung der Bäume war somit nicht mehr möglich, aber der Nachweis von falschen Darstellungen umso einfacher. Statt der Fällung von angeblich kranken Bäumen handelte es sich um kerngesunde Buchen. Dies alles unter dem Deckmantel der Verkehrssicherung.

Verkehrssicherung ist das Totschlagargument, wenn die Holzernter unter den Druck einer zunehmend aufgeklärteren Öffentlichkeit geraten. Geplante Hiebsmaßnahmen werden unter dem Vorwand durchgezogen, man rette Menschenleben, wenn man Bäume fällt, selbst wenn diese kerngesund sind. So wie die hier gezeigten Buchen, die inzwischen schon gefällt sind und an den Schnittstellen schneeweißes Buchenholz zu sehen ist, ohne Hinweise auf Totäste oder Stammfäule.

Bereits zuvor – als die rot gekennzeichneten Bäume noch standen – haben wir dies bereits dokumentiert. Selbst Mitte November trugen die Kronen noch Blätter – ein Zeichen der Vitalität.



Der Sachverständige bestätigte anhand des zurückgelassenen Abfalls von Ästen und Zweigen der ehemaligen Baumkronen sowie anhand der gesunden Baumstämme, dass ca. 80 Prozent der gefällten Bäume kerngesund waren. Insgesamt ist damit erwiesen, dass den Bürgerinnen und Bürgern vorgegaukelt wurde, aus Sicherheitsgründen angeblich erkrankte oder tote Bäume zu entfernen.



Für Klima, Umwelt und Natur wäre es sinnvoller gewesen, die gesunden Bäume im Wald zu belassen. Aus Sicht des Sachverständigen ist es verwunderlich, inwieweit mit der Fällung ein Gewinn erwirtschaftet werden soll. Sicherlich wurde erreicht, dass ein 44-Tonner Stammholztransporter mit Baumstämmen ausgelastet ist, aber aufgrund der üppigen Auslagen – Arbeitslöhne und Transportkosten – ist für die Stadt kein Gewinn zu erzielen. Denn das Buchenholz kann in Deutschland mangels Sägemöglichkeiten nicht nachhaltig verarbeitet werden, es wird als Industrieholz oder gar als Brennholz zum Billigpreis verkauft werden müssen. Auch das Industrieholz wird teilweise verbrannt, weshalb das im Holz gespeicherte CO2, wie beim Brennholz, wieder freigesetzt wird. Die Vorgehensweise der Stadt in der Waldpflege widerspricht auch dem zweifelhaften Versprechen von OB Becker, „den Stutenseer Wald für die kommenden Generationen zu erhalten“. Insbesondere ökologisch waren die Maßnahmen völliger Unsinn.



Dagegen wurden an anderen Stellen die durch den Sturm im Frühjahr umgeworfenen und teilweise schräg auf anderen Bäumen liegenden Baumteile weder entfernt, noch auf dem Waldboden abgelegt. Wäre es Stadt und Forst tatsächlich um Verkehrssicherungsmaßnahmen gegangen, hätte man diese offensichtlichen Gefahrenstellen vorrangig beseitigt, anstatt gesunde Bäume zu schlagen. Wie lautete die Überschrift im BNN-Artikel? "Der Forst räumt den Wald auf".

Stutensee ist aufgefordert, endlich eine sachkundige Fehleranalyse in der Waldpflege vorzunehmen, Pflegekonzeptionen für den Erholungswald zu erstellen und dabei alle Einwohner und Akteure einzubeziehen.

Dies scheint jedoch nicht vorgesehen zu sein, dann aktuell steht die jährliche Waldbewirtschaftung auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am 08.02.2021, ohne dass die von OB Becker angekündigte öffentliche Waldbegehung bzw. Informationsveranstaltung zuvor stattgefunden hat. Ihre im Wahlkampf propagierte Transparenz und Bürgerbeteiligung findet praktisch nicht statt. Somit erweisen sich ihre Ankündigungen als reine Lippenbekenntnisse. Eine absolut nicht vertrauenserweckende Vorgehensweise, die Fragen aufwirft. Unter anderem, wie lange der Gemeinderat noch auf „Vertrauen“ setzt.

Stutensee sollte auch mal über den Tellerrand zur Nachbarstadt Karlsruhe blicken. Dort ist man bemüht, einen gefährlichen Ast abzusägen und nicht gleich den ganzen Baum zu fällen. Wir verschrotten ja auch nicht unseren PKW, wenn er wegen eines Plattens nicht mehr fahrbereit ist!

Hier der Link über den Tellerrand zu KA-News

Forstamtsleiter Ulrich Kienzler, den wir zufällig bei der Kinopremiere von Peter Wohlleben getroffen haben, hat seit Jahren einen besseren Weg eingeschlagen. Die Holzernte wurde nach den Trockenjahren auf ein Drittel reduziert und mit angeschafften Spezialgeräten werden bei einem erhöhten Zeitaufwand die Bäume so behandelt, dass von ihnen keine Gefahr mehr ausgeht. Und dies bei einer vielfach größeren Stadtwaldfläche gegenüber der von Stutensee!


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 JANUAR 2021

Weckrufe und Apelle an die Politik Neuerscheinungen im Handel


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Dieses Buch von 36 Autorinnen und Autoren, darunter der durch das Lübecker Waldmodell bekannte Dr. Lutz Fähser, legen ihre Einsichten und praktischen Erfahrungen in aller Klarheit dar – als Kritik an verfehlten Forstpraktiken, als Weckruf an die Zivilgesellschaft und als dringender Appell an die Politik, die längst überfällige ökologische Waldwende einzuleiten. Vor allem der öffentliche Wald muss mit der ihm gesetzlich auferlegten Vorbildfunktion der Daseinsvorsorge Natur und Menschen dienen. Drei Trockenjahre in Folge haben in Deutschland Waldschäden bislang nicht gekannten Ausmaßes sichtbar werden lassen. Davon sind besonders Fichten, Kiefern und nicht heimische Baumarten betroffen. Die Ursachen liegen nicht nur im Klimawandel, sondern auch im Umgang mit den Wäldern. Im Handel oder direkt beim Oekom-Verlag erhältlich. Hier zur Leseprobe des oekom Verlag



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Peter Wohllebeben hat sich zur Aufgabe gemacht, weltweit für ein neues Verständnis über den Wald zu werben. In „Das geheime Leben der Bäume“ öffnet er Millionen die Augen für die verborgene Welt des Waldes. Jetzt ist der im letzten Jahr erschienene Kinofilm im Handel erhältlich und kann als DVD oder Blu-ray Disc erworben werden. Auch Streamen bei Netflix oder ein Kauf für Amazon Prime Video ist möglich.

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